Heft 22/1998 | bahro | Seite 26 - 29
Bernd Albani
»Um mir selbst in die Augen blicken zu können«
Interview mit Bernd Albani zu seiner Demonstration für die Freilassung Bahros im Sommer 1978
Bernd Albani, Dr.rer.nat., geboren 1944 in Dresden. 1963 bis 1968 Physikstudium an der TU Dresden. Anschließend zwei Jahre Aspirant an der Lomonossow-Universität in Moskau. 1968 geheiratet. 1970 bis 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden. Seit 1972 Mitarbeit in der offenen Jugendarbeit der Weinberg-Gemeinde in Dresden. 1976 bis 1980, gemeinsam mit seiner Frau Ingrid Albani, Theologiestudium am theologischen Seminar in Leipzig. Im Juni 1978 Einmann-Demonstration für die Freilassung von Bahro. 1980 bis 1982 Vikariat, Katechetikum und Predigerseminar in Leipzig. 1982 bis 1989 sind Ingrid und Bernd Albani Pfarrer in Frauenstein im Osterzgebirge. Intensive Friedens- und Umweltarbeit. 1984 bis 1989 ist Bernd Albani Mitglied der Sächsischen Landessynode. 1987 bis 1989 Regionalvertreter der Sächsischen und Görlitzer Basisgruppen im Fortsetzungsausschuß »Konkret für den Frieden«. Seit 1.10.1989 Pfarrer der Gethsemanekirche in Berlin. Vom November 1989 bis 1991 Sprecher vom Neuen Forum Prenzlauer Berg. Im Juni 1995, nach Trennung von seiner Frau, vom Pfarrdienst beurlaubt; seit 1997 im Wartestand. Mitarbeit in der Arbeitsgruppe »Kirchenkampf 1933-1945« der Evangelischen Kirche in Berlin Brandenburg. 1995 bis 1997 Mitglied des Berliner Landesvorstandes von Bündnis90/Die Grünen.
Horch und Guck: Am 23. August 1977 wurde Rudolf Bahro verhaftet. Etwa 10 Monate später, am 21. Juni 1978, forderten Sie Freiheit für Bahro und unternahmen in Leipzig das, was Neubert in seinem Oppositionsbuch als »Einmanndemonstration« bezeichnet hat.
Wie kam es dazu? Wie war die Vorgeschichte? Warum war - knapp zwei Jahre nach Brüsewitz, Kunze und Biermann - ausgerechnet Bahro der Auslöser für Ihre Aktion?
Bernd Albani: Im Herbst 1977 haben wir uns in einem Kreis, eigentlich einem literarischen Gesprächskreis, in Leipzig mit der »Alternative« von Bahro befaßt. Und zwar in dieser Kurzfassung, diesen sogenannten Vorträgen, die in hektographierter Form in der DDR kursierten. Ich war fasziniert von diesem Buch, von Bahros Gedanken, von seiner Analyse des realexistierenden Sozialismus und auch von seinen Versuchen, eine Perspektive aufzuzeigen. Davon, daß er mit dem Instrumentarium marxistischer Gesellschaftskritik den realexistierenden Sozialismus unter die Lupe nahm. Das fand ich mutig und wichtig, für uns in der DDR, um zu verstehen, was da eigentlich läuft. Natürlich war meine und die Anteilnahme vieler anderer auf seiner Seite. Nach dem anfänglichen Echo in den Medien wurde es stiller um ihn und es war eigentlich gar nichts mehr zu hören. Wir hatten die Befürchtung, daß man Bahro einfach totschweigen würde. Es war ja alles denkbar und möglich in der DDR, daß er irgendwo verschwand, ohne daß man in der Öffentlichkeit davon etwas hörte. Das hat mich zunehmend beunruhigt. Im Frühsommer war so ein Punkt, daß ich dachte, da muß man etwas machen. Das gab letzten Endes den Anstoß für diese Aktion.
Man kann nicht immer nur im internen Kreis über Solidarität reden, sondern muß damit irgendwann auch mal in die Öffentlichkeit gehen.
