Heft 48/2004 | Themen | Seite 37 - 42

Thomas Speckmann

Ein CDUD-Funktionär der ersten Stunde in Thüringen

Hugo Dornhofers Widerstand gegen die Gleichschaltung der Ost-CDU

Zu den bekannteren christlich-demokratischen Gewerkschaftern und Politikern Deutschlands gehörte Hugo Dornhofer nicht. Auch in Thüringen, seiner wichtigsten Wirkstätte, weiß man heute nur wenig über ihn. Sein Leben gerät in Vergessenheit, obwohl es in mancherlei Hinsicht bemerkenswert war. Denn Dornhofer ist vieles von dem widerfahren, was seine Zeit an Hoffnungen, an Ungerechtigkeit und Brutalität bereit hielt. Sein Lebensweg ist beispielhaft für ein deutsches Schicksal vor dem Hintergrund der totalitären Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Vor allem Dornhofers kompromissloser Widerstand gegen die Gleichschaltung der Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Re­publik (DDR) kann als eine der rühmlichen Ausnahmen von der unter den Christdemokraten Ostdeutschlands verbreiteten Anpassung an das Regime der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gelten.

Hugo Dornhofer wurde am 14. November 1896 in der Steiermark geboren; als Sohn eines Straßenwärters wuchs er in Oberfeistritz auf, erlernte das Tischlerhandwerk und diente im Ersten Weltkrieg an der Alpenfront. Zurück aus der Kriegsgefangenschaft, arbeitete er 1920/21 als Sekretär bei den christlichen Gewerkschaften in Graz und Kla­genfurt. 1921 zog er nach Heiligenstadt in die Heimat seiner Frau um und war dort von 1923 bis 1924 als Bezirkssekretär des Zentralverbandes der Landarbeiter in Heiligenstadt sowie ab 1926 in gleicher Stellung für die christlichen Tabakarbeiter tätig. Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen und die Gewerkschaften aufgelöst hatten, wurde Dornhofer entlassen, war einige Zeit arbeitslos und während des Krieges als Bauaufseher im Konzentrationslager Mittelbau-Dora zwangsverpflichtet.

Nach Kriegsende beteiligte sich Dornhofer maßgeblich am Aufbau der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDUD) in Thüringen, speziell im Eichsfeld. In der Folgezeit wurden ihm zahlreiche Aufgaben übertragen: Dornhofer wurde mehrmals zum Vorsitzenden des Kreisverbandes Worbis gewählt, war stellvertretender und zeitweise amtierender Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Heiligenstadt, dort Vorsitzender des antifaschistischen Ausschusses im Block demokratischer Parteien, Mitglied und Vorsitzender des Kreisbeirates und der beratenden Kreisversammlung, dann des Kreistages im Landkreis Worbis, Mitglied im Hauptausschuss der Ost-CDU und Abgeordneter im Weimarer Landtag, dort Mitglied im Ältestenrat, im Rechts- und Rekursausschuss sowie Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Volksfürsorge, schließlich Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Einheitsgewerkschaft im Eichsfeld und Verwaltungsdirektor der Allgemeinen Ortskrankenkasse, danach der Sozialversicherungskasse (SVK) in Heiligenstadt.

Unter Dornhofers Leitung wurde die Union im Kreis Eichsfeld mit rund 7.000 Parteimitgliedern zur stärksten politischen Kraft. Bei den ersten Wahlen im Herbst 1946 errang die CDUD eine Zweidrittelmehrheit. Aufgrund seiner Weigerung, sich dem "fortschrittlichen", SED-konformen Kurs seiner Parteiführung anzuschließen, geriet Dornhofer wiederholt mit Sowjets und "Sozialisten" in Konflikt, wurde verleumdet und wegen seiner Bekenntnisse zum bereits abgesetzten Jakob Kaiser, dem ehemaligen Parteivorsitzenden der Ost-CDU, durch die Staatssicherheit am 26. Juli 1952 verhaftet. Nach monatelanger Untersuchungshaft verurteilte ihn am 4. März 1953 ein politisches Tribunal in Erfurt zu zwölf, seinen Sohn Ignaz im Sinne von Sippenhaftung zu sechs Jahren Zuchthaus, die sie in den Strafvollzugsanstalten Untermaßfeld und Waldheim antraten.

Bereits 1956 wurden sie jedoch infolge einer Amnestie entlassen. Trotz beruflicher Perspektiven im Westen blieb Hugo Dornhofer aufgrund familiärer Bindungen und innerlich getrieben von einem religiös bedingten Opfer- und Märtyrergeist als Symbol des Widerstandes in Heiligenstadt. Politische Isolation war die Folge. Seine Familie versorgte er durch Gelegenheitsarbeiten als Hausmeister und Gärtner bei den Heiligenstädter Schulschwestern. Gezeichnet von den während der Haft erlittenen Strapazen, starb Dornhofer nach mehreren Krankenhausaufenthalten am 5. April 1977.

