Heft 50/2005 | vermittlung von ddr-geschichte | Seite 13 - 19

Ulrich Arnswald

Welches Bild macht sich die Schule von der DDR?

Die jetzige Schülergeneration hat im fünfzehnten Jahr nach der friedlichen Revolution keine eigene Erinnerung mehr an diesen Teil der deutschen Geschichte. Aber was sollten die Schüler/innen über die SED-Diktatur noch wissen? Welchen Beitrag kann der Schulunterricht bei der Vermittlung von Kenntnissen und Haltungen leisten? Ha­ben die Schüler/innen hinreichende Fähigkeiten, aus diesem Abschnitt der Geschichte Lehren für die Gegenwart zu ziehen? Um der Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen, wurde eine Lehrplananalyse vorgenommen, die die gegenwärtig gültigen Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen in Deutschland daraufhin sichtete, welchen Stellenwert die Behandlung des Themas DDR hat.1

Anstöße für eine solche Analyse gaben nicht zuletzt kritische Äußerungen aus der Politik und der politischen Bildung sowie Vermutungen zum Wissensstand der Schüler über diesen zweiten deutschen Staat. Vorausgegangene wissenschaftliche Untersuchungen konnten den Gegen­stands­bereich bislang nicht in dieser Breite und Tiefe abbilden und berücksichtigten zudem nur die bis Mitte der neunziger Jahre in Kraft gesetzten Lehrpläne. 2

Eine Analyse der Lehrpläne musste die nach Bundesländern und auch nach Fächern bestehenden Unterschiede berücksichtigen und in Kauf nehmen. Die Ausführlichkeit der Pläne schwankt zwischen den Hinweisen der Rahmenpläne und den detaillierten Darstellungen der Fachlehr­pläne auf unterschiedlichen Ebenen. Einbezogen wurden 107 gültige Lehrpläne, die einen direkten Bezug zur DDR-Geschichte aufwiesen. Das betraf die Lehrpläne für die Fächer Geschichte (55%), Gemeinschaftskunde, Sozialkunde, Politik und verwandte Fächer (33%) sowie Deutsch und Religion. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, ging die Lehrplananalyse von der Betrachtung von fünf Geschichtsfeldern aus: dem politischen Neubeginn im Nach­kriegsdeutschland; dem Gesellschafts- und Machtsystem unter der SED; der Gesellschaftsgeschichte der DDR; Widerstand und Opposition in der DDR sowie der deutsch-deutschen Beziehungen und der Erlangung der deutschen Einheit. Diese Abschnitte werden im Folgenden in unterschiedlicher Breite besprochen.3

Der politische Neubeginn
Die Darstellung des politischen Neubeginns im Nachkriegsdeutschland ab 1945 schließt an die Themen zum Nationalsozialismus und zur Niederlage im Zweiten Weltkrieg an. Die wichtigsten Schwerpunkte für den Unterricht bilden die Bewältigung der unmittelbaren Kriegsfolgen, die Vertreibung und die schwierigen Aufgaben des Wiederaufbaus.

Aus der Perspektive der gesichteten Lehrpläne ergibt sich, dass die Darstellung des politischen Neubeginns im Nachkriegsdeutschland in den Geschichtslehrplänen sehr ausführlich und ausgewogen erfolgt. Die ersten Ansätze des Entstehens unterschiedlicher politischer Systeme und Gesellschaftsordnungen werden aber lediglich angedeutet. Die bereits hier möglichen Aspekte des Vergleichs der Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands einschließlich ihrer ideologischen und politischen Grundlagen sind in relativ geringem Umfang ausgeführt. Insgesamt lässt sich feststellen, dass der Zeitabschnitt vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten in den Lehrplänen einen angemessenen Platz hat, so dass bei seiner Umsetzung den Schüler/innen wesentliche Erkenntnisse über die Anfangsjahre der deutschen Teilung vermittelt werden können.

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949 verstärkt sich die divergierende Entwicklung, die eine Gestaltung eines einheitlichen Deutschlands zunehmend ausschließt. Der Einfluss der Besatzungsmächte ist zwar noch vorhanden, wird aber in unterschiedlicher Weise und Intensität umgesetzt. In den Lehrplänen werden der wirtschaftliche Aufschwung  wachsende Wohlstand  in der Bundesrepublik in den Mittelpunkt gestellt, während die Entwicklung in der DDR weniger deutlich umrissen wird. Im Vordergrund stehen hierbei die Probleme der Übernahme des sowjetischen Modells und der durchgreifenden "Sowjetisierung" der Gesellschaft mit den damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Folgen.

Das Gesellschafts- und Machtsystem unter der SED
Für die Schüler/innen ist das Verständnis der DDR-Gesellschaft in ihrem Systemcharakter besonders schwierig. Es erfordert einen Blick auf die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft; insbesondere zu berücksichtigen sind die Ausübung der politischen Macht durch die SED und der dazu geschaffenen Apparat. Dieser Aufgabe, die den Kern der SED-Diktatur berührt, kommen die Lehrpläne nur ansatzweise nach.

