Heft 51/2005 | Sportwunderland ddr | Seite 14 - 20

Jutta Braun/René Wiese

Zweiklassengesellschaft DDR-Sport

Die Veranstalter der offenen polnischen Meisterschaften im Windsurfing trauten 1985 ihren Augen nicht: Einige der DDR-Teilnehmer im Spitzenfeld drehten plötzlich ab und surften mit voller Absicht am Zielraum vorbei.

Der Grund war nicht sportlicher, sondern politischer Natur: Ein Sieg hätte eine Aufnahme ins Wettkampfprotokoll bedeutet, vielleicht sogar eine Erwähnung in der Presse nach sich gezogen. Derartige Aufmerksamkeit wollten die ostdeutschen Windsurfer jedoch unbedingt vermeiden. Sie wollten nicht ins Fadenkreuz der DDR-Sicherheitsorgane gelangen, denn Windsurfing war in der DDR kein gern gesehener, sondern in vieler Hinsicht unterdrückter Sport. 1  

Diese Episode wirft Licht auf die politisch bedingte Hierarchisierung des Sport in der DDR: An der Spitze stand der besonders geförderte Sport I, es folgten der weniger geförderte Sport II und schließlich die vor allem in den 1970er und 1980er Jahren mit Argusaugen beobachteten und restriktiv behandelten Trendsportarten.

Sport war nicht gleich Sport. Die Abstufung folgte der Logik, wie medaillenträchtig eine olympische Sportart war und in welchem Maße sie damit geeignet erschien, im Systemkampf mit dem Westen das Image des Realsozialismus golden erstrahlen zu lassen. Anlass dieser Zweiteilung des Sports war die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees im Jahr 1965, nicht mehr wie bislang eine gesamtdeutsche Olympiamannschaft, sondern zwei getrennte deutsche Teams an den Start zu schicken. Dies löste einen Strukturwandel im Leistungs­sportsystem der DDR aus. War es bislang das Ziel der DDR gewesen, in den gesamtdeutschen Olympiamann­schaften den kopfstärkeren Teil und damit den Chef de Mission zu stellen, galt es nun, so viele Medaillen wie möglich zu erringen. Nach dem erfolgreichen Auftritt der ersten selbständigen Olympiamannschaft der DDR in Gre­noble und Mexico-City kannte die DDR für die Olympischen Sommerspiele in München im Jahr 1972 nur ein Ziel, nämlich eine Platzierung vor der Bundesrepublik zu erreichen, um "dem westdeutschen Imperialismus bei den Olympischen Spielen im eigenen Land eine sportliche Niederlage"2 beizubringen.   

1969 verfügte die SED per Parteibeschluss3, dass künftig "die Konzentration auf eine bestimmte Anzahl von Sportarten, insbesondere medaillen- und punkteintensive Sportarten"4 erfolgen solle. Diese Schwerpunktbildung führte zur Einteilung in den besonders geförderten "Sport I" und den weniger geförderten Bereich "Sport II".5 Als medaillenintensive Sportarten galten etwa Leichtathletik und Schwimmen, da hier eine Person eine Vielzahl olympischer Auszeichnungen erringen konnte. Im Gegensatz dazu boten aufwändige Mannschaftssportarten wie Wasserball und Basketball nur jeweils eine Medaillenchance, beanspruchten jedoch große Hallenkapazitäten,6 folglich wurden sie zu Sport II herabgestuft.

