Heft 46/2004 | bausoldaten in der ddr | Seite 47 - 50

Filip Bloem

Über die Unteilbarkeit von Frieden

Unabhängige Friedensgruppen und Wehrdienstverweigerung in der Tschechoslowakei

Wenn von den Wechselwirkungen zwischen der ostdeutschen und der tschechischen Opposition die Rede ist, wird vor allem der Einfluss der tschechischen Seite betont. Der Prager Frühling zum Beispiel war für viele kritische DDR-Bürger eine große Hoffnung, und die gewaltsame Unterdrückung des tschechoslowakischen Re­form­programms hat bei vielen späteren Bürgerrechtlern zum inneren Bruch mit dem SED-Regime geführt. Auch später, in den achtziger Jahren, ließen sich Aktivisten der politisch alternativen Gruppen in der DDR von tschechischen Dissidenten inspirieren. So wurden Essays wie Václav Havels "Versuch, in der Wahrheit zu leben"1 intensiv rezipiert und die Bürgerinitiative Charta 77 stand Modell für die Initiative Frieden und Menschenrechte.2

Umgekehrt waren die Einflüsse geringer, nachweisen lassen sie sich dennoch. Als Mitte der achtziger Jahre friedenspolitische Themen wie Wehrdienstverweigerung in der Tschechoslowakei immer wichtiger wurden, galt die Situation in der DDR, wo es eine große unabhängige Friedensbewegung gab, manchen tschechischen Frie­dens­aktivisten als Vorbild.

Der Friedensbegriff der Tschechischen Opposition
Die Geschichten der tschechischen und der ostdeutschen Friedensbewegung kreuzten sich für einen kurzen Moment im Herbst 1984. Am 22. November erschien eine Protesterklärung gegen die angekündigte Stationierung von sowjetischen Atomraketen in der DDR und in der Tschechoslowakei. Von ostdeutscher Seite war die Erklärung unter anderem unterzeichnet von bekannten Frie­densaktivisten wie Bärbel Bohley, Katja Havemann und Ulrike Poppe, aus der Tschechoslowakei kamen die Unterschriften von Unterzeichnern der Charta 77 wie Jiří Dienstbier, Václav Havel und Petr Uhl.3 Trotz der gemeinsamen Erklärung besaß das Friedensthema in den oppositionellen Milieus beider Länder einen sehr unterschiedlichen Stellenwert. In der DDR waren viele Friedensgruppen, obwohl sie sich ursprünglich an innenpolitischen Themen wie dem umstrittenen Wehrkundeunter­richt entzündet hatten, stark an der westdeutschen Nachrüstungsdebatte orientiert. Als der Bundestag sich Ende 1983 definitiv für die Stationierung von NATO-Mittelstreckenraketen entschied, bedeutete das einen erheblichen Rückschlag für die unabhängigen Friedensgruppen in der DDR. Ein Gefühl von Resignation machte sich breit und viele Friedensaktivisten wechselten zu anderen Themen, wie Umweltproblematik oder Dritte Welt.

In der ČSSR hingegen hatte es bis dahin kaum so etwas wie eine unabhängige Friedensbewegung gegeben. Die wichtigste tschechoslowakische Oppositionsgruppe dieser Zeit, die Charta 77, orientierte sich in erster Linie an Menschenrechtsthemen und verstand sich selbst nicht als eine Friedensgruppe. Die Charta war aus sehr unterschiedlichen Fraktionen zusammengesetzt, die Beschränkung auf Menschenrechte bedeutete für sie einen Mini­malkonsens. Die Charta äußerte sich jedoch regelmäßig zur Friedenspolitik4 und hatte auch Kontakte zu westlichen Friedensgruppen aufgebaut. Vor allem Vertreter des linken Flügels der Charta, wie Jaroslav Šabata und der frühere Außenminister Jiří Hájek, standen den westlichen Friedensbewegungen sehr positiv gegenüber.5 Šabata war auch bekannt mit den kirchlichen Friedensgruppen in der DDR und sympathisierte mit dem von Rainer Eppelmann und Robert Havemann veröffentlichten ›Berliner Appell‹.6 Dass besonders Havemann in bestimmten Charta-Kreisen geschätzt wurde, geht aus einem kurz nach seinem Tode 1982 verfassten Charta-Dokument hervor, worin dieser ›tapfere Deutsche‹ von den Charta-Wortführern gewürdigt wurde’.7       

