HEFT 01/1999 | thüringen | SEITE 1

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Mit dem Erscheinen des hier vorliegenden Heftes vor Ostern sind wir noch genau in dem Zeit-Plan, den wir uns selbst für dieses Jahr gesetzt haben. Nach den Erfahrungen, die Sie in den vergangenen Jahren mit unserer unregelmäßigen Erscheinungsweise machten, ist diese Feststellung – vielleicht, um uns selber anzuspornen – einer besonderen Erwähnung wert.

Dieses Heft beschäftigt sich in erster Linie mit Themen der DDR-Geschichte und der deutschdeutschen Geschichte [Seiten 25ff. und 29ff.], die ihren Handlungsmittel- oder Ausgangspunkt in Thüringen haben.

Wir setzen damit die Reihe der Länder-Hefte fort und glauben, daß gerade in dieser Nummer – soweit ein solches Vorhaben überhaupt in einem Heft angemessen dargestellt werden kann – die ausgewählten Beiträge einen einigermaßen zutreffenden und verläßlichen Eindruck vom Gesamtbild des Geschehens vermitteln.

Besonders möchten wir auf die kleine Zitate-Auswahl von Walter Schilling hinweisen. Gleichzeitig geben wir aber zu bedenken, daß es sehr schwer ist, vielleicht sogar unmöglich, eine so lebendige und intensive Rede zu verschriften. Das Zustandekommen dieses Heftes – was das beherzte Aufgreifen der Idee, die konzeptionelle Beratung, das Heranschaffen der Texte und Bild-Vorlagen und die Redaktionsarbeit betrifft – verdanken wir in der Hauptsache dem unermüdlichen Zuspruch, dem Beistand und der Hilfe des Redakteurs der Jenaer Zeitschrift "Gerbergasse 18", Heinz Voigt, und – nicht zuletzt – des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen im Freistaat Thüringen, Jürgen Haschke.

Ohne die beiden wären wir alleine von dem Zeitdruck her ziemlich in Bedrängnis geraten und hätten uns rettungslos im tiefen, tiefen finsteren Thüringer Wald verirrt... – Danke!

In diesem Jahr, wie auch in dem kommenden, jähren sich die Wende-Ereignisse zum zehnten Mal und es ist abzusehen, daß uns die Medien mit dazu passenden oder unpassenden Beiträgen förmlich überschütten werden. Aus diesem Grund haben wir den Vorschlag einiger Leser aufgegriffen und damit begonnen, eine Art alternative Chronologie zu erarbeiten – nämlich zur Ergänzung, mitunter aber auch im Gegensatz zu den sogenannten historischen Highlights. Von Jörg Zickler wurde inzwischen eine Grundlage dafür geschaffen, die wir – mit entsprechenden Ergänzungen durch eine Datensammlung, die Sigrun Werner schon 1995 begonnen hatte – ab dem nächsten Heft veröffentlichen wollen.

Im Namen der Redaktion
Werner Kiontke

Inhaltsverzeichnis Heft 25