So wird das Gesellschaftssystem der DDR in den wenigsten Fällen dezidiert unter machtpolitischen Gesichtspunkten dargestellt. Zum einen werden allgemeine Vergleiche zum Gesellschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland gezogen, zum anderen werden nur wenige ausgewählte Gesichtspunkte zur Charakterisierung des Gesellschaftssystems der DDR genutzt. Eine Verbindung zwischen Gesellschaft und diktatorischer Macht der SED wird nicht hergestellt.
Vor allem das gesellschaftliche Modell des Sozialismus mit seinen theoretisch-ideologischen Quellen wird in den Lehrplänen des Faches Geschichte nicht thematisiert. Ansätze finden sich eher in den Fächern Gemeinschaftskunde und Politik. So wird beispiels­weise im gymnasialen Grundkurs Politik des Saarlands in der Jahrgangsstufe 12 das "Thema 2. Marxismus-Leninismus" behandelt. Dabei ist unter anderem das Lernziel fixiert, dass die Schüler/innen am Beispiel eines sozialistischen Staates nachweisen können, wie die theoretischen Vorstellungen von Karl Marx und Lenin realisiert wurden ("real existierender Sozialismus").4

Zur Auseinandersetzung mit der ideologischen Kom­­ponente des Machtsystems der SED finden sich in den Lehrplänen nur wenige Hinweise. Die Ideologie als ein wesentliches Moment des SED-Herr­schaftssystems wird lediglich mit der Formulierung: "Funktion und Wirksamkeit der Ideologie im System der DDR" im Kurshalbjahr 12/II beim Thema "Der Weg von der Konfrontation zur Entspannung bis zum Ende des Ost-West-Konflikts" im Thüringer Geschichtslehrplan für das Gymnasium erwähnt.5

Der Begriff Gesellschaftssystem wird in den Lehrplänen insgesamt nur fünfmal direkt benutzt. So wird im Schwerpunkt Geschichte des Lehrplans Gemeinschaftskunde der Gymnasialen Oberstufe in Rheinland-Pfalz in der 12. Klasse beim Teilthema 3 "Die Durchsetzung der Demokratie in Deutschland" von den Schüler/innen erwartet, dass sie den Prozess des Aufbaus und der Einbindung beider Teile Deutsch­lands in die unterschiedlichen Machtblöcke und Gesellschafts­systeme kennen.6

Der gymnasiale Grundkurs Geschichte in Sachsen-Anhalt hat im Kurs 4 das Thema "Deutschland im Widerstreit der Systeme". Als ein Anspruch wird formuliert, die Verflechtung der beiden deutschen Staaten vor dem Hintergrund der Systemkonfrontation als herausragendes Merk­­mal der doppelten deutschen Zeitgeschichte zu verdeutlichen. Ein Ziel dabei ist es, zu "untersuchen, wie sich der Gegensatz der Gesellschaftssysteme stetig vertiefte und welche Auswirkungen auf beide deutsche Staaten zu verzeichnen waren."7

In den Real- und Hauptschullehrplänen für Geschichte wird das Gesellschafts- und Machtsystem der DDR in nur wenigen Fällen zur Behandlung vorgeschlagen. So wird in der 10. Klasse der Erweiterten Realschule des Saarlandes in der Unterrichtseinheit "Vom Zusammenbruch zur Wie­dervereinigung" als eines der Lernziele "die unterschiedliche Entwicklung der beiden deutschen Staaten bis 1989" formuliert. Als ein Lerninhalt wird orientiert auf: "Zwei­mal Deutschland: unterschiedliche Wirtschafts- und Ge­sell­­schaftssysteme".8 Zur differenzierteren Charakte­risie­rung des Gesellschaftssystems der DDR als Machtsystem bzw. Diktatur der SED geben diese Lehrpläne wenig Anhaltspunkte.

Zu fragen war des Weiteren, in welchem Maße in den Lehrplänen mit dem Begriff Repressionen gearbeitet wird. Direkt erwähnt wird der Begriff in der Gesamtheit der gesichteten Lehrpläne nur viermal, wobei im Lehrplan Geschichte für die Realschule in Bayern vor allem die Repressionen in osteuropäischen Ländern gemeint sind.9 Das damit verbundene Thema Verfolgung kommt ins­gesamt zu kurz, der Begriff fällt insgesamt nur in zwei Lehrplanteilen. So wird Verfolgung im bayerischen Lehrplan Geschichte für die Realschule beim Thema G 10.2 "Der Ost-West-Gegensatz und die deutsche Teilung" im Teilthema "Die Entwicklung der deutschen Teilung und die Gründung zweier deutscher Staaten" erwähnt. Es heißt dort: "Die deutsche Teilung: Bi- und Trizone im Westen (gemeinsamer Wirtschaftsraum, Marshallplan, Währungsreform, soziale Marktwirtschaft); Abgrenzung der sowjetischen Zone (Zentralverwaltungswirtschaft, eigene Währung, Grenzsicherung, Verfolgung Andersdenkender); Berlinblockade."10

Mit dem Begriff Unterdrückung werden relativ un­dif­ferenziert politische Prozesse sowohl in der unmittelbaren Nachkriegszeit als auch in der nachfolgenden Zeit der SED-Diktatur gekennzeichnet und zur Behandlung im Unterricht vorgeschlagen. Der Lehrplan Geschichte für die Realschule in Baden-Württemberg sieht für die Klasse 10 in der Lehrplaneinheit 1: "Die deutsche Teilung als Spiegelbild der ideologischen Gegensätze zwischen Ost und West" Hinweise zu Unterschieden in der Besatzungspolitik vor. Dabei wird auch die "Politische Unterdrückung in der SBZ" erwähnt.11

In Bayern schlägt der gymnasiale Lehrplan Geschichte für die Klasse 13 im Thema G 13.2 "Geschichte eines modernen Industriestaates: Die Bundesrepublik Deutschland" einen Bezug zur DDR vor: "DDR als Gegenbild zur Bundesrepublik: Unterdrückung und Kontrolle, u.a. ›plan­­­mäßiger Aufbau des Sozialismus‹, Aufstand vom 17. Juni 1953, Vorgehen gegen kritische Intellektuelle".12