Die Friedensthematik blieb aber innerhalb der Charta umstritten. Die westlichen Friedensbewegungen erschienen manchen Chartisten als "nützliche Idioten", die mit ihrer Kritik an der westlichen Rüstung faktisch der Außenpolitik der Sowjetunion Beihilfe leisteten. Auch fürchtete man, dass die Thematisierung von Friedensfragen zu einer Vernachlässigung der Beschäftigung mit Menschen­rechtsverletzungen führen könnte. Um dieser Gefahr vorzubeugen, formulierte die Charta den Grundsatz der "Unteilbarkeit des Friedens", nachdem "man schlecht an die Aufrichtigkeit von Friedenspolitik glauben kann, wenn zugleich fundamentale Menschen- und Bürgerrechte unterdrückt werden und diese Unterdrückung verschwiegen oder sogar gutgeheißen wird. Lasst uns nicht vergessen, dass im Namen des Friedens viele schlechte Taten verübt wurden und werden."8

Schließlich vertraten andere Chartisten die Meinung, dass das Friedensthema durch die unermüdliche Frie­dens­propaganda des kommunistischen Regimes so verbraucht sei, dass es sich schlecht für oppositionelle Aktivitäten eigne. In seinem berühmten Essay "Anatomie einer Zurückhaltung" resümierte Václav Havel: "Wenn ein Bürger unseres Staates das Wort ›Frieden‹ hört, fängt er an zu gähnen".9

Besonders bei den älteren Generationen der tschechischen Dissidenten war diese Distanz gegenüber der Frie­dens­problematik historisch begründet: "Gerade als Bürger eines Staates, der Ende der 30er Jahren einen katastrophalen Preis bezahlt hat für seine Versuche, den Frieden um jeden Preis zu erhalten, wissen wir, dass das Wort Frieden bei weitem nicht eindeutig ist. [...]. Es kann Ausdruck von Resignation sein, vom Aufgeben menschlicher Würde und vom Ausverkauf aller menschlicher Werte im Namen selbstsüchtiger Selbsterhaltung".10 Auch leuchtete manchem die Fixierung auf Raketen nicht ein, da es, so der Charta-Wortführer Bedřich Placák, letztlich egal sei, ob "beide Blöcke die Welt nicht mehr vier, sondern  ›nur‹ noch dreimal vernichten können".11

Die Zweitrangigkeit des Friedensthemas verschwand aber nach der Ankündigung der sowjetischen "Nach-Nachrüstung", die unmittelbar auf den Bundestagsbe­schluss zur Stationierung folgte. Dieser Beschluss wurde von offiziellen Friedensorganisationen, wie dem Česko­slovenský Mírový Výbor [ČSMV; Tschechoslowakisches Friedenskomitee], das jahrelang gegen die westlichen Ra­keten Stimmung gemacht hatte, selbstverständlich begrüßt. In der Bevölkerung aber, die die seit der Niederschlagung des Prager Frühlings in der Tschechoslowakei stationierten sowjetischen Truppen als eine Besatzungsmacht betrachtete, löste die "›Nach-Nachrüstung‹" großen Unmut aus. Diese Unzufriedenheit rückte verstärkt Friedenthemen in den Mittelpunkt des Interesses und führte schließlich zur Etablierung von unabhängigen Frie­densgruppen. So stand ironischerweise der NATO-Nachrüstungsbeschluss, der in der DDR zu einer Schwächung der Friedensbewegung führte,12 in der ČSSR am Anfang der unabhängigen Friedensbewegung.