Aufbau der Ost-CDU
Politisch profitierte Dornhofer von der Renaissance der katholischen Kirche auf dem Eichsfeld, die 1945 ein intaktes weltanschauliches Orientierungssystem anbieten sowie Trost, seelischen Halt und Sinndeutung für das Nachkriegselend spenden konnte. Als entschiedener Gegner und Verfolgter des nationalsozialistischen Regimes galt er als unanfechtbarer Interessenvertreter gegenüber den Besatzungsmächten und genoss in der Bevölkerung dementsprechendes Vertrauen. Gemäß seiner bisherigen politischen und gewerkschaftlichen Laufbahn in der Zentrumspartei und in den christlichen Gewerkschaften begeisterte sich Dornhofer für die Idee der Gründung einer interkonfessionellen christdemokratischen Partei, die seinem Ideal von einer Partei der Werktätigen entsprach. Gemäß seiner tiefen Verwurzelung im christlichen Arbeiter- und Gewerkschaftsmilieu schloss er sich Jakob Kaisers Programmatik eines "Sozialismus aus christlicher Verantwortung" an. Dieser sah eine außenpolitische "Brückenfunktion Deutschlands" zwischen Ost und West vor, die sich im Innern in der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Umgestaltung des Landes widerspiegeln sollte.

Ausgehend von den Grundsätzen der christlichen So­zial­tradition – Personalismus, Subsidiarität und Solidarität – und von der Ablehnung dogmatisch-marxistischer Auffassungen – materialistisches Weltbild, Klassenkampf und Diktatur des Proletariats –, nahm Dornhofer die Idee eines "Christlichen Sozialismus" als "dritter Weg" zwischen Kapitalismus und Sozialismus an. Seinem politischen Handeln lagen somit die christdemokratischen Grund­anschauungen der Nachkriegszeit zugrunde, die zu einer scharfen politischen Waffe geworden waren. Denn die ihnen immanente Forderung nach Freiheit und Selbstbestimmung des einzelnen lief den Gleichschaltungsbe­strebungen von SED und Sowjetischer Militäradminis­tration in Deutschland (SMAD) zuwider.

Abgeordneter im Thüringer Landtag
Nach seinem überragenden Erfolg bei den Kommunalwahlen im September 1946 – die Union hatte ihr bestes Ergebnis im Landkreis Worbis erreicht, wo sie mehr als das Doppelte der SED-Stimmen erhalten hatte – empfahl sich Dornhofer für höhere Aufgaben. Da sein Parteiverband auch bei den Landtagswahlen im Oktober das weitaus höchste Resultat der CDUD mit deutlich über 60 Prozent der Wählerstimmen erzielt hatte, zog er in den Thüringer Landtag ein.

Über seine Tätigkeit auf Landesebene hinaus hatte Dornhofer jedoch keine weitergehenden politischen Ambitionen. Der milieuverankerten Grenzen seines politischen Aktionsradius zeigte er sich durchaus bewusst, zumal die SMAD seinen Handlungsspielraum von Beginn an massiv einengte. Bereits 1945 hatten die Sowjets den institutionellen Rahmen festgelegt, in dem sich die Parteien bewegen durften. Wie die Landesverwaltungen waren auch die Verwaltungsorgane auf Kreis- und Kommunalebene strikt an die Weisungen der Kommandanturen gebunden. Eigenständige Beschlussfassungen waren den Landtagen verboten.

Dornhofer ist zu jenen Abgeordneten zu zählen, die die bis zur endgültigen Gleichschaltung der Landtagsfrak­tionen – trotz allen kommunistischen Drucks – verbliebenen kleinen Freiräume im politischen Bereich bewogen, ihr Mandat wahrzunehmen. Obwohl eine freie parlamentarische Arbeit der Fraktionen von CDUD und Liberal-Demokratischer Partei Deutschlands zu keinem Zeitpunkt möglich war, vermochten sie doch zumindest bis 1948 den Landtag als Podium ihrer politischen Alternativen zu nutzen und in begrenztem Maße rechtsstaatliche Prinzipien in die Gesetzgebung des Landtages einzubringen. So war beispielsweise bei den Beratungen zur Ausarbeitung der Thüringer Landesverfassung, die zu den ersten und zweifellos wichtigsten Aufgaben des Landtags gehörte, ein Konflikt zwischen SED und CDUD vorprogrammiert. Zu den zentralen verfassungspolitischen Grundprinzipien der Sozialisten gehörten die Betonung der "Volkssouveränität", die insbesondere von der Union abgelehnte "Omnipotenz des Parlaments" und die kategorische Ablehnung der Gewaltenteilung.