Auch der Begriff der Gewalt – einschließlich der politischen Gewalt – spiegelt sich in den Lehrplänen kaum wider. Der Rahmenplan Geschichte für das Hamburger Gymnasium formuliert für die Jahrgangsstufe 9/10 das Thema "9/10-5 Ost-West-Konflikt und deutsche Frage seit 1945". Bei den Zielstellungen heißt es: "Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst, dass die Geschichte Deutschlands und Europas nach 1945 in wesentlichen Teilen eine Folge des von Hitler verursachten Zweiten Weltkrieges ist. Sie erkennen die Ursa­chen und Auswirkungen des Ost-West-Konfliktes. Dabei wird ihnen deutlich, dass in Westeuropa ein weitgehend selbst bestimmter politischer und ökonomischer Integrationsprozess beginnt, während sich die Sowjetisierung Ostmitteleuropas mit militärischer Gewalt und gegen den Willen der betroffenen Völker vollzieht."13

Das gleiche Herangehen findet sich im entsprechenden Lehrplan für die Hauptschule.14 Ein möglicher Exkurs zur Gewaltherrschaft in der DDR wird hierbei ausgespart.

Die Analyse zeigt, dass die Frage der politischen Gewalt in der DDR nur sehr marginal in den Lehrplänen vertreten ist. Damit werden Chancen vergeben, das politische System der SED-Diktatur konkreter zu beleuchten. Eine Reihe von Begriffen wie Polizei, Polizeistaat oder Überwachung kommt in den Lehrplänen überhaupt nicht vor.

Eine zentrale Funktion für den Machterhalt der SED-Diktatur hatte die Staatssicherheit mit ihren vielfältigen Verflechtungen in der Gesellschaft. Zur Thematik der Staatssicherheit finden sich in den Lehrplänen insgesamt 21 Nennungen. Diese betreffen vor allem das Fach Geschichte in den Sekundarstufen I und II. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern wird im Fach Sozialkunde in der Jahrgangsstufe 9 beim Thema "Das politische System der Bundesrepublik Deutschland" als methodischer Hinweise "ein Gespräch mit dem Stasi-Beauftragten" angeregt.15 Im Brandenburger Lehrplan Politische Bildung für die Sekundarstufe I (Klasse 7/8) wird im Lernfeld "Demokratie" unter der Frage "Anspruch und Wirklichkeit des DDR-Systems" bei den Inhalten und Problemen für den Unterricht "die Stasi als Staat im Staate" erwähnt.
Insgesamt fünfmal wird der Begriff MfS verwandt, und zwar in vier Geschichtslehrplänen von Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.16 Die Geschichtslehrpläne von Mecklenburg-Vorpommern geben als "fachübergreifende und fächerverbindende Projektvorschläge" vor, sich mit "Aufbau und Wirkung des MfS in den Nordbezirken" zu beschäftigen.17 Das ist das einzige Beispiel eines Verweises auf die regionale Relevanz des Themas. Im Thüringer Geschichtslehrplan fürs Gymnasium und die Regelschule erfolgt beim Thema "Die deutsche Frage 1949 bis 1990 und ihre Lösung" im Unterpunkt "DDR von der Staatsgründung bis zum Mauerbau" der Hinweis auf das "MfS als Instrument der SED zur Herrschaftssicherung ohne parlamentarische Kontrolle"18 In den Lehr­plänen der alten Bundesländer kommt der Begriff "MfS" überhaupt nicht vor.

Ein solcher Blick auf die Verteilung dieser Thematik zwischen alten und neuen Bundesländern zeigt, dass die Auseinandersetzung mit der Staatssicherheit vor allem in den neuen Bundesländern angeregt wird. Sachsen spart in seinen Geschichtslehrplänen die Staatssicherheit aus. Keine Bezugspunkte sind in den Lehrplänen von Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen zu finden. Auch die Berliner Lehrpläne enthalten keine Verweise auf diese Thematik.

Der Auseinandersetzung mit diesem Thema wird in den Lehrplänen offensichtlich zu wenig Raum gegeben. Um die Rolle des MfS in der Gesellschaft der DDR zu wissen heißt, einen wichtigen Wesenszug der SED-Diktatur zu erkennen. Die in den Lehrplänen vorhandenen Bezüge sind zwar vielfältig, greifen aber zu kurz und eröffnen keinen Weg zur Auseinandersetzung mit dem Aufbau und der Funk­tionsweise dieses Machtinstrumentes der SED.

Andere Instrumente der Machterhaltung und Sys­tem­­sicherung wie Polizei und NVA werden nicht aufgeführt, also auch nicht in einen Zusammenhang zur Staatssicherheit gebracht. Lediglich im Thüringer Lehr­plan Geschichte für das Gymnasium wird im Kurshalbjahr 12/II beim Thema "Von der deutschen Frage zur deutschen Einheit – Kontinuität und Wandel vor dem Hintergrund einer bipolaren Welt" beim Lerninhalt "Entwicklung in der Bundesrepublik und in der DDR von der Teilung über Konfrontation und Kooperation im Rahmen der bipolaren Welt von 1949 bis 1990" der Schwerpunkt "Auseinandersetzung um Wie­der­bewaffnung – von der ›Kasernierten Volkspolizei‹ zur ›Nationalen Volksarmee‹" aufgeführt. Im gleichen Lehrplan wird mit dem Hinweis auf das "Speziallager Buchenwald" die Möglichkeit eröffnet, auf die politische Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszeit einzugehen.19

Das Gesellschafts- und Machtsystem unter der SED erfährt somit in nur wenigen Fällen eine relativ geschlossene Darstellung. Die grundsätzliche Charakterisierung des gesellschaftlichen Systems mit seinen politischen, ideologischen und auch ökonomischen Komponenten findet zwar in Ansätzen statt, wird aber kaum detailliert ausgeführt. Wie die Staatspartei SED Staat, Wirtschaft und Gesellschaft durchdrang, wird nicht transparent. Das Instrumentarium der Machtsicherung kann aus den Lehrplänen nicht in seiner Komplexität erfasst werden.  Bedenklich ist auch die Tatsache, dass aus der Behandlung des Gesellschafts- und Machtsystems in der DDR kaum Gründe für die Krise des Systems und seinen Zusammenbruch im Herbst 1989 abgeleitet werden.