Die Benachteiligung der weniger geförderten Sportarten hatte viele Gesichter: Sie waren künftig von der Teilnahme an internationalen Meisterschaften und Sportwett­kämpfen mit nichtsozialistischen Ländern ausgeschlossen. Es erfolgten empfindliche Einschränkungen bei der Talentförderung, der Anstellung und Ausbildung von Trai­nern, der Zuteilung von Hallenzeiten sowie der Versorgung mit Sportartikeln. Von den 31,155 Mio. Mark Zuwendungsmitteln für Sportverbände im Jahr 1988 flossen lediglich 4,853 Mio. in den Bereich Sport II.7 Die Folgen der plötzlichen Herabstufung waren für die Sportler dramatisch. Die  Basketballnationalmannschaft der Männer, die 1963 immerhin den sechsten Platz der Europameisterschaft belegt hatte und sich 1969 in der Wett­kampfvorbereitung befand, reagierte auf das Reiseverbot, das ihnen ein hoher Funktionär direkt ins Trainingslager überbrachte, mit dem Parteiaustritt von sechs der sieben Spieler. Der Trainer verbrachte anschließend mehrere Wochen in einer psychatrischen Klinik.8 Auch die Medien durften den in Ungnade gefallenen Disziplinen keine große Aufmerksamkeit mehr zuteil werden lassen. So forderte Manfred Ewald von den Chefredakteuren der Massenmedien, sie sollten helfen, "Sportarten zu popularisieren, die auch materiell zu sichern sind, nicht Tennis (weil keine Plätze und Bälle), nicht Pferdesport (weil kein Futter für Reitpferde)."9   

Es ist bislang erst in Ansätzen erforscht, wie stark die Zweiteilung das ostdeutsche Sportsystem dauerhaft deformierte. An dieser Stelle soll der Blick auf zwei  Phänomene gelenkt werden, die mit der strengen Hierarchisierung der Sportarten in der DDR unmittelbar in Zusammenhang standen. Mit dem "Einheitlichen System der Sichtung und Auswahl" wurden seit Anfang der 1970er Jahre junge Talente in die vorgezeichneten Bahnen von Sport I kanalisiert – stets orientiert am staatlichen Bedarf und nicht an individuellen sportlichen Bedürfnissen der Kinder. Zwei­tens steht die Geschichte des Brettsegelns, wie das Windsurfen in der DDR offiziell bezeichnet wurde, exemplarisch für den Umgang des etablierten sozialistischen DDR-Sportsystems mit den sprunghaft sich ausbreitenden Trendsportarten westlicher Herkunft. Die Surfer mussten gegen vielfältige ideologische und sicherheitspolitische Bedenken ansegeln, während die schwerfällige Sportbürokratie angesichts dieser modernen Individualsportart ihre organisatorische Autorität davonschwimmen sah.

ESA: Nachwuchs für Sport I

Parallel zur Zweiteilung des DDR-Sports erprobte die SED-Sportführung ein neues System der Talentsichtung. Dem lag ein schlichtes Rechenexempel zu Grunde, dies­mal mit Blick auf die demographischen Verhältnisse in der DDR. Im Vergleich zu führenden und bevölkerungsreichen Sportnationen wie den USA und der UdSSR stand der DDR nur ein Bruchteil an potentiellem Sportnachwuchs zur Verfügung. Hieraus ergab sich die Schlussfolgerung, dass die DDR aufgrund "geringer Zahl an (...) Kindern und Jugendlichen möglichst jedes Talent finden und fördern"10 müsse.

Damit ja kein Sportnachwuchs durchs Netz rutschen konnte, forderte das Politbüro, "die Sichtung und Auswahl der Talente für alle vorrangig geförderten Sportarten grundlegend zu verbessern und in allen Bezirken und Kreisen durchzusetzen."11 Am 10. Juli 1973 trat die vom Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) und dem Ministerium für Volksbildung erarbeitete Richtlinie der Einheitlichen Sichtung und Auswahl (ESA) offiziell in Kraft. Das System der ESA wurde erstmals 1973/74 in allen Bezirken und Kreisen der DDR umgesetzt.