Ihrem Selbstverständnis als christliche Partei verpflichtet, engagierte sich die CDUD vor allem auf den Gebieten der Volksbildung und der reli­gionspolitischen Bestimmungen. Daneben standen Fragen des rechtsstaatlichen Schutzes der Bürger sowie die Bejahung des Verfassungsprinzips der Gewaltenteilung im Mittelpunkt der verfassungspolitischen Initiativen.

Eklat im Streit um die Thüringer Landesverfassung
Die Sozialisten hatten bereits Ende November 1946 ihren Entwurf für eine Verfassung in den Landtag eingebracht und drängten auf seine rasche Verabschiedung. Die Sowjetische Militäradministration in Thüringen (SMATh) und die SED wollten ein Exempel für die anderen Länder der SBZ statuieren. Die Vertreter der Union im für Verfas­sungsfragen zuständigen Rechtsausschuss, Karl Magen, Vizepräsident des thüringischen Oberlandesgerichts und zugleich Fraktionsvorsitzender der Union, der Erfurter Pfarrer Johannes Mebus und Hugo Dornhofer, versuchten vergeblich, den verspätet eingetroffenen Entwurf des CDUD-Zonenvorstandes noch in die Beratungen einzubringen; sie mussten sich mit rund 50 Änderungsanträgen zufrieden geben, die sie dem Entwurf entnommen hatten. Zeitlich und inhaltlich befand sich die Union daher ständig in einer Defensivposition.

Zum öffentlichen Eklat kam es, als am 19. Dezember der Verfassungsentwurf des Rechtsausschusses, den die CDUD als einzige Partei abgelehnt hatte, im Plenum des Landtages beschlossen werden sollte: Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Verfassungsberatungen im zentralen Demokratischen Block beantragte Johannes Mebus, die Abstimmung zu verschieben. Da dieser Antrag abgelehnt wurde, verließ die Fraktion der Union demonstrativ den Sitzungssaal und verweigerte nach ihrer Rückkehr die Mitarbeit.

Nachdem die Union der SED in langwierigen Verhandlungen im Ältestenrat unter Beteiligung von Vertretern der SMATh zumindest einige Elemente bürgerlich-demokratischer Verfassungstradition abgerungen hatte, wurde die Thüringer Landesverfassung am 20. Dezember einstimmig verabschiedet. Pro forma verankern lassen hatten die Sozialisten in der Verfassung bürgerliche Grundrechte als "Grenzen der Staatsgewalt", die Festlegung des passiven Wahlalters auf 23 anstatt auf 21 Jahre, die Schaffung eines Verfassungsprüfungsausschusses, die Unabsetzbarkeit der Richter, eine Verwaltungsgerichtsbarkeit, die Garantie des Privateigentums, ein elterliches Mitspracherecht bei der schulischen Erziehung der Kinder sowie das Recht der Religionsgemeinschaften auf Erteilung des Religionsun­terrichtes in öffentlichen Schulen. Zugeständnisse, die die Machtlosigkeit der beiden nichtkommunistischen Land­tagsfraktionen bei den Beratungen zur Landesverfassung noch notdürftig verdecken konnten.

Die politische Handhabung der Verfassung und die Entmachtung der Länder ab 1947/48 durch zentrale Verwaltungs- und Regierungsinstanzen sollten die Konzessionen der SED an die Union jedoch schnell wieder zunichte und die tatsächlichen parlamentarischen Machtverhält­nisse unübersehbar deutlich machen. Die eigentlichen Entscheidungen wurden immer mehr in die Ausschüsse verlagert, wo SED und SMATh, unbeobachtet von der Öffentlichkeit, ihre politischen Vorstellungen umsetzen konnten.

Kooperation und Konfrontation
Wie auf kommunaler Ebene setzte sich Dornhofer auch in seinen Stellungnahmen zu aktuellen politischen Fragen im Thüringer Landtag durchgehend für eine konstruktive und sachliche Zusammenarbeit aller Parteien im Interesse eines wirtschaftlichen Aufschwungs Thüringens ein und plädierte dafür, dass Anträge "entweder von den Blockparteien gemeinsam gestellt werden oder dass die einzelnen Fraktionen das gemeinsam machen. ... Es wird die Einmütigkeit und Einheitlichkeit unserer Arbeit nur fördern, und den Nutzen haben ja nur diejenigen, für die wir zu arbeiten uns verpflichtet haben." In Wirtschaftsfragen bescheinigte Dornhofer allen Abgeordneten eine "versöhnliche und sachkundige Art" in der Debattenführung.