Zur Gesellschaftsgeschichte der DDR

Die Gesellschaftsgeschichte der DDR (Alltagsgeschichte, wirtschaftliche Entwicklung, Sozialpolitik, Rolle der Frauen, Jugendbewegung, Kirche im Sozialismus) wird in bestimmten Bereichen thematisiert, aber nur partiell in den Lehrplänen abgebildet. Am wenigsten Aufmerksamkeit erfährt eine Kritik des gesellschaftlichen Modells des Sozialismus in seiner Entwicklung sowie mit seinen theoretisch-ideologischen Quellen. Einzelne Bereiche der Gesellschaft, wie die Wirtschaft und die Sozialpolitik, werden in bestimmten Lehrplänen, vor allem der Sozialkunde, behandelt. Andere ausgewählte Bereiche, wie Familie, Frauen und Jugend sind nicht eigenständig ausgewiesen, so dass vor allem der zweifellos die Schüler/innen ansprechende The­menkreis "Jugend" nicht seiner Bedeutung nach ausgeführt wird. Die Behandlung der Kirche im Sozialismus wird in wenigen Fällen von der Religionslehre aufgegriffen, kommt aber bei der thematischen Fülle dieser Unterrichtsgebiete zu kurz. Damit wird auch ein Ansatzpunkt nicht genutzt, der das Zusammenwirken von Opposition und Kirche im Sozialismus der DDR deutlicher machen könnte.

Widerstand und Opposition in der DDR
Die Geschichte von Widerstand, Opposition, Dis­sidenz und nonkonformem Verhalten in der SBZ/DDR zwischen 1945 und 1989 empfiehlt sich als ein zentrales Thema für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und der deutschen Teilung im Schulunterricht. Anhand dieses Themenfeldes könnte der Antagonismus von Diktatur und Demokratie verdeutlicht werden, der das XX. Jahrhundert wesentlich bestimmt hatte.

Die Lehrpläne geben ein sehr unterschiedliches Bild von der Behandlung dieses Themas. Eine Gruppe von Lehrplänen wendet sich der Frage von Widerstand und Opposition in relativ allgemeiner Weise zu. Bei­spielsweise wird im hessischen Lehrplan Geschichte für die Hauptschule, Klassenstufen 9/10, im Thema 9.4 "Europa im Aufbruch – Auseinandersetzungen um die Befreiung des Menschen" bei fakultativen Unterrichtsinhalten/Aufgaben die Frage nach "Protestbe­­we­gun­gen in Deutschland – was erreichen sie?" gestellt. Für die Bundesrepublik werden dabei die Friedens- und Umweltbewegungen erwähnt, für die DDR der Leitspruch "Schwerter zu Pflugscharen" sowie der Hinweis auf die "Kristallisation einer Opposition im Schatten der Macht".20 Dem Problemkreis "Opposition in der DDR" wenden sich auch die Lehrpläne anderer Fächer zu. Ein Beispiel ist der Lehrplan im Fach Sozialkunde in Thüringen. In der Klasse 12 wird das Thema 12/1: "Politische Systeme und politische Partizipation" behandelt. Als Pro­blembereich wird genannt: "Das politische System der DDR". Inhalte des Unterrichts sind: "Das Alltagsleben in der DDR an Beispielen; die Politik in der DDR: Rolle der SED und der Blockparteien, Mechanismen der Herr­schafts­­sicherung, Menschenrechtsproblematik, oppositionelle Gruppen; Wirtschafts- und Sozialsystem, ökologische Situation der DDR; Ursachen der ökonomischen Krise sowie die ›Wende‹ und der Zusammenbruch der DDR".21

Dieser Lehrplan ist ein Beispiel für die Einordnung der Frage der Opposition in der DDR in weitere gesellschaftliche Zusammenhänge, aus denen heraus erst das Wirken der Opposition für Schüler/innen verständlicher werden kann.
Einen besonderen Stellenwert beim Thema "Opposition in der DDR" haben die Ereignisse um den Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der damaligen Geschehnisse wurde eine Reihe neuer Forschungsergebnisse vorgelegt, die den Volksaufstand gründlicher bewerten und differenzierter einschätzen. Es ist deshalb an der Zeit, diese Ergebnisse in den Unterricht einzubeziehen und über eine Vertiefung dieses Themas im Unterricht nachzudenken sowie Lehrplanangebote und Lehrbücher zu aktualisieren. Wegen der gewachsenen Bedeutung des Volksaufstandes wurde der Platz des 17. Juni 1953 in den Lehrplänen bereits näher besprochen.22
Von besonderem Interesse auch für den schulischen Unterricht ist der Einfluss von Reformprozessen, die mit der Perestroika in der UdSSR und den revolutionären Veränderungen in anderen Ländern Mittel- und Ost­europas verbunden sind, auf die Opposition in der DDR. Dazu finden sich in den Lehrplänen einige Ansätze.