Horch und Guck: Wie hatten Sie die Aktion vorbereitet? Hatten Sie daran gedacht, eventuell mit anderen zusammen zu protestieren? Wußten Freunde davon? Waren Familienangehörige informiert?
Bernd Albani: Ich hatte mir überlegt, wie man das Risiko minimieren kann. Ich war kein Märtyrer; keiner, der in das offene Messer der Stasi laufen wollte. Von daher verbot es sich, mit anderen zusammen etwas zu machen, denn das war natürlich sofort staatsfeindliche Gruppenbildung und wurde entsprechend geahndet. Also blieb bloß eine individuelle Aktion übrig - für mich jedenfalls. Ich habe dann überlegt, wie ich es so machen kann, daß ich - meiner Meinung nach - durch die Gesetze und die Verfassung der DDR geschützt bin. Und kam dann auf diese Variante, daß ich meine Meinung äußere - was mir verfassungsmäßig zusteht - und daß ich das in der Form tue, daß ich ein Plakat nicht irgendwo draußen anbringe, sondern am Leib trage und damit meine Meinung kundtue.
Ich habe das meiner Frau nicht erzählt. Aus zwei Gründen: Auf der einen Seite, weil ich Angst hatte, falls es doch ungünstig ausgehen sollte, daß sie dann auch mit belastet wird - wir hatten ja auch noch vier kleine Kinder. Auf der anderen Seite, meine Befürchtung, daß sie es mir ausgeredet hätte. Ich wollte es aber, es war für mich selber wichtig.
Ich habe dann allerdings an dem gleichen Tag vorher noch eine Freundin informiert und sie gebeten, am späten Nachmittag zu meiner Frau zu gehen und, falls ich nicht wieder komme, es ihr zu erzählen.
Horch und Guck: Auf den MfS-Fotos, die von Ihnen nach der Aktion gemacht wurden, ist zu sehen, daß Ihr Schild eigentlich aus zwei Teilen besteht, nämlich eines auf der Brust- und das andere auf der Rückenseite: also ein Sandwichplakat.
Sind Sie damit gelaufen oder gefahren? Wie war Ihr Weg durch die Innenstadt von Leipzig? Haben Sie besonders intensive Erinnerungen an diesen Tag? Welche Zeit war es? Wie reagierten die Menschen, die Ihnen auf Ihrem Weg begegneten?
Bernd Albani: Intensive Erinnerungen habe ich natürlich. Das war an einem Nachmittag. Ich war vorher zu einer Vorlesung im Theologischen Seminar in der Mozartstraße und habe mir nach der Vorlesung auf dem Klo das Plakat umgehängt. Ich habe mir einen Regenumhang darüber gehängt, daß man das Plakat nicht sah und bin mit dem Fahrrad an den südlichen Teil des Rings, der die Altstadt begrenzt, gefahren. Dort bin ich abgestiegen und habe meinen Regenumhang abgemacht. Dann schob ich mein Fahrrad quer durchs Zentrum zum Hauptbahnhof. Es war schönes Wetter, viele Leute waren unterwegs, und da ich so um 17.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof festgenommen wurde, denke ich, daß ich etwa 20 Minuten vorher losgelaufen bin.
Einige, die das sahen - ich habe mir natürlich den Spaß gemacht die Reaktionen der Leute anzuschauen, ihre Mienen - waren erschrocken und guckten ganz schnell weg, andere schmunzelten. Es hat mich aber keiner angesprochen bis auf zwei Polen, so ziemlich am Ende meiner Tour, die wissen wollten, wer Bahro ist und das habe ich ihnen erzählt und bin dann weiter über den Fußgängerüberweg zur Westhalle des Hauptbahnhofes. Das hatte ich mir auch als Route vorgenommen: einmal quer durch die Innenstadt zu laufen und dann mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren.
Vor der Westhalle des Hauptbahnhofs bin ich dann festgenommen worden.