Sogar den Sozialisten gegenüber agierte Dornhofer recht moderat. Anlässlich der einstimmigen Wahl von Landespräsident Rudolf Paul (SED) zum ersten Ministerpräsidenten durch den Thüringer Landtag am 4. Dezember 1946 wertete Dornhofer die Zustimmung der CDUD als einen "ganz besonderen Vertrauensbeweis" für Paul: "Es soll ein Zeichen unserer Billigung sein, dass wir bereit sind, gemeinsam zusammenzuarbeiten, unsere Kräfte zur Verfügung zu stellen zur Unterstützung für die schweren Aufgaben, die die kommende Regierung haben wird. Wir wollen es in diesem Sinne gewertet haben und aussprechen, dass wir alles tun werden, was in unserer Macht liegt, damit die Regierungsbilanz, die dann vor sich gehen muss und die schwere Arbeit, die der Herr Ministerpräsident Dr. Paul auf sich nimmt, zum Segen des Landes und des ganzen Volkes sich auswirken wird."

Ein Verhalten Dornhofers, das durchaus dem erklärten Ziel der Sozialisten entsprach, den "Blockgedanken" zu vertiefen und zur demokratischen Legitimierung ihrer Politik zu nutzen. Trotz zahlreicher negativer Erfahrungen im Umgang mit der SED könnte hier noch die Überzeugung von den antifaschistisch-demokratischen Gemeinsamkeiten aller Parteien überwogen haben, wie sie vielfach in Kreisen der CDUD festzustellen war. Mit dieser nicht zuletzt durch den mittelbaren wie unmittelbaren Druck der Besatzungsmacht erzwungenen, teilweise aber auch überkommenen rechtsstaatlichen Traditionen verpflichteten Po­sition der bürgerlichen Parteien waren die totalitären Ansprüche der SED allerdings nicht abzuwehren.

Fühlte sich Dornhofer jedoch von den Sozialisten in politischen Fragen bevormundet, zögerte er nicht, diese scharf zu kritisieren und die Blockpolitik in Frage zu stellen, so am 30. Mai 1947 im Plenum des Landtages: "Die CDU, die im politischen Leben ebenso verantwortungsbewusst wie die anderen Parteien mitarbeitet, lehnt es ab, sich von der SED belehren zu lassen. Eine Wiederholung ähnlicher Vorfälle würde nach unserer Ansicht den Bruch der Blockpolitik bedeuten."

Konflikte mit der Besatzungsmacht
Als Gründungsmitglied der CDUD, einer Partei, die nach der Zerschlagung des NS-Regimes christliche und demokratische Traditionen in der SBZ verkörperte, zeigte sich Dornhofer nicht bereit, die Errichtung einer neuen, dieses Mal kommunistischen beziehungsweise sozialistischen Diktatur widerstandslos hinzunehmen. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Ost-West-Konfrontation und gestärkt und ermutigt durch seine Wahlerfolge, wuchs er in die Führungsrolle beim Kampf um die Selbstbe­hauptung der Eichsfelder Union hinein. Der Bruch mit den "fortschrittlichen" Kräften seiner Partei war somit vorprogrammiert, zumal Dornhofer bis zum Ende seiner politischen Laufbahn auf der Eigenverantwortlichkeit der CDUD beharrte. Weder Bestechungsversuche noch massive Drohungen zeigten bei ihm Erfolg.

Zumindest bis zu seiner Absetzung als amtierender Landesvorsitzender gelang es Dornhofer, der sich auf­grund seines pluralistischen Demokratieverständnisses westlicher Prägung nicht dem Totalitätsanspruch der SED beugen wollte, die Partei auf dem Kurs der "alten" CDUD Kaisers zu halten, sie vor der drohenden Gleichschaltung zu bewahren und ihre demokratische Selbstbestimmung zu sichern. Die Folge war ein angespanntes Verhältnis zu Gardegeneralmajor Iwan Sosonowitsch Kolesnitschenko, der als Stellvertreter für zivile Angelegenheiten und Chef der Verwaltung die Nr. 2 in der SMATh war. Kolesnit­schenko hatte u.a. gefordert, daß dem Landesvorstand die Vollmachten eines Landesparteitages zugestanden werden sollten. Damit hätte sich der Vorstand über Parteitagsbeschlüsse einfach hinwegsetzen und eigenständig in die Tagespolitik eingreifen können. Dornhofer, der nach dem überraschenden Tod des Landesvorsitzenden Otto Schnei­­der am 25. Juli 1947 dessen Geschäfte übernommen hatte, wertete dies als einen Angriff auf die Demokratie und vereitelte den Versuch der Sowjets, die Befugnisse des Landesvorstandes auszudehnen.