Berücksichtigt wird der Einfluss der internationalen Faktoren auf den inneren Widerstand in der DDR in der bayrischen Realschule23, aber auch im Rahmenlehrplan Geschichte für die Sekundarstufe I in Brandenburg. Im Themenfeld 9/10: "Deutschland in der geteilten Welt – die beiden deutschen Staaten als Teil des Ost-West-Konflikts" wird bei den Zielstellungen formuliert: "Der internationale Entspannungsprozess strahlt auf die deutsch-deutschen Beziehungen aus und ermöglicht eine Norma­lisierung. Die allgemeine Systemkrise in der DDR in den 80er Jahren offenbart sich als Wirtschafts- und Glaubwür­digkeitskrise. Die Bevölkerung äußert ihren Unwillen durch eine Massenflucht im Spätsommer 1989. Die Zahl der Oppositionsgruppen, bisher im Verborgenen arbeitend, nimmt zu. Die Situation verändert sich schnell, ebenso der Staat DDR. Seine Eigenstaatlichkeit ist nicht zu erhalten." Bei ausgewählten Aspekten des Lebens im geteilten Deutschland weist der Lehrplan auch auf die Frage "Innerstaatliche Opposition und Anpassung" hin.24

In weiteren Lehrplänen, wie in der Sekundarstufe I des Landes Sachsen-Anhalt, werden im Lehrplan Geschichte fachspezifische Themen in den Schuljahrgängen 9/10 angeboten. Dazu gehört das Pflichtthema 3: "Das vereinigte Deutschland im vereinigten Europa". Dabei sollen "Reformanstöße und -bewegungen Osteuropas: Ausgangs- und Bezugspunkt für Opposition und Protest in der DDR" behandelt werden.25

An den aufgefundenen Beispielen wird deutlich, dass nur wenige Lehrpläne Parallelen zwischen den Reform- und Oppositionsbewegungen in den sozialistisch regierten Ländern oder deren wechselseitige Einflüsse zur Darstellung des Ge­schichtsverlaufes in der DDR und der friedlichen Revolution heranziehen.

Die Analyse ergab, dass die Herausbildung von Widerstand und Opposition in der DDR in den Lehrplänen nur unsystematisch widerspiegelt wird. Die historischen Quellen von Widerstand und Opposition sowie der Umfang des Wirkens oppositioneller Kräfte in und außerhalb der SED werden kaum aufgespürt, Widerstand und Opposition werden vorwiegend in bezug auf die Ära Honecker thematisiert. Der Widerstand gegen die SED-Diktatur in den vierziger und fünfziger Jahren – ob als Opposition der bürgerlichen Parteien in den früheren Jahren oder als parteiinterne Opposition – wird mit Ausnahme des 17. Juni 1953 nicht behandelt. Bedenklich ist darüber hinaus, dass in den Lehrplänen der ostdeutschen Bundesländer regionale Beispiele von Opposition und Widerstand (z.B. Werdauer Oberschüler) nicht aufgenommen sind. Nicht diskutiert werden die realen Möglichkeiten und Chancen, angesichts der Gefahr massiver Repressionen Einfluss auf die Entwicklung des Landes nehmen zu können. Die Ergebnisse eines Reifeprozesses der Opposition in den 70er und 80er Jahren, auch unter dem Dach der Kirche, werden nicht ausgemacht, und neuere Forschungs­ergebnisse sind in den Lehrplänen nicht zu finden.
Die Rolle der Opposition bei der "friedlichen Revolution" 1989 und ihrer Vorbereitung wird in den Lehrplänen zwar dargestellt, jedoch werden die komplexeren Einflüsse anderer endogener und exogener Kräfte bei der friedlichen Revolution (wirtschaftliche Krise; Ausreisebewe­gung; Perestroika und Glasnost; Entwicklungen innerhalb der Staaten des Warschauer Vertrages etc.) nicht in ihrer Gesamtheit und wechselseitigen Verflechtung reflektiert und den Schüler/innen nahegebracht.

Die deutsch-deutschen Beziehungen und die Erlangung der deutschen Einheit

Unterrichtsthemen, die die deutsch-deutschen Beziehungen nach der Gründung zweier deutscher Staaten im Jahr 1949 aufgreifen, können besonders spannend sein. Sie  stellen ein wichtiges Politikfeld dar, auf dem innen- und außenpolitische Fragen verflochten sind. Die deutsch-deutschen Beziehungen in den 50er bis 70er Jahren finden als spezielles Thema wenig Aufmerksamkeit. Nach dem Scheitern der Wiedervereinigungsgedanken und Konfö­de­rationsvorstellungen wird die Entwicklung in den bei­den deutschen Staaten zunehmend parallel abgearbeitet. Erst die neue Ostpolitik, das Zustandekommen der Ostverträge und des Grundlagenvertrages und der KSZE-Prozess rücken die gemeinsame Geschichte mehr in den Vordergrund. Diese Zeitabschnitte stellen entsprechend ihrer historischen Bedeutung in der Mehrzahl der Lehrpläne eine gesonderte Einheit dar.

Die gymnasialen Lehrpläne widmen sich ausführlich diesen Fragen. So wird im Lehrplan Geschichte für Baden-Württemberg, Jahrgangsstufe 13, das Thema: "Deutschland nach 1945 im nationalen, europäischen und internationalen Kontext" in der Kursstufe (4-stündig) behandelt. Für die dazu gehörende Lehrplaneinheit 13.3: "Die staatliche Einheit" gilt die Zielstellung: "Die Schülerinnen und Schüler erkennen und erörtern die Ursachen des Niedergangs der DDR und die Besonderheiten der friedlichen Revolution. Sie verfolgen die nationale und internationale Umsetzung der deutschen Einigung und erörtern Chancen und Probleme des vereinigten Deutschland." Darauf aufbauend gibt der Lehrplan folgende inhaltliche Schwerpunkte vor: "Vom Zusammenbruch des SED-Regimes zur Einigung", "Der internationale Rahmen", "Die nationale Gestaltung" sowie "Chancen und Probleme des vereinigten Deutschland".26 Damit werden für den Unterricht wesentliche Gesichtspunkte erfasst.