Unabhängigen Friedensgruppen und Wehr-dienstverweigerung in der Tschechoslowakei
Friedenspolitische Themen wurden vor allem von einer neuen Generation Dissidenten aufgegriffen, die Mitte der achtziger Jahre in Erscheinung trat, und die sich nicht in der Charta engagierte, sondern eigene Initiativen entwickelte. Sie war nicht so stark vom Prager Frühling geprägt, hatte kaum Erfahrung mit harten Repressionen und war daher wohl weniger gewillt, sich wie die Charta mit Petitionen zu begnügen. Obwohl die Charta in den Jahren zuvor zahlreiche Dokumente zur Friedensproble­matik veröffentlicht hatte, unternahm sie kaum Aktionen.13 Das hätte allerdings auch schlecht zur heterogenen Struktur der Charta gepasst. Ihre Geschichte war geprägt von Konflikten und Auseinandersetzungen um die Strategie, riskante Aktionen wie Demonstrationen waren vor diesem Hintergrund kaum konsensfähig.   

Die Entstehungsgeschichte der unabhängigen Frie­densbewegung in der Tschechoslowakei ist eng verbunden mit der alternativen, subkulturellen Szene. Diese Verbindung tritt ganz deutlich hervor bei den Gedenkfeier für John Lennon, dem am 8. Dezember 1980 erschossenen Musiker, der sich für pazifistische Initiativen eingesetzt hatte und so zu einer Symbolfigur der internationalen Friedensbewegung geworden war. Ort dieser Veranstaltungen war eine Mauer auf der Kampa Insel in Prag, die sich schon längere Zeit zu einem Treffpunkt für Andersdenkende entwickelt hatte. Seit dem Mord an Lennon trafen sich hier jedes Jahr einige Dutzende Leute, die Lieder von Lennon sangen, Kerzen entzündeten  und pazifistische Aufschriften auf die Mauer schrieben.14

Die Konjunktur von Friedensthemen in dieser ursprünglich eher unpolitischen Szene wurde laut Aussagen von Beteiligten gestärkt durch Informationen über die westeuropäischen Friedensbewegungen; es sollen aber auch Berichte über die ostdeutsche Friedensbewegung eine Rolle gespielt haben. Zur Politisierung trug zudem der Druck staatlicher Repressionen bei. Zuerst wurden vereinzelt an die Mauer geschriebene Sprüche unleserlich gemacht und aufgeklebte Fotos von Lennon zerrissen. Obwohl es Anzeichen gab, dass die Staatssicherheit hinter diesen Aktionen steckte, glaubten manche noch, dass die Zerstörungen zufällig waren. Als eines Tages aber die ganze Mauer frisch grün übermalt worden war, wurde es selbst den Zweiflern deutlich, dass die Behörden die "Lennon-Mauer" nicht tolerieren wollten, was bei den Teilnehmern der Gedenkfeier zu einem geschärften politischen Bewusstsein und vermehrten Engagement führte. Sie beteiligten sich dann auch an den Petitionen gegen die Stationierung von sowjetischen Raketen.15    

Dabei blieb es aber nicht. 1985 wurde die Gedenkfeier für Lennon Anlass zu einer spontanen Demonstration von ungefähr tausend Menschen die, unbehelligt von der völlig überraschten Polizei, das Zentrum von Prag durchzogen, pazifistische Lieder sangen und Losungen gegen die Regierung und die SS-20 Raketen riefen. Dieses Ereignis war eine Sensation in der Tschechoslowakei, wo es seit dem Prager Frühling kaum öffentlichen Protest in solchem Ausmaß gegeben hatte. Die Demonstration endete mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne,16 womit ein wichtiger Unterschied zu den ostdeutschen Verhältnissen angedeutet ist: der Protest gegen die sowjetischen Raketen ließ sich leicht mit nationaler Symbolik kombinieren.          

Neben den Protesten gegen die Raketen-Statio­nierung entwickelte sich die Wehrdienstverweigerung zu einem zentralen Thema der Friedensaktivisten. Wie in den meisten Ostblockländern musste in der Tsche­choslowakei jeder erwachsener Mann einen zwei­jährigen Wehrdienst ableisten, ohne die Möglichkeit eines zivilen Ersatzdienstes. Sensibilisiert durch die steigende Bedeutung von Friedensthemen empfanden immer mehr Jugendliche den Wehrdienst als eine Belastung und täuschten gesundheitliche Probleme vor, um sich  ihm zu entziehen. So simulierte der junge Schriftsteller Jachým Topol erfolgreich eine psychische Erkrankung und landete in einer psychiatrischen Einrichtung statt in der Armee, eine Strategie, die laut Topol in seinem Freundeskreis relativ üblich gewesen war.17