Zunächst sollte eine Grobvorauswahl der Kinder in der 1. und 4. Klasse erfolgen, in der 8. dann eine Nachsichtung stattfinden.12 Ausgesiebt wurden vor allem die großgewachsenen Kinder und diejenigen, die bestimmten Köperbaumerkmalsgruppen zugeordnet werden konnten. Auf Erhebungs- und Leistungskontrollbögen wurden die Daten der Kinder vermerkt und die für bestimmte Sportarten besonders geeigneten herausgefiltert. Neben der Aufnahme anthropometrischer Werte wurden koordinative und konditionelle Tests durchgeführt. Künftig wurden jährlich ca. 10.000-15.000 Jungen und 5.000-8.000 Mädchen durch die ESA für den Sport rekrutiert und anschließend in so genannte Trainingszentren (TZ) delegiert.13 Der Weg der sportlich talentierten Kinder in bestimmte Disziplinen war so vom Staat vorgezeichnet, ihre Zuweisung folgte primär dem Gebot der "Normerfüllung" in den besonders geförderten Sportarten. Ein weiteres Kriterium der Auslese war neben der schulischen Leistung auch die Überprüfung der Eltern durch das MfS.

Großgewachsener Nachwuchs war vor allem für die Spielsportarten und für das Rudern zentral.14 Um geeignete Jugendliche zu finden, betrieb bereits 1964 der DDR-Fernsehfunk eine Suche nach "jugendlichen Riesen". Das ESA-Verfahren der 70er Jahre geriet in dieser Hinsicht zuweilen aus den Fugen, da um die "Langen" ein Tauziehen zwischen Betriebssportgemeinschaften, Dynamo- und Armeesportclubs stattfand. Im Konkurrenzkampf um die besten Talente entwickelte sich so zwischen verschiedenen Sportarten (Volleyball und Rudern) und Trägern (SV Dynamo, ASV Vorwärts) ein regelrechter Wettlauf, der in unkontrollierte Vorsichtungen schon im Kindergarten und den unteren Schul-Klassen ausartete.15 Talentspähende Trainer und Übungsleiter machten sich auf eigene Faust auf die Suche; zuweilen griffen auch die Abschnittsbevollmächtigten der Volkspolizei (ABV) unterstützend ein. Angeprangert wurde dies jedoch erst zur Wendezeit. So beklagte im November 1989 ein DTSB-Funktionär auf einer Tagung der leitenden Kader in Kleinmachnow die "wilden" Sichtungen durch die Sportvereinigung Dynamo: "...die Sportvereinigung darf in meinem Kreis keine Größensichtung machen". Trotzdem "gehen die ABV-Genossen mit dem Maßband und messen in den Schulen wild rum. Das kann nicht sein (....) Da muss doch die Sportvereinigung kein Staat im Staate sein" DTSB-Präsident Klaus Eichler bestritt diese Praxis nicht einmal, sondern konzedierte, dass es sich hierbei um ein verbreitetes Phänomen handelte: "Das ist zu akzeptieren. All­erdings kann ich aus Gesprächen, die mir meine Frau hin und wieder als Direktor einer Oberschule abends offeriert, oder am Wochenende, in etwa ermessen, dass es noch mehrere geben muss, die völlig unkontrolliert an den Schulen rumrankern und irgendwen vermessen wollen. (Lachen) Also insofern ist das kein spezielles Dynamoproblem."16 Die Suche nach den "Großen" beschränkte sich jedoch nicht auf Kinder, Sportchef Ewald ließ VP-Angehörige in den Straßen ausschwärmen: "Bei der Größen­sichtung, die ja für viele Sportarten eine besondere Rolle spielt, beteiligten sich beispielsweise auch Abschnittsbevollmächtigte der Volkspolizei, die Interesse am Sport hatten. Sie sprachen großgewachsene Jugendliche, 16-17-jährige Mädchen und Jungen auf der Straße an und fragten sie nach ihren Interessen, nach ihrer Bereitschaft, in einen Sportverein zu gehen (...) So lernten wir die Mehrheit der Kinder unseres Landes mit bestimmten körperlichen Merkmalen kennen und konnten sie dann mit Einverständnis der Eltern in das Sichtungs- und Auswahlsystem einbeziehen."17