Horch und Guck: Wie kam es schließlich zur Verhaftung?
Bernd Albani: Es kamen vier Männer in Zivil auf mich zu, die mich umringten und belegten, was das für eine Schweinerei wäre und mir sagten, ich soll die Plakate abmachen. Ich antwortete: »Mach’ ich nicht.« Dann rissen sie mir die Plakate vom Leibe.
Das kriegten natürlich Leute mit, die vorbei gingen, es guckten welche, einer von den vieren ging hin und sagte, daß sie weiter gehen sollen. Dann meinten sie, ich solle meinen Ausweis zeigen. Ich sagte: »Nee, ich zeige meinen Ausweis nicht, weisen sie sich zuerst aus. Wer sind sie?« Darauf meinte einer, ja, sie wären DDR-Bürger, Arbeiter, die empört wären über eine solche Schweinerei.
Ich entgegnete, daß das ihre Sache wäre, wenn sie empört sind. Ich würde von meinem Recht auf Meinungsäußerung Gebrauch machen. Dann zeigte mir einer schließlich einen Ausweis von der Kriminalpolizei. Und ich sollte mitkommen zur Wache im Bahnhof. Sie packten mich an der Schulter, ich habe mich dann nicht weiter gesträubt, es war sowieso aussichtslos. Sie brachten mich auf die Wache der Transportpolizei, da war dann die erste Vernehmung, da ging die ganze Prozedur los.
Horch und Guck: Nun gibt es in dieser durchaus ernsten Angelegenheit ein kurioses Detail: Offensichtlich hatten Sie in der Aufregung beim Malen der Schilder den Vornamen verwechselt, denn der Text lautete: »Ich fordere Freiheit für Wolfgang Bahro!« Haben sich - nach der Verhaftung - aus diesem Umstand irgendwelche Irritationen beim MfS ergeben?
Bernd Albani: Ich hatte von Bahro nie etwas schriftliches in der Hand. Wir hatten immer von Bahro geredet. Ich wußte natürlich, daß er Rudolf hieß. In der Aufregung hatte ich den Namen falsch geschrieben.
Die waren ein bißchen irritiert bei der Vernehmung und fragten auch danach.
Horch und Guck: Der Hauptpunkt der Irritation war ja wohl gewesen, daß genau an diesem Tage auch der Prozeß gegen Bahro begann?
Bernd Albani: Ja. Von daher vermuteten sie zunächst, daß ich Kontakte hätte zu irgendwelchen Leuten, die das wußten. Als sie dann merkten, daß das nicht der Fall war, daß das reiner Zufall war, war ihr Interesse deutlich geringer.
Horch und Guck: War das Ihr erstes Zusammentreffen mit dem MfS, hatten Sie irgendwelche Erfahrungen im Umgang mit denen?
Bernd Albani: Glücklicherweise hatte ich die. Sonst wäre es für mich noch schlimmer gewesen. Ich bin Anfang 1978 von der Staatssicherheit zur Klärung eines Sachverhaltes bestellt worden. Es war praktisch eine Zeugenvernehmung im Zusammenhang mit der Inhaftierung eines Kommilitonen vom Theologischen Seminar, der wegen Verbreitung staatsfeindlicher Literatur verhaftet worden war. Da bin ich das erstemal vernommen worden, so daß mir dieser ganze Stil schon ein bißchen bekannt war.
Trotzdem ist das eine ganz andere Situation, wenn hinter einem die Zellentür zugeht und das Gefühl da ist, daß du ihnen nun völlig ausgeliefert bist.
Horch und Guck: Wie gingen die Vernehmungen vonstatten? Waren Sie in Einzelhaft? Wie waren die Haftbedingungen? Hatten Sie einen Rechtsanwalt? Konnten Sie Ihre Familie benachrichtigen? Gab es Solidarität mit Ihnen? Hat sich die Kirche - Sie waren ja Theologiestudent - für Sie eingesetzt?