Die wachsende Bedeutung der Wehrdienstproble­matik für die junge Generation wurde auch von der Charta erkannt und 1986 in dem Dokument  "Raum für die junge Generation" angesprochen: "Die Erfahrung unserer Nachbarn, der DDR und der BRD, hat gezeigt, dass anderthalb Jahre für die adäquate Ausbildung von Wehrpflichtigen reichlich genügen. Wir schlagen deshalb vor, den Wehrdienst von 24 auf 18 Monate zu verkürzen. Und noch in einer anderen wichtigen Sache könnten unsere Nachbarn uns als Vorbild dienen: sowohl in der DDR als in Ungarn wird es respektiert, wenn einige junge Menschen aus Gewissensgründen keinen bewaffneten Dienst leisten wollen. Für diese Wehrpflichtigen wurde in der DDR ein alternativer Dienst eingerichtet."18 

Diese Darstellung der ostdeutschen Situation würde manchem Bausoldaten wohl allzu rosig erscheinen. Immerhin konnte man als Bausoldat beim Bau von militärischen Anlagen eingesetzt werden, musste eine Uniform tragen und das Gelöbnis leisten. Die Unzufriedenheit darüber, die zum Beispiel in der fehlgeschlagenen Initiative für einen sozialen Friedensdienst zum Ausdruck kam, wurde in der Tschechoslowakei aber kaum registriert, da die Vorteile der ostdeutschen Regelung klar waren. Dass gerade in der DDR, die ja nicht gerade für Liberalität bekannt war, die Möglichkeit bestand, einen alternativen Wehrdienst zu leisten, gab den Wehrdienstverweigerern in der Tschechoslowakei eine wertvolle Argumentationshilfe an die Hand.   

In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre bildeten junge Friedensaktivisten verschiedene Gruppen. Die wich­tigsten waren das Nezávislé Mírové Sdružení (NMS; Unabhängiger Friedensverband) und der Mírový Klub Johna Lennona (MKJL; Friedensklub John Lennon), die beide 1988 gegründet wurden. Besonders das NMS konzentrierte sich auf das Thema Wehrdienstverweigerung. Es gab eine Zeitschrift heraus, das NMS Bulletin, die über Wehrdienstverweigerer berichtete und Vorschläge für die Verkürzung des Wehrdienstes und die Einführung eines alternativen Ersatzdienstes veröffentlichte. Im Gegensatz zu vielen ostdeutschen Friedensgruppen war die Argumentation des NMS dezidiert rechtlich, es deutete das Fehlen eines Zivildienstes als einen "Widerspruch zu dem Menschenrecht auf Freiheit der Gedanken, des Gewissens und der Konfession, das in der von der ČSSR ratifizierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Internationalen Pakt über die bürgerlichen und politische Rechte festgelegt ist."19

Obwohl Wehrdienstverweigerung Ende der achtziger Jahre ein zentrales Thema der mittelosteuropä­ischen Friedensgruppen wurde, blieb die Vernetzung der verschiedenen Initiativen meistens in den Anfängen stecken. Organisationen wie das Europäische Netzwerk für den Ost-West Dialog versuchten Kontakte zwischen den verschiedenen Friedensgruppen in Ost und West herzustellen und Ideen und Ansätze zu vermitteln, aber da die osteuropäische Friedensaktivisten in der Regel keine Ausreisegenehmigung bekamen, mussten sie sich von emigrierten Sympathisanten vertreten lassen. Die kommunistischen Geheimdienste bemühten sich mit sehr viel Aufwand, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu verhindern. Daher mussten diese Kontakte oft indirekt bleiben und gingen nicht über gemeinsame Petitionen hinaus. 1988 zum Beispiel unterzeichneten Friedensaktivisten aus der Sowjetunion, Jugoslawien, Ungarn, Polen, DDR und Tschechoslowakei einen offenen Brief an die Nachfolge-Konferenz der KSZE, worin für die Anerkennung des Rechtes auf Wehrdienstverweigerung plädiert wurde.20