Schrittweise Gleichschaltung der CDUD
Neben der SMATh entwickelte sich die SED zur zweiten großen Bedrohung für die CDUD. Mit Hilfe der von ihnen kontrollierten Sicherheits- und Justizorgane und in enger Zusammenarbeit mit der SMAD setzten die Sozialisten vor allem die Basis der Union unter Druck. Ein Vorgehen, dem sich schließlich auch Dornhofer nicht mehr gewachsen zeigte. Dabei vollzog sich die Veränderung von Funktion, Organisation und Programmatik der CDUD sowohl durch Umwälzungen innerhalb der Partei als auch durch eine schrittweise Umwandlung der grundlegenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der SBZ/DDR.

Die Frage der Bodenreform Ende 1945, die "Kaiserkrise" 1947/48, die Gründung der DDR und die Verschiebung der Wahlen 1949 markierten einzelne innenpolitische Zäsuren in diesem Gleichschaltungsprozess, der außenpolitisch von den Auseinandersetzungen um die deutsche Frage bestimmt wurde. Als sich eine vorerst endgültige Teilung Deutschlands abzeichnete, forcierten SMAD und SED die Stalinisierung der SBZ/DDR nicht nur in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher, sondern zugleich in politischer Hinsicht. Die Abkehr von gesamtdeutschen Optionen ließ die bürgerlichen Parteien in ihrer Bedeutung für die Sowjets sinken und verstärkte den Anpas­sungsdruck zusätzlich. Im Fall der Thüringer CDUD hatten innerparteiliche Führungskrisen den Gleichschal­tungs­prozess entscheidend beschleunigt.

Opposition gegen die eigene Partei
Dornhofer war Realist genug, die absolute Befehlshoheit der SMATh mit allen aus ihr folgenden Konsequenzen in den Verhandlungen auf den Kommandanturen als feststehende Tatsache anzuerkennen. Gemäß seiner normativen Politikauffassung verstand er sich als Mittler zwischen Parteibasis und Besatzungsmacht. In Anlehnung an Jakob Kaisers Brücken-Konzeption zeigte sich Dornhofers Wirken immer an einer Wiedervereinigung Deutschlands orientiert. Dabei unterschätzte er allerdings den Ost-West-Konflikt in seinen globalen Dimensionen, seiner Intensität und den Auswirkungen auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft.

Wie Kaiser zeigte Dornhofer wenig Gespür für den historischen Bankrott des deutschen Nationalstaates und die Chancen seiner Renaissance nach 1945. Als Verfolgter der nationalsozialistischen Diktatur teilte er nicht die Schuldgefühle, die viele Politiker zu einer defensiven Haltung gegenüber den Siegermächten veranlassten, sondern fühlte sich legitimiert, von den Sowjets eine Demo­kratisierung Deutschlands einzufordern. Mit seiner Weigerung, politische Realitäten zu akzeptieren, die elementaren deutschen Interessen widersprachen, ist Dornhofer als Vertreter jener Bevölkerungsteile anzusehen, die nicht alle Konsequenzen aus der Niederlage zogen.

Als die innere Entwicklung der SBZ ab 1947 den politischen Spielraum der CDUD weiter einengte, hielt Dornhofer im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen an der alten Kaiser-Linie fest. Er geriet daher immer häufiger in Opposition zu seiner eigenen Partei. Aus dem parteiinternen Konflikt um den zukünftigen Kurs der Union ging Dornhofer als Verlierer hervor. Für die Partei war er in seinen Funktionen nun nicht mehr tragbar; er wurde Opfer einer "Selbstreinigung" der CDUD, in der kritische Stimmen durch prokommunistische Funktionäre ersetzt wurden: Am 16. September 1947 reichte er sein Rücktrittsgesuch als Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Landesverbandsvorstandes und als erster stellvertretender Landesverbandsvorsitzender ein. Nun blieben Dornhofer nur noch seine Ämter als Kreisverbandsvorsitzender des Eichsfeldes, als Mitglied und Vorsitzender des Kreistages in Heiligenstadt sowie sein Mandat im Thüringer Landtag. Sein Lebensprojekt, eine demokratische Gesellschaft auf christlicher Grundlage aufzubauen, war endgültig gescheitert.