Bernd Albani: Die ersten Tage war ich in Einzelhaft, dann kriegte ich einen Zellenkameraden. Er war wegen versuchter »Republikflucht« inhaftiert. Sein einziges Ziel war es, so wie er mir sagte, möglichst schnell rüberzukommen. Er spekulierte darauf, freigekauft zu werden. Es war ein bißchen angenehmer, jemanden zu haben, mit dem man mal reden konnte und »Mühle« spielen, oder »Mensch ärgere dich nicht«. Die Haftbedingungen waren, nach den Bestimmungen, die galten, korrekt. Aber unheimlich belastend war die Isolierung und die Summe der vielen Einzelheiten, durch die ein starker psychologischer Druck ausgeübt wurde. Angefangen davon, daß die Fenster der Zelle mit Glasbausteinen zugemauert waren und oben nur ein kleiner Schlitz war, wo Luft hereinkam, so daß man nicht mal ein Stück Himmel sehen konnte. Wir durften kein Schreibzeug haben. Wir kriegten einmal in der Woche zwei Bücher, konnten die aber die nicht auswählen, sondern bekamen sie so zugeteilt. Wir hatten schon ab 20.00 Uhr Nachtruhe, mußten dann liegen, durften die Decke nicht über den Kopf ziehen und wer etwa doch die Decke über dem Kopf hatte, wurde angeschnauzt. Wir durften am Tag nicht auf unseren Pritschen liegen. Nachts wurde alle viertel Stunde das Licht angemacht und einer guckte in die Zelle. Der sogenannte Freigang in der Stasi-U-Haft war nur kurz, etwa 20 Minuten (wir hatten ja auch keine Uhr), und man konnte nur ein Stück Himmel sehen und war an der frischen Luft, starrte aber ansonsten auch nur auf Mauern und war nur mit dem Menschen zusammen, mit dem man die Zelle teilte. Diese Isolation, das war schon sehr belastend.
Zur Frage der Reaktion der Umgebung: zum großen Teil hab ich das erst danach erfahren, als ich wieder draußen war, zum Teil auch aus Andeutungen in den Briefen meiner Frau. Das war für uns ein ganz schönes und wichtiges Erlebnis, was wir da so an Unterstützung und Solidarität erfahren haben, von Freunden, die kamen, die uns mit Geld unterstützt haben oder indem sie sich um die Kinder kümmerten. Aber auch von Leuten, von denen wir das nicht erwartet hatten, die uns relativ fern waren, die uns einfach so Zeichen geschickt haben oder da waren. Auch vom Theologischen Seminar, auch von den Dozenten, die durchaus unterschiedlich reagiert haben, manche auch mit Unverständnis, aber es gab in keiner Weise irgendwie den Versuch, meine Frau oder mich unter Druck zu setzen.
Mir ist eigentlich viel an Achtung, wenn auch nicht unbedingt an Verständnis, entgegengebracht worden.
Horch und Guck: Wie war es nach Ihrer Freilassung, gab es besondere Maßnahmen des MfS gegen Sie?
Bernd Albani: Nein, habe ich zumindest nicht wahrgenommen. Auflagen gab es nicht.
Horch und Guck: Hatten Sie - spätestens nach 1989 - persönlichen Kontakt zu Rudolf Bahro? War ihm Ihre Geschichte bekannt?
Bernd Albani: Ich habe ihn nur einmal persönlich gesehen, als ich im Neuen Forum war. Da kam er mal zu einer Sprecherratssitzung, Ende November oder Anfang Dezember 1989, da habe ich auch kurz mit ihm gesprochen, habe das auch kurz erzählt, aber wir hatten keine Zeit lange darüber zu reden.
Ich hatte mir vorgenommen, mich später mal in Ruhe mit ihm zu unterhalten, aber das ist dann »weggerutscht«.
Erst als die Nachricht von seinem Tod kam, voriges Jahr im Dezember, da ist mir das wieder bewußt geworden und ich dachte: Schade, zu spät...
Horch und Guck: Wie stehen Sie heute zu Bahro?
