HEFT 04/1992 | SEITE 1

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Langsam spricht sich "Horch und Guck" herum. In letzter Zeit passiert es mir zunehmend häufiger, daß ich jemanden auf unsere Zeitschrift aufmerksam machen will und sie oder er mir antwortet: "Die kenne ich doch schon, die habe ich doch schon gelesen." Natürlich ist das kein Grund zur Selbstzufriedenheit, denn erstens kommen solche Augerungen natürlich nur von einigen, zweitens ist es nach wie vor unser notwendiges Bestreben, den Leserkreis für "Horch und Guck" auszuweiten. Unsere neuen Abgabebedingungen (ab Heft 5) sind in dieser Ausgabe auf Seite 49 formuliert. Unser Tip: Noch 1992 Abonnent werden - da gilt noch das alte Vorzugsangebot! Ferner suchen wir weiterhin Wiederverkäufer, nicht nur unter den Dokumentationszentren und Vereinen zur Aufarbeitung der Vergangenheit, von denen sich in diesem Heft zwei weitere unseren Lesern vorstellen. Natürlich sind wir nicht fehlerfrei. (Wer ist das schon?) Daß wir aber zur Selbstkritik fähig sind, soll unsere Betrachtung auf den Seiten 41 und 42 zeigen. Und natürlich hoffen wir auch zukünftig auf kritische und helfende Hinweise unserer Leser, sei es die Form oder sei es den Inhalt bestreffend.

Manchmal steht man unter dem Zwang von Gegebenheiten. So finden sich in diesem Heft mehr Nachdrucke aus anderen Publikationen als ursprünglich geplant - aber was soll man machen, wenn uns fest zugesagte Originalartikel nicht rechtzeitig vor Redaktionsschluß erreichen? Dennoch meinen wir, daß auch Nachdrucke für die meisten Leser interessant sind denn - wer ist schon in der Lage, alle lesenswerten Artikel in den verschiedenen Zeitungen allein verfolgen zu können? Auch eine Reihe von Erklärungen und Verlautbarungen glaubten wi  drucken zu müssen -für meinen Geschmack diesmal fast zu viele -, doch liegt das an der sehr großen Fülle wichtiger aktueller Themen, denn wir beschränken uns trotz des Titels "Horch und Guck" natürlich nicht ausschließlich auf die Stasi-Thematik.

Zu Satire und Humor haben wir ein besonders enges Verhältnis, glauben das dem Unterhaltungsbedürfnis des nicht-verbissenen Lesers schuldig zu sein. Jedenfalls findet der Interessent am Ende des Heftes (und gewiß nicht nur diesmal) Lesestoff dieser Art.

Daß die Karikaturisten immer mehr Gefallen daran finden, in "Horch und Guck" gedruckt zu werden, zeigt die Tatsache, daß uns zum Beispiel Jxxx Rxxxxxxx und Rainer Sehwalme ganze Mappen mit Arbeiten von sich angeboten haben, aus denen wir uns bedienen dürfen. (Das führte dazu, daß wir im Heft 4 gewissermaßen eine "Rainer-Sehwalme -Ausstellung" veranstalteten.)

Bis zum nächsten Heft im Januar 1993 grüßt Sie herzlich
Josh Sellhorn

Inhaltsverzeichnis Heft 4