Der Geschichtslehrplan für das Gymnasium in Thüringen wendet sich im Kurshalbjahr 12/II mit dem Thema "Von der deutschen Frage zur deutschen Einheit – Kontinuität und Wandel vor dem Hintergrund einer bipolaren Welt" dem deutschen Einigungspro­zess zu. Die Leitfrage dabei ist: "Der Weg zur Einheit Deutschlands – eine friedliche Revolution?" Behandelt werden solche Problemfelder wie "Staatsmacht und Bürgerbewegung; ›Runder Tisch‹, pro und contra Wiedervereinigung; Einigungsvertrag;  2+4-Gespräche und internationale Lösung der deutschen Frage; deutsche Einheit und internationale Verantwortung; von der staatlichen Einheit zur inneren Einheit."27

In den 10. Klassen der Sekundarstufe I werden die Fragen der deutschen Einigung zumeist als Abschluss eines umfangreichen Lehrplanteils zur deutschen Geschichte seit 1945 aufgegriffen. So wird im sehr aktuellen Lehrplan des Hamburger Gymnasiums, im Rahmenplan Geschichte, für die Jahrgangsstufe 9/10 das Thema 5 "Der Ost-West-Konflikt und die deutsche Frage seit 1945" als verbindlicher Unterrichtsinhalt festgehalten. In den Zielstellungen heißt es: "Die Schülerinnen und Schüler erkennen die his­torische Bedeutung der Epochenwende von 1989/90, die schließlich mit zur Auflösung des Sowjetimperiums beitrug. In der Auseinandersetzung mit diesem Thema begreifen sie, dass die Wiedervereinigung der bei­den deutschen Teilstaaten im Oktober 1990 und das langsame Zusammenwachsen Deutschlands seit 1990 Teil der Überwindung der Nachkriegsstrukturen und damit des grundlegenden Paradigmenwechsels im internationalen Sy­s­tem am Ende des 20. Jahrhunderts ist."28

In der hessischen Hauptschule beinhaltet der Lehrplan Geschichte für die Klassenstufe 9/10 das Thema 5. "Die deutsche Einheit – wessen Erfolg?" mit folgenden Orien­tierungsstichworten: "Liberalisierung in der Sowjetunion (Gorbatschow, Glasnost, Perestrojka) und Auflösungserscheinungen im Warschauer Pakt; Opposition im Schatten der Macht (›Schwerter zu Pflugscharen‹, Montagsgebete); wirtschaftliche und politische Situation in der DDR vor der ›Wende‹, Massenflucht aus der DDR; Bürgerrechtsbewegungen; Demonstrationen und friedliche Re­­vo­lution; Öffnung der Grenze und demokratischer Auf­bruch/Neubeginn in der DDR (1989/90); vom Ruf ›Wir sind das Volk‹ zu ›Wir sind ein Volk‹; 10-Punkte-Plan (Kohl) und Rolle der Bundesregierung im weltpolitischen Kontext."29

Die Leitlinien für den Geschichtsunterricht in Meck­lenburg-Vorpommern für die Haupt- und Realschule, 9./10. Klasse sehen zur Behandlung den 17. Themenbe­reich: "Zusammenbruch des Ostblocks und die deutsche Wiedervereinigung 1990" vor. Zu den angebotenen Themen gehören: "Wandel und Krise im Ostblock der achtziger Jahre", "Die friedliche Revolution in der DDR" und "Die Wiedervereinigung Deutschlands (3.10.1990)". Mit den angegebenen möglichen Unterrichtszielen wie "die Auflösung der DDR bis zur Wende des demokrati­schen Umbruchs 1989 wahrnehmen und beurteilen" oder "den Weg bis zur Vereinigung verfolgen und deutsche Befür­worter und Kritiker kennen lernen" wird zu einer differenzierten Betrachtung angeregt.30

Dem Verlauf der Erhebung der DDR-Bevölkerung im Herbst 1989 wird in den Lehrplänen ver­dientermaßen große Aufmerksamkeit gewidmet. Im Zusammenhang mit der friedlichen Revolution wird auch verstärkt auf die Rolle der Opposition verwiesen. Die einzelnen Schritte der friedlichen Revolution, beginnend bei der rasch wachsenden Unzufriedenheit der DDR-Bevölkerung, der Abstimmung mit den Füßen, den Montagsdemons­trationen und dem Fall der Mauer werden ausführlich thematisiert. Nicht in allen Lehrplänen wird deutlich, dass die deutsche Einheit nicht das explizite Ziel der ersten Demonstrationen war. Das Zustandekommen und die Ergebnisse der 2+4-Verhandlungen, und der Wirt­­schafts- und Währungsunion sowie die Bedeutung des 3.10.1990 als Tag der Deutschen Einheit werden in den Lehrplandokumenten durch­gehend gewürdigt. Dabei werden sowohl die Ab­läufe als auch die politischen Grundprozesse hervorgehoben.