Anlässlich dieser Initiative stellte Petr Uhl noch einmal fest dass es "für die Tschechoslowakei ein Fortschritt [wäre], wenn es wenigstens die Bausoldaten geben würde oder die Möglichkeit, aus Gewissensgründen den Wehrdienst nicht anzutreten, wie in Polen."21 Das NMS knüpfte tatsächlich Verbindungen  mit der polnischen Gruppe Wolność i Pokój (WiP; Freiheit und Frieden).22 Es "adoptierte" polnische Wehrdienstverweigerer und organisierte einen Hungerstreik für einen von ihnen, der im Gefängnis saß.23 Auch wollte das NMS das polnische Wehrgesetz übersetzen lassen, um damit in der Tschechoslowakei für ein vergleichbares Gesetz zu werben.24 Das NMS versuchte wiederholt mit Organisationen wie dem ČSMV oder dem Socialistický svaz mládeže (SSM; Sozialistischer Jugend­verband) ins Gespräch zu kommen. Obwohl es zu vereinzelten Begegnungen von Mitgliedern der NMS und der Charta mit Vertretern der offiziellen Friedensorgani­sationen kam25, wurden die oppositionelle Gruppen letzt­endlich nicht als offizielle Gesprächspartner akzeptiert. Doch diese Treffen dürften dazu beigetragen haben, dass man auch in offiziellen Kreisen anfing, sich Gedanken über eine Reform des Wehrdienstes zu machen. Zu einer Änderung des Wehrdienstgesetzes sollte es aber erst nach dem Regimewechsel kommen.26

Fazit
Seit dem KSZE-Prozess konnten die kommunistischen Regimes den von oppositionellen Gruppen unternommenen Austausch von Ideen über Grenzen hinweg nicht mehr völlig blockieren. Trotz der ständigen Bekämpfung von internationalen Kontakten ist die Verbreitung ähnlicher Themen wie die Wehrdienstverweigerung unübersehbar und zeugt von der internationalen Dimension, die die Opposition im Ostblock in dieser Zeit hatte. Die ostdeutsche Friedens- und Bausoldatenbewegung wirkte dabei zum Teil als Inspiration für andere Gruppen. Das ist ein Befund, der die weit verbreitete Annahme, die ostdeutschen politisch alternativen Gruppen haben nur von den Mittelosteuropäern gelernt, relativiert.

Filip Bloem, MA, geboren 1973, Studium der Geschichte an der Universität von Amsterdam, Doktorand an der Universität Leiden/Niederlande.