Der politische Dissens zwischen Dornhofer und seinen Parteifreunden auf der einen sowie SED und SMATh auf der anderen Seite spiegelte sich nicht nur in grundsätzlich verschiedenen ideologischen Auffassungen, sondern zu­gleich in der unterschiedlichen Beurteilung von aktuellen Sachfragen. Ganz dem Kurs der CDUD-Vorsitzenden An­dreas Hermes und Jakob Kaiser folgend, lehnte Dornhofer die Bodenreform in der SBZ von ihrer Verfahrensweise her ab. Auch in der Planwirtschaft sah er nicht das richtige Konzept für einen erfolgreichen Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. Entsprechend den wirtschaftspolitischen Vorstellungen der CDUD befürwortete er zwar eine Sozialisierung wichtiger Schlüsselindustrien. Seine Vorstellungen deckten sich jedoch nicht mit den umfassenden Sequestrierungen der SMAD, die auf eine schrittweise Verstaatlichung der gesamten Wirtschaft abzielten. Im Gegensatz zur SED erachtete Dornhofer die westdeutsche Währungsreform für notwendig, doch bedauerte er, der alten Kaiser-Linie eines "dritten Weges" folgend, dass diese nicht einheitlich für ganz Deutschland durchgeführt wurde.

Glaubensbedingter Märtyrergeist
Dornhofers erzwungener Rückzug aus der Landespolitik bildete den Auftakt für massive Eingriffe der Sowjets in die Befugnisse der Landesleitung. Noch vor der Krise um Jakob Kaiser wegen dessen Ablehnung der sozialistischen Volkskongressbewegung büßte die CDUD gegenüber den Sowjets beträchtlich an Terrain ein. Führende Unionsmitglieder zeigten sich von der Machtdemonstration der SMATh tief beeindruckt und gaben ihren Widerstand gegen eine Gleichschaltung der Partei angesichts der sowjetischen Übermacht auf. Obwohl oder gerade weil sich Dornhofer in dieser Situation bewusst war, dass die SMATh aufgrund seines Bekenntnisses zu Kaiser auf dem zweiten Zonenparteitag im September 1947 seiner politischen Tätigkeit jederzeit ein definitives Ende setzen konnte, entwickelte er einen durch die katholische Glaubenslehre bedingten Märtyrergeist.

Dessen Rhetorik hatte Dornhofer von der Führung der christlichen Gewerkschaften übernommen, die nach dem Ersten Weltkrieg ihre Mitgliedschaft zu einem eisernen "Märtyrergeist und Märtyrerwillen" aufgerufen hatte, um die gewerkschaftlichen und politischen Kämpfe der Weimarer Republik überstehen zu können. Das heroische Pathos in dieser Selbststilisierung zehrte dabei immer auch von der Leidens- und Verfolgungsgeschichte der Arbeiterschaft. Das Bild des oppositionellen Arbeiters als Leidensfigur diente als Referenz für die radikale Kritik an Bürgertum und Kapitalismus.

Diesem Vorbild aus eigener Anschauung folgend, verteidigte Dornhofer Ende der vierziger Jahre mit aller Kraft und allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Ämter, die ihm noch verblieben waren. Dem Eichsfeld sollte zumindest das katholische Milieu erhalten bleiben. Gemäß dieser Überzeugung weigerte sich Dornhofer beständig, das Amt des CDUD-Vorsitzenden im Landkreis Worbis niederzulegen – allen Drohungen der Sowjets zum Trotz. Seine politischen Gegner waren auf diese Weise gezwungen, sich weiterhin in aller Öffentlichkeit mit ihm auseinander zu setzen.

Nachdem die SMATh erfahren hatte, dass sich Dornhofer und einige Parteifreunde aus Heiligenstadt am 12. Februar 1948 mit dem abgesetzten Jakob Kaiser in Berlin getroffen hatten, neigte sich auch Dornhofers politische Laufbahn im CDUD-Kreisverband Worbis ihrem Ende entgegen. Unter dem Verdacht "konterrevolutionärer" Be­strebungen sah sich Dornhofer eine Woche später gezwungen, sowohl seinen Posten als Kreisverbandsvorsitzender als auch sein Mandat als Kreistagsvorsitzender des Landkreises Worbis niederzulegen. Da er nun von allen Ent­scheidungsfindungen seiner Partei ausgeschlossen wurde, stellte Dornhofer am 6. April auch sein Amt als Vorsitzender des Hauptausschusses zur Verfügung.

Keine Flucht in den Westen
In Anbetracht von Dornhofers scheinbar auswegloser Situation gaben ihm viele seiner Vertrauten den dringenden Rat, sich in die westlichen Besatzungszonen abzusetzen. Möglichkeiten politischer, gewerkschaftlicher oder anderer beruflicher Tätigkeit hätten sich für ihn dort gleichfalls ergeben. Doch wie für viele Bürger der SBZ/DDR, unabhängig ihrer politischen Couleur, stellte für Dornhofer der Westen bereits 1948, im Jahr von Währungsreform und Berlin-Blockade, eine fremde Welt dar und würde es bleiben, ganz gleich, wie kritisch seine Haltung zum DDR-Regime auch werden sollte. Das eindeutige Bekenntnis der westdeutschen CDU zur sozialen Marktwirtschaft stand Dornhofers Bekenntnis zum "Christlichen Sozialismus" ebenso unvereinbar gegenüber wie die kompromisslose Westorientierung Konrad Adenauers einem von Jakob Kaiser favorisierten unabhängigen Deutschland.