Der der friedlichen Revolution folgende Prozess der deutschen Wiedervereinigung wird nur von einigen Lehrplänen ausführlich dargestellt. In Abhängigkeit von der Inkraftsetzung und somit vom Zeitraum der Erarbeitung der jeweiligen Lehrpläne erfahren die Folgen der Einheit, vor allem die Probleme des sozialen, wirtschaftlichen und mentalen Zusammenwachsens, eine differenzierte Beachtung. Erst die Lehrpläne ab 1999 gehen dezidierter auf die Langfristigkeit und auch auf die Schwierigkeiten dieses Prozesses ein.31
Das Ende der DDR und das Zusammengehen im wie­der­vereinigten Deutschland erfahren insgesamt eine ausgewogene und breite Behandlung in den Lehrplänen. Die Schwierigkeiten des eigentlichen Zusammenwachsens werden jedoch nicht durchgehend in den Lehrplänen aufgegriffen.

In den Lehrplänen gibt es eine ungleichgewichtige Behandlung verschiedener Zeitabschnitte der deutsch-deutschen Geschichte und insbesondere der DDR-Geschichte. Die Schwerpunkte werden vorwiegend auf die Nachkriegsjahre 1945 bis 1949 und auf die Wiederherstellung der deutschen Einheit gesetzt. Die gesellschaftlich und historisch relevanten Prozesse in den dazwischen liegenden Jahrzehnten, einschließlich solcher Ereignisse wie des Volksaufstandes 1953, geraten bei der Struktu­rierung der Lehrpläne zu sehr in den Hintergrund, so dass die Hinführung zu bestimmten politisch-historischen Ereignissen, vor allem zur friedlichen Revolution in der DDR, nicht schlüssig genug erscheinen kann.

Ausblick: zukünftiges Geschichtswissen

Die Komplexität des politischen Geschehens in der Gegenwart und die Probleme der Zukunft setzen höhere Maßstäbe an die politische Bildung und an das Geschichtsbewusstsein der jetzigen Schüler. Der sich vollziehende Generationswechsel lässt die konkrete Erinnerung verblassen, Nostalgie und Verdrängung behindern den Umgang mit einem wichtigen Teil der deutschen Geschichte. Es wäre unverantwortlich, Defizite im historisch-politischen Wissen zur deutschen Geschichte zuzulassen, weil dadurch das Profil der heutigen Schüler als mündige Bürger von morgen verblassen würde.

Das Wissen über die DDR-Geschichte und damit über die Entwicklung Deutschlands von 1945 bis 1989/90 insgesamt gehört zu den unverzichtbaren Bausteinen des Geschichtsbewusstseins der Jugend. Bei den notwendigen Bildungsreformen, der Einführung von Bildungsstandards und der Positionierung im internationalen Vergleich dürfen historische Kenntnisse nicht ins Hintertreffen geraten.

Die Erstellung qualifizierter Lehrpläne, ihre zielge­richtete Umsetzung und Weiterentwicklung sind wichtige Schritte zur Vermittlung von Wissen zur DDR-Geschichte und damit zur deutschen Geschichte. Darüber hinaus sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, den Wissensstand der Schüler zu erfassen, die Aufnahme des aktuellen Forschungsstandes in den verwendeten Schulbüchern zu evaluieren und die Vorbereitung der Lehrer auf die Unterrichtung auf diesem Feld der deutschen Geschichte mit allen vorhandenen Möglichkeiten zu unterstützen.


Ulrich Arnswald
, Dr. phil., Dipl.-Päd., geb. 1943, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt/M.