1    Václav Havel, Versuch, in der Wahrheit zu leben: von der Macht der Ohnmächtigen, Reinbek 1980.
2    So erinnerte sich Gerd Poppe, einer der Gründer der IFM: "Sichtbarster Ausdruck des Einflusses der Charta 77 wurde die Gründung der ›Initiative Frieden und Menschenrechte‹ (IFM)." Gerd Poppe, "Begründung und Entwicklung internationaler Verbindungen", in: Eberhard Kuhrt, Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft,  Opladen 1999, S. 349-377 (360).
3    "Společné prohlášení nezávislých obránco míru v NDR a v ČSSR", Informace o Chartě 77 11 (1984) 18-19. Die Erklärung wurde außerdem unterzeichnet von Traudl Kulikowski, Antje Böttger, Martin Böttger, Gisela Metz, Stefan Bickhardt, Werner Fischer, Elisabeth Gibbels, Jutta Seidel, Anne Quaßdorf und Irena Kukutz (DDR) sowie von Petr Cibulka, Jaroslav Mezník, Radim Palouš, Karel Freund, Jan Ruml, Jaroslav Šabata, Eva Kantůrková, Anna Šabatová, Jan Kozlík, Petruška Šustrová, Ladislav Lis, Václav Malý und Anna Marvanová (ČSSR).
4    Eine Auswahl der Charta-Dokumente zur Friedenspolitik ist publiziert in: Jan Kavan und Zdena Tomin, Voices from Prague. Documents on Czechoslovakia and the peace movement, London 1983.
5    Jiří Hájek, Paměti, Prag 1997, S. 327-328.
6    Jaroslav Šabata, "Dopis - Vážený Edwarde Thompsone" in: Charta 77 o míru (1983) 105-133.
7    Charta 77, "Poselství solidarity mírovému hnutí v NDR" [Dokument 18/82], in: Vilém Prečan ed., Charta 77 1977-1989. Od morální k demokratické revoluci, Scheinfeld-Schwarzenberg und Bratislava 1990, S. 238.
8    Charta 77, "O nedělitelnosti míru" [Dokument 13/82] in: Prečan ed., Charta 77, S. 236-237.
9    Václav Havel, "Anatomie jedné zdrženlivosti" (1985) in: Václav Havel, Spisy 4. Eseje a jiné texty z let 1970-1989. Dálkový výslech, Prag 1999, S. 523-561 (526). Deutsche Version in: Václav Havel, Am Anfang war das Wort. Texte von 1969 bis 1990, Reinbek 1990.
10    Charta 77, "Dopis Charty 77 k pokračování madridských jednání signatářů helsinského závěrečného aktu konference o bezpečnosti a spolupráci v Evropé" [Dokument Nr. 29/82].
11    Bedřich Placák, "Peace and freedom", Index on censorship 13 (1984) nr.1, 34-35, 34.
12    Dass der Nachrüstungsbeschluss zu einer geringeren Popularität von Friedensthemen in der DDR geführt hat, wird von verschiedenen Studien bestätigt. Vgl. Erhard Neubert, Geschichte der Opposition, S. 502; von zur Mühlen, Aufbruch und Umbruch in der DDR, S. 72-73.
13    Vilém Prečan, "Charta 77, její vztah k otázkám míru a války a k soudobým mírovým hnutím" in: Vílém Prečan, V kradeném čase. Výběr ze studií, článků a úvah z let 1973-1993, Prag und Brno 1994, S. 223-243 (238).
14    Die Geschichte dieser Treffen wird ausführlich beschrieben in: Petr Blažek, Roman Laube und Filip Pospíšíl, Lennonova zed’ v Praze. Neformální shromáždění mládeže na Kamp 1980–1989, Prag 2003.
15    Petr Blažek, "Dejte šanci míru! Pacifismus a neformální mírové aktivity mládeže v Československu 1980-1989" in: Miroslav Vaněk ed., Ostrůvky svobody. Kulturní a občanské aktivity mladé generace v 80. letech v Československu,  Prag 2002, S. 11-105 (20-22).
16    Blažek, "Dejte šanci míru!", S. 24-26.
17    "Savonarola s ribanou. Kádrový dotazník Jáchyma Topola" in: Petr Placák, Kádrový dotazník, Prag 2001, S. 315-326 (319-320).
18    Charta 77, "Prostor pro mladou generaci" in: Prečan ed., Charta 77, S. 286-293.
19    NMS, "Dopis č. 2. K 15. 5. - Mezinárodnímu dni odpiračů vojenské služby z důvodů svědomí", Informace o Chart 11 (1988) nr. 10, S. 18.
20    "Výzva následné schůze Konference pro bezpečnost a spolupráci v Evrop ve Vídni", Informace o Chartě 77 11 (1988) nr. 1, S. 4-5.
21    T.A. [Petr Uhl], "Odpírání vojenské služby z důvodů svědomí ve východní Evropě", Informace o Chartě 77 11 (1988) nr. 7, S. 12-14.
22    Hana Marvanová, Luboš Vydra und Tomáš Dvořák, "Za budoucnost má zodpovědnost každý’. Rozhovor s aktivisty Nezávislého mírového sdružení Hannou Marvanovou, Lubošem Vydrou a Tomášem Dvořákem", Revolver Revue (1988) nr. 11.
23    "Dopis nezávislého mírového sdružení Polsko-čs. Solidaritě", Informace o Chartě 77 11 (1988) nr. 12, S. 7.
24    "Informace ze schůzky aktivistů Nezávislého mírového sdružení" in: Securitas Imperii 3, www.mvcr.cz/policie/udv/securita/sbornik3/d09.html.
25    "Návštěva členů NMS na Čs. mírovém výboru", Informace o Chartě 77 11 (1988) nr. 10, S. 19-20. "Signatáři Charty 77 na oficiálním mírovém setkání", Informace o Chartě 77 11 (1988) nr. 10, S. 19-20.
26    Blažek, "Dejte šanci míru!", S. 60-63.

 

 

 

 

 

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