Eine eventuelle Rückkehr nach Österreich spielte in Dornhofers Überlegungen ebenfalls keine Rolle. Seine glaubensbedingte Opfermentalität, geprägt von einer politischen Defensivposition und einer Überidentifikation mit dem katholischen Milieu der Eichsfelder Wahlheimat, verpflichtete ihn zum bedingungslosen Ausharren, allen Gefahren für die eigene Person und die Familie zum Trotz. Doch dürfte es gerade dieses Zusammenspiel aus tiefem christlichem Glauben, politischem Katholizismus und wert­konservativen Vorstellungen und Idealen sein, das erklärt, warum es Dornhofer und Teilen seines Kreisverbandes auf dem Eichsfeld gelungen ist, der Unterdrückungs- und Gleichschaltungspolitik von SED und SMAD immerhin sieben Jahre, von 1945 bis 1952, zu widerstehen.

Politisch wie beruflich demontiert
Der von den Sowjets erzwungene Rückzug Dornhofers aus seinen politischen Spitzenämtern auf Landes- und Kreisebene stellte nicht nur für die Christdemokraten des Eichsfeldes, sondern auch für Dornhofer persönlich eine tiefgreifende Zäsur dar. Sein Hauptarbeitsfeld und Le­bens­mittelpunkt seit 1945 war ihm größtenteils genommen. Die von der Sozialversicherungsanstalt Thüringen initiierte Entlassung als Verwaltungsdirektor der SVK in Heiligenstadt zum 31. Dezember 1949 markierte für Dorn­hofer einen weiteren tiefgreifenden Einschnitt. Seine Klage gegen seine Entlassung wurde vom Thüringer Arbeitsgericht abgewiesen. Neben der politischen Betätigung verlor er nun auch seine berufliches Existenz. Ähnlich wie er durch die Weigerung, das Amt des Kreisverbands­vorsitzenden niederzulegen, seine politischen Gegner gezwungen hatte, sich öffentlich mit ihm auseinander zu setzen, war Dornhofer auch mit diesem Fall in die Öffentlichkeit gegangen, um erneut die demokratische Scheinwelt des sozialistischen Regimes zu demaskieren.

Historische Bedeutung
Dornhofers historische Bedeutung darf nicht an seinen politischen Erfolgen oder Misserfolgen gemessen werden. Wie bei vielen Oppositionellen, die gegenüber der totalitären Staatsgewalt mutig für ihre Überzeugung eintraten und dafür mit Flucht in den Westen, jahrelanger Inhaftierung oder gar mit ihrem Leben einen hohen Preis zu zahlen hatten, scheint Dornhofers Einsatz zunächst vergeblich gewesen zu sein. Doch muss man sich fragen, ob sein Erfolg nicht darin bestanden hat, Schlimmeres zu verhindern, wenn auch nur für kurze Zeit.

Zugleich ist zu bedenken, in welcher Situation Dorn­hofer handelte: Für die Masse der Mitglieder bürgerlicher Parteien, die weiterhin in der DDR leben und vor allem überleben wollten, kam angesichts der politischen Verhältnisse aktiver Widerstand nicht in Betracht. Ihnen blieb allein die innere Emigration, in die sich auch Dornhofer 1950 nach der Niederlegung sämtlicher Ämter zurückgezogen hatte.

Dornhofers Verdienst besteht vor allem darin, dass es ihm gelungen ist, die demokratische Scheinwelt des sozialistischen Regimes zu demaskieren, dessen "führende Rolle" in der vollständigen Unterordnung anderer Parteien und Organisationen, aber auch im Fälschen von Wahlergebnissen ihren Ausdruck fand. Durch sein widerstän­diges Verhalten hat Dornhofer sowohl SED als auch SMAD gezwungen, sich als Feinde einer demokratischen Ordnung westlicher Prägung zu erkennen zu geben – ein zumindest moralischer Erfolg.

So beeindruckt Dornhofer besonders durch die ausgeprägte ethische und politische Verantwortung, mit der er sein Engagement in der CDUD betrieb. Seine Haltung zeugt von derselben Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit, die auch sein politisches Leben insgesamt auszeichneten. Es bleibt erkennbar, dass selbst unter einem ausgefeilten System der Repression menschliches Leben nicht schlech­terdings sinnlos war.