Eine zweite Zielrichtung neben "besonders groß" ging sehr bald in Richtung "möglichst jung", da ab Mitte der 70er Jahre besonders bei den Turnerinnen mehr und mehr Kinder und Jugendliche die olympischen Entscheidungen dominierten. Es entspann sich eine Diskussion um den Trainingsbeginn im Kindesalter zwischen Volksbildungsministerin Margot Honecker und Manfred Ewald. Im Jahre 1978 bat Ewald das Ministerium für Volksbildung, einer Sichtung und Auswahl für Geräteturnen in den Kindergärten zuzustimmen. Das MfV wies diese Bitte allerdings zurück, die Kindergartensichtung im Turnen und in anderen Sportarten wurde offiziell abgelehnt.18 Doch umgingen die Verbände in der Praxis diese Anordnung – Eislauftrainer blieben häufige Besucher in den Kindergärten, immer auf der Suche nach kleinen Eislaufsternchen.19  

Die mit ESA beabsichtige flächendecke Talentauslese funktionierte zu keinem Zeitpunkt  umfassend und reibungslos: Es wurden in der Regel nur 80-85% der Schüler erfasst. Defizite ergaben sich vor allem in ländlichen Gebieten, wo die Quoten nur bei 50-60% lagen.20 Für einige Sportarten wie Gerätturnen, Sportschwimmen oder Leistungsgymnastik bewährte sich ESA als Hauptsich­tungsweg, in anderen Bereich erzielte das System weniger gute Ergebnisse.21

In Westdeutschland war ESA kaum bekannt, die DDR wahrte ihre Sportgeheimnisse. Selbst in sportwissen­schaftlichen Fachzeitschriften wie "Theorie und Praxis der Körperkultur" tauchte die Bezeichnung ESA nie explizit auf. Die Folgen der Rekrutierung lassen sich heute schwer ermessen. Die hohe Zahl von Ausdelegierungen infolge Belastungsschäden lässt jedoch vermuten, dass vielen Kindern zu früh ein zu intensives Training zugemutet wurde.  

Es bleibt festzuhalten, dass die mit ESA betriebene Kategorisierung der Kinder sich stets allein an zwei Kriterien orientierte: sie derjenigen Sportart zuzuführen, für die ihnen das größte Entwicklungspotential prognostiziert wurde bzw. derjenigen Sportart, deren Nachwuchsbasis im Moment nicht abgesichert erschien. Die Zuordnung richtete sich hingegen nicht nach den persönlichen Vorlieben oder Bedürfnissen der Kinder. Das republikweite Messen und Wiegen  diente allein dem Staatszweck, für Sport I, das internationale Aushängeschild der DDR, die notwendigen Kaderzahlen zur Verfügung zu stellen.

Die Verzerrung, die sich hierbei für die DDR-Sportlandschaft und die Karrierechancen der jungen Talente ergab, formulierte 1986 der Trainer des FC Carl Zeiss Jena, Lothar Kurbjuweit, ebenso resigniert wie pointiert: "Die langen Fußballer sind bei uns Ruderer!"22

Brettsegeln:
eine politisch nicht konforme Sportart

Zwar waren die herkömmlichen Sport-II-Sportarten gegenüber Sport I benachteiligt, jedoch waren sie immerhin ein anerkannter Bestandteil des Systems. Die in den 1970er und 1980er Jahren aufkommenden Trendsportarten hatten es ungleich schwerer. Vorbehalte trafen so unterschiedliche Sportarten wie Yoga, Karate und Triathlon. Die Bandbreite der staatlichen Reaktion reichte von Tolerierung bei Umbenennung ("Aerobic" in "Popgym­nastik"), restriktiver Behandlung (Triathlon) bis zu Repression und Verbot (Yoga, Karate).23