Bernd Albani: Ich halte ihn nach wie vor für einen faszinierenden Menschen, auch mit all den verwickelten Wegen, die er gegangen ist. Ich fand es gut, daß er sich im Westen gleich wieder politisch engagiert hat, eingemischt hat, bei den Grünen. Daß er dann zu den Bhagvan-Leuten ging, hatte mich zunächst geschockt. Ich dachte, na, da ist er wohl völlig auf eine andere Richtung abgeschwenkt. Aber das war er ja nicht, er kam ja wieder zurück, um bestimmte Erfahrungen reicher. Und dieser ganzheitliche und spirituelle Hintergrund für sein politisches Engagement, der in der letzten Zeit zunehmendes Gewicht bekam, das hat mich angezogen. Ich habe da nur begrenzt Zugang zu, aber denke schon, daß er eine ganz wichtige Seite dessen, was für die Gestaltung unserer Zukunft nötig ist, erahnt und beschrieben hat, zum Teil auch erlebt und gelebt hat.
So daß ich also, als einer, der in manchem ganz andere Denkansätze weiterverfolgt hat als er, mit großer Hochachtung von ihm sprechen kann. Und es sehr bedauere, daß ich die Chance, mit ihm näher in Berührung zu kommen, aus verschiedenen Gründen nicht wahrgenommen habe.
Horch und Guck: Was ist Ihre wichtigste persönliche Erfahrung, die Sie während oder aufgrund Ihrer Aktion gewonnen haben und die Sie bis heute nicht missen möchten?
Bernd Albani: Das eine ist eine negative Erfahrung: die Erinnerung an die Angst in diesen Mauern des MfS. Im nachhinein weiß ich ja, ich bin mit den 6 Wochen Knast glimpflich davon gekommen, es war alles nicht so schlimm.
Aber wenn man dort ist und weiß: ich bin denen ausgeliefert und die können mit mir machen was sie wollen - das war mir unheimlich schwer, damit umzugehen.
Was ich vor allem wollte, war rauszukommen. Und habe dann auch in einer anbiederischen Weise versucht, sie von meiner Harmlosigkeit zu überzeugen, wo mir, wenn ich das jetzt wieder in den Vernehmungsprotokollen lese, die Schamröte ins Gesicht steigt. Das ist eine wichtige Erfahrung für mich, die mich auch davor bewahrt, jetzt schnelle Urteile zu fällen, über Menschen, die dem Druck der Stasi nicht standgehalten haben. Die ja zum Teil ungleich härterem Druck ausgesetzt waren. Auf der anderen Seite, sehr reserviert zu sein gegenüber den Legenden, die einige, die z.B. Anfang 1988 inhaftiert wurden, verbreiten.
Wenn ich zum Beispiel an Veras (Vera Lengsfeld. Anm. der Red.) Geschichten denke, daß sie keine andere Wahl hatte, als in den Westen zu gehen, wenn sie das alles nur auf andere projiziert: sie sei von Rechtsanwälten betrogen worden.
Ich habe für jeden Verständnis, der in einer solchen Situation sagt: nee, ich habe keine Lust mehr hierdrin zu sein, ich ergreife jetzt eine solche Möglichkeit. Ich glaube ihr das einfach nicht, daß das überhaupt keine Rolle gespielt hat, bei ihr und bei anderen. Und da bin ich nun sehr kritisch gegenüber solchen Legenden. Ich empfinde es jedenfalls als Legenden, die da in die Welt gesetzt werden.
Positive Erfahrung: also ersteinmal, daß es Sinn macht für mich selber. Um mir selbst in die Augen blicken zu können. Etwas zu tun, was nicht unbedingt etwas bewirkt, zumindest unmittelbar nichts bewirkt. Protestieren, gangbare Wege des Widerstands zu gehen, daß das zunächst für mich selber wichtig ist, für mein Selbstwertgefühl. Daß wir in dem Zusammenhang viel an Sympathie, an Solidarität erfahren haben. Das sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.
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