Dornhofer konnte zwar nicht verhindern, dass das Eichsfeld gewaltsam in die sowjetischen Blockstrukturen der SBZ eingegliedert wurde, doch gelang es ihm, diesen Prozess durch sein Festhalten am alten Kaiser-Kurs und die Aufrechterhaltung seiner Ämter und Mandate zu verzögern und so der Union für kurze Zeit ein gewisses Maß an Handlungsspielraum zu bewahren – allen Systemzwängen zum Trotz, die sich durch die Lenkung der Medien, durch die Instrumentalisierung des Rechts zur Sicherung der Macht und zur Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender sowie durch den Ausbau des Grenzregimes ergaben.

Große Verdienste um Eichsfelder CDUD
Trotz Dornhofers politischer Niederlage darf es nicht verwundern, dass er mit Stolz auf seine Arbeit als Kreisvorsitzender zurückblickte. Unter Dornhofers Führung hatten die Eichsfelder Christdemokraten den stärksten Kreisverband innerhalb der CDUD aufgebaut und, entsprechend ihrem zahlenmäßigen Gewicht, die Parteipolitik auf Landes- und Zonenebene mitbestimmt. Zu Recht bezeichnete Dornhofer das Eichsfeld als eine politische Säule der Union. Das Eichsfeld hatte Signalfunktion. Sein Votum galt für ganz Thüringen. Das Verhandlungser­gebnis der anderen Kreisverbände mit den jeweiligen Kommandanturen richtete sich nach dem Urteil aus Hei­ligenstadt.

Selbst Dornhofers Absetzung konnte nicht verhindern, dass die Unionsmitglieder auf Kreis- und vor allem auf Ortsebene weiterhin an Jakob Kaisers Kurs festhielten und sich programmatisch mehr und mehr von der neuen "fortschrittlichen" Parteileitung entfernten. Dornhofers Beispiel hat mit dazu beigetragen, dass an der Parteibasis die Ziele und Ideale aus der Gründungsphase der CDUD über die Zeit des SED-Regimes gerettet wurden, selbst wenn der parteioffizielle Kurs von diesen abwich. Dies könnte auch erklären, warum nach der Wende 1989 erneut überproportional viele Katholiken politische Mandate im Eichs­feld übernahmen und das in der DDR entstandene Dreieck von Katholizismus, Kirche und Ost-CDU wiederaufleben ließen.

Ehrenbürger Heiligenstadts
Dornhofers Person steht aber nicht nur für den wagemutigen und aufopfernden Versuch zur Erhaltung einer unabhängigen CDUD, sondern zugleich für soziale Erneuerung aus dem Geist der christlichen Gewerkschaftstra­dition. Eine Leistung, die 1991 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft Heiligenstadts gewürdigt wurde, hatte Dornhofer doch wie kein zweiter Eichsfelder wegen seiner katholischen Standfestigkeit unter den beiden deutschen Diktaturen gelitten und als politisch Verfolgter das Selbstverständnis des Eichsfelder Eigensinns verkörpert, der Tyrannei meist klarblickend entgegentretend und den eigenen Weg aufrecht bis zum bitteren Ende gehend.

Die Opfer, die Dornhofer für die kompromisslose Verteidigung seiner Überzeugungen bringen musste, waren hoch, Zwangsarbeit, Folter und Gefängnis die Folge seines unnachgiebigen Engagements. Und dies, obwohl sich Dorn­hofer nie im politisch aktiven Widerstand betätigt hatte, weder gegen die Nationalsozialisten noch gegen das SED-Regime. Aufgrund seiner Erfahrungen im Alpenkrieg lehnte er jede Form des bewaffneten Kampfes ab. Gemäß seiner christlichen Ideale fühlte sich Dornhofer einer zivilen und verfassungskonformen Oppositionsar­beit nach demokratischen Regeln verpflichtet.

Dornhofers Widerstand gegen die SED reiht sich somit in die demokratischen Traditionen Deutschlands ein, die sich oftmals erst dann bewähren, wenn Menschen selbst unter hoffnungslos erscheinenden Bedingungen von Diktatur und totalitären Regimen für Freiheit und Rechtstaatlichkeit eintreten. Ähnlich wie bei seinem großen Vorbild Jakob Kaiser fördern Dornhofers Leben und Werk eine Kontinuität des Denkens und Handelns zutage, die mit den Stichworten des Essener Kongresses der Christlichen Gewerkschaften aus dem Jahre 1920 angedeutet werden kann: deutsch, christlich, demokratisch, sozial.

Thomas Speckmann
, Dr. phil., geboren 1974, Mitarbeiter der Stiftung Haus der Geschichte der Bun­desrepublik Deutschland in Bonn, 2003 erschien seine Dissertation: Hugo Dornhofer. Biographische Studien 1896-1977, Hain Verlag, Rudolstadt/Jena.

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