Eine erste Form der Restriktion erfolgte durch die parteioffiziell verordneten Termini: Angloamerikanische Wendungen sollten keinen Eingang in den offiziellen Sprachgebrauch der DDR finden.24 Die DDR-Sportfüh­rung erging sich deshalb in Wortschöpfungen, um die Disziplinen als originäre DDR-Sport-Kreationen auszugeben: Jogging (Meilenbewegung/Sportprogramm), Aerobic25 (Popgymnastik), Bodybuilding (Körperkulturis­tik), Triathlon (Ausdauerdreikampf)26 und Windsurfing (Brettsegeln).27 In der Alltagssprache der Sportler wurden jedoch beide Begriffe: Brettsegeln und Windsurfen wei­terhin synonym gebraucht. Eine sprachliche Entspannung gegenüber Anglizismen zeichnete sich erst gegen Ende der 1980er Jahre ab. Bei der Wahl des offiziellen Namens des in Bernau produzierten Windsurf-Brettes "Heifan 352" war die Nähe zum amerikanischen Wortschatz (High Fun)  nicht mehr zu verleugnen.

Doch bis dahin war eine weite Strecke zurückzulegen: Nachdem Anfang der 1970er Windsurfen, die "Mutter aller Trendsportarten"28, in Westeuropa populär wurde, gelangte sie schnell in das Blickfeld der Freizeitsportler der DDR. Das ein "besonderes Lebensgefühl"29 vermittelnde Surfen übte großen Reiz auf die DDR-Jugendlichen aus. Die amerikanische Herkunft sowie die freiheitsvermittelnden Werte dieser Sportart waren jedoch mit den sozialistischen Ideen von Parteilichkeit, Kollektivgeist und Disziplin nicht vereinbar. Dementsprechend erweckte die Sportart von Anfang an das Misstrauen der DDR-Sportführung.

Als Geburtsjahr des Brettsegelns in der DDR gilt das Jahr 1974.30 Berliner Wasserskisportler lernten 1973 bei einer Schauvorführung während eines Wettkampfes in Polen das neue Sportgerät kennen und waren von dieser Sportart begeistert: "Solch ein Ding muss her!" Mit dieser Motivation wandten sich die Wasserskisportler an den Bootsbauer Ralf Hellwig (Senzig), der dann 1974 seine ersten 20 "Geigenkästen" entwickelte. Hellwig nutzte eine Bauanleitung für ein Surfbrett aus der Jugendzeit­schrift "Pfiffikus".31 Besonders hilfreich für die "Bastler" war die in der DDR unabhängig von den Sportinstitutionen erscheinende FDJ-Zeitschrift für junge Bastler und Tüftler "Practic".

Erst 1976 setzte die industrielle Fertigung von Segelbrettern ein. Neben den ersten Anfängen in Ammendorf ("Delta") wurden in der Yachtwerft Berlin ("Yptron")32 und im Pressstoffwerk Bernau ebenfalls Prototypen entwickelt und erste Serien hergestellt.

Aber trotzdem konnte der Bedarf der Freizeitsportler nicht gesichert werden. Die Nachfrage an Brettern war weitaus größer als das zur Verfügung stehende Angebot. Ungefähr ein Jahr Wartezeit mussten die Freizeitsportler bis Mitte der 1980er Jahre nach Eingang der Bestellung einplanen, was im Vergleich mit den Wartezeiten für ein DDR-Kraftfahrzeug (Trabant und Wartburg) günstig war. Leider war die Wertbeständigkeit der "Delta"- Bretter, um mit den Worten eines Zeitzeugen zu sprechen, in den Dimensionen der "Trabant- und Wartburg-Qualität" angesiedelt. So kam es vor, dass die auf 25 kg genormten Bretter Masseunterschiede zwischen 1 bis 5 kg aufwiesen, was sich nachteilig auf die Chancengleichheit bei Regatten auswirkte.33

In den 1980er Jahren entwickelte sich ein schwungvoller Handel zwischen Sportlern aus Ost und West, die durch Kontakte auf den Auslandsregatten zustande kamen. Auch DDR-Rentner erschienen mit umfangreichen Bestelllisten ihrer