Das aktuelle Heft - "Kriegserklärung an Europa. Der Hitler-Stalin-Pakt und seine Folgen"

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Heftpremiere

Das aktuelle Heft wird im Rahmen von "Leipzig liest" am 17. März 2016, 20.00 Uhr im ehemaligen Stasi-Kinosaal der Öffentlichkeit präsentiert.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website der "Runden Ecke".

 

Liebe Leserinnen und Leser,

diese neue Ausgabe des Magazins HORCH UND GUCK widmet ihren Schwerpunkt dem Hitler-Stalin-Pakt von 1939. Eine Geschichte aus der Mottenkiste? Leider nein. Ein Blick auf die aktuelle politische Landkarte Europas zeigt: Das Gesicht dieses Kontinents ist noch immer gezeichnet von den Folgen der Unterjochung durch die Despoten Hitler und Stalin, die Ostmitteleuropa mit einem Federstrich unter sich aufgeteilt hatten. Viele aktuelle Entwicklungen sind, ohne die Bedeutung des Hitler-Stalin-Pakts und der geheimen Zusatzprotokolle zu kennen, kaum zu verstehen. Umso wichtiger und spannender sind die Aufsätze und Recherchen, die wir Ihnen mit dieser neuen Ausgabe von „HORCH UND GUCK“ zusammengestellt haben.

Namhafte Autoren beleuchten nicht nur die Hintergründe, Ursachen und unmittelbaren Folgen des Paktes, der einer Kriegserklärung an die europäische Staatenwelt gleichkam. Sie erklären auch, warum gerade die geheimen Zusatzprotokolle zu einem zentralen Thema der osteuropäischen Bürgerrechtsbewegungen wurden und eine enorme Sprengkraft für die Überwindung der kommunistischen Diktaturen entwickelten. So kommen Stefan Troebst und Dietmar Müller vom Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig zu dem Schluss: „Kein anderer bilateraler Vertrag hat das Schicksal von mehr Staaten, Nationen und Minderheitengruppen in Europa, vornehmlich in Ostmitteleuropa, so beeinflusst wie der Hitler-Stalin-Pakt.“ Die Beiträge des vorliegenden Heftes verweisen zugleich auf historische Irrtümer, autoritäre Symbolsprache und das Verschwinden des „Sputnik“ in der DDR. Zudem wird die Streitfrage diskutiert, ob ein gemeinsamer Europäischer Gedenktag für die Opfer von Stalinismus und Nazismus am 23. August, dem Tag der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes, begangen werden sollte.

HORCH UND GUCK ist aber auch wie gewohnt Forum für weitere aktuelle Aufarbeitungsthemen und -debatten. So erinnern wir unter anderem an das System der sowjetischen Speziallager in Ostdeutschland und hinterfragen kritisch die Legende von der „demokratischen Bodenreform“, die vor 70 Jahren in Kyritz begründet wurde. Außerdem wird die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof in Torgau vorgestellt.

Bedauerlicherweise ist seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe ein reichliches Jahr vergangen. Aufgrund nicht vorhergesehener Schwierigkeiten bei der Übernahme der Zeitschrift hatte sich die Herausgabe des ersten Heftes unter unserer Trägerschaft erheblich verzögert. Daraufhin zog die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine bereits bewilligte Förderung für die weitere Herausgabe von HORCH UND GUCK im Jahr 2015 zurück. Dadurch war uns die finanzielle Basis für die Erarbeitung weiterer Hefte entzogen. Glücklicherweise konnte mit Hilfe alternativer Zwischenfinanzierungen das Erscheinen von drei weiteren Ausgaben von HORCH UND GUCK gesichert werden. Das vorliegende Heft entstand in Kooperation mit dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Dafür sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt.

Momentan arbeiten wir mit Hochdruck schon am nächsten Heft. Dieses wird als Doppelausgabe erscheinen und sich schwerpunktmäßig dem Thema „25 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ widmen. Für die Zeit danach hoffen wir auf eine Wiederaufnahme der beantragten Förderung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung.

Zunächst wünschen wir Ihnen aber eine spannende Lektüre des aktuellen Heftes.

Die Redaktion

 

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