1    Die Langfassung der Studie "Zum Stellenwert des Themas DDR-Geschichte in den Lehrplänen der deutschen Bundesländer." Eine Expertise im Auftrag der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Berlin 2004. 61 S., liegt gedruckt vor.
2    Siehe etwa Günter Buchstab (Hrsg.), Geschichte der DDR und deutsche Einheit. Analyse von Lehrplänen und Unterrichtswerken für Geschichte und Sozialkunde, Schwalbach/Ts., 1999; Jörg-Dieter Gauger / Udo Margedant, Die Inhalte der Lehrpläne: DDR – deutsche Frage – Einheit, in: Günter Buchstab (Hrsg.), Geschichte der DDR und deutsche Einheit. Analyse von Lehrplänen und Unterrichtswerken für Geschichte und Sozialkunde, Schwalbach/Ts., 1999. S. 45-66; Andreas Balser / Frank Nonnenmacher (Hrsg.), Die Lehrpläne zur politischen Bildung. Analyse und Kritik neuerer Rahmenpläne und Richtlinien der Bundesländer für die Sekundarstufe I, Schwalbach/Ts., 1997 und die auf einer breit angelegten Befragung von Schülern in Ost und West beruhende Arbeit von Bodo von Borries, Geschichtliches Bewusstsein und politische Orientierung von Jugendlichen in Ost- und Westdeutschland, in: Neue Sammlung, 34 (1994) 3, S. 363-382.
3    Zur Verkürzung der Angaben wird folgende Legende benutzt: LPE – Lehrplaneinheit, LP – Lehrplan, RP – Rahmenplan, IGS – Integrierte Gesamtschule, Gymn. – Gymnasium. Die Länderbezeichnungen folgen den offiziellen Kürzeln.
4    SL: Gymn., Gesamtschule, Politik, Lehrplan Grundkurs Politik, 1995, Jahrgangsstufen 12 und 13.
5    Vgl. TH, 1: Gymn., LP Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12.
6    RP: Gymnasiale Oberstufe, Lehrplan Gemeinschaftskunde, Grundfach Gemeinschaftskunde, Geschichte, 1998, Jahrgangsstufen 11-13.
7    ST, Gymn., Rahmenrichtlinien Gymn./Fachgymnasium, Geschichte, 2000, Jahrgangsstufen 7-10, 11-13.
8    SL Erweiterte Realschule, Geschichte, 2002, Jahrgangsstufe 10.
9    BY: Realschule, LP Geschichte, Fachlehrplan 1993 (R 4, läuft mit Einführung R 6 aus), Jahrgangsstufen 7-10.
10    BY: Realschule, LP Geschichte, Fachlehrplan 1993 (R 4, läuft mit Einführung R 6 aus), Jahrgangsstufen 7-10.
11    BW Realschule, LP Geschichte, Bildungsplan für die Realschule, 1994, Klasse 10.
12    BY Gymn., LP Geschichte, 2003, Jahrgangsstufen 9-13; siehe auch HH Haupt- und Realschule, LP Geschichte/Politik, 1990, Klasse 9, und RP Hauptschule, Realschule, Gymn., Regionale Schule, Lernbereich Gesellschaftswissenschaften, 1998, Klassen 7-9/10.
13    HH Gymn., Sekundarstufe I, RP Geschichte, 2002 (aktualisiert am 04.12.2002), Klassenstufen 6-10.
14    NI Hauptschule, Geschichtlich-soziale Weltkunde, Rahmenrichtlinien für die Hauptschule, 1995, Schuljahrgänge 7-10.
15    MV Gymn., IGS, RP Sozialkunde, Erprobungsfassung 2002, Jahrgangstufen 7-10 und MV, 5: Regionale Schule, Verbundene Haupt- und Realschule, Hauptschule, Realschule, IGS, RP Sozialkunde, Erprobungsfassung 2002, Jahrgangsstufen 7-10.
16    MV Gymn., IGS, RP Geschichte, Erprobungsfassung, 2002, Jahrgangsstufen 7-10; MV Regionale Schule, Verbundene Haupt- und Realschule, Hauptschule, Realschule, IGS RP Geschichte (Leitlinien für den Geschichtsunterricht), Erprobungsfassung 2002, Jahrgangsstufen 7-10; TH, Gymn., LP Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12;TH, Regelschule, Geschichte, Lehrplan für die Regelschule und für die Förderschule mit dem Bildungsgang der Regelschule, 1999, Klassenstufen 5/6-9/10.
17    MV, Gymn., IGS, RP Geschichte, Erprobungsfassung, 2002, Jahrgangsstufen 7-10 und MV Regionale Schule, Verbundene Haupt- und Realschule, Hauptschule, Realschule, IGS; RP Geschichte (Leitlinien für den Geschichtsunterricht), Erprobungsfassung 2002, Jahrgangsstufen 7-10.
18    TH Gymn., LP Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12; und TH, 2: Regelschule, LP Geschichte, Regelschule und Förderschule mit dem Bildungsgang der Regelschule, 1999, Klassenstufen 5/6-9/10.
19    TH Gymn., LP Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12.
20    HE Hauptschule, LP Geschichte, Stand 3.6.2002, Bildungsgang Hauptschule, Jahrgangsstufen 5-9/10, ähnlich: HE Realschule, LP Geschichte, Stand 3.6.2002, Abschlussprofil der Jahrgangsstufen 9/10, Bildungsgang Realschule, Jahrgangsstufen 5-10.
21    TH Gymn., Sozialkunde, LP für das Gymn., 1999, Klassenstufen 10-12.
22    Vgl. die entsprechende Expertise unter www.stiftung-aufarbeitung.de und in überarbeiteter Fassung in der Gesamtstudie von 2004 (FN 1).
23    BY: Realschule, Geschichte, Fachlehrplan 1993 (R 4, läuft mit Einführung R 6 aus), Jahrgangsstufen 7-10.
24    BB Sekundarstufe I, Rahmenlehrplan Geschichte, 2002, Jahrgangsstufen 7-10.
25    ST Gymn., Rahmenrichtlinien Gymn./Fachgymnasium, Geschichte, 2000, Jahrgangsstufen 7-10, 11-13; ähnliche Denkanstösse in HE Hauptschule, LP Geschichte, Stand 3.6.2002, Bildungsgang Hauptschule, Jahrgangsstufen 5-9/10.
26    BW Gymn., LP Geschichte (4-stündig), Kursstufe 13, 1995.
27    TH Gymn., LP Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12.
28    HH Gymn., Sekundarstufe I, RP Geschichte, 2002 (aktualisiert am 04.12.2002), Klassenstufen 6-10.
29    HE Hauptschule, LP Geschichte, Stand 3.6.2002, Bildungsgang Hauptschule, Jahrgangsstufen 5-9/10.
30    MV Regionale Schule, Verbundene Haupt- und Realschule, Hauptschule, Realschule, IGS, RP Geschichte (Leitlinien für den Geschichtsunterricht), Erprobungsfassung 2002, Jahrgangsstufen 7-10.
31    Z.B.: BB Gymnasiale Oberstufe, Geschichte, Verbindliche curriculare Vorgaben für den Unterricht in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, 2003, Klassenstufen 12-13; SL Sekundarstufe II, Fachgymnasium, Gemeinschaftskunde, Anhörungsfassung, 1997, 11.-13. Jahrgang; SL Sekundarstufe I der weiterführenden allgemein bildenden Schulen, Gesamtschule, Weltkunde, 1997, Klassenstufen 9/10; TH Gymn., LP. Geschichte, 1999, Klassenstufen 10-12;  TH Regelschule, LP Geschichte, Regelschule und Förderschule mit dem Bildungsgang der Regelschule, 1999, Klassenstufen 5/6-9/10.


 

 

 

 

Alle Artikel können auch als PDF runtergeladen werden. Es handelt sich um Auszüge aus dem jeweiligen Heft. Die Fotos werden aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgebildet.

Diesen Artikel als PDF runterladen          Acrobat Reader 8.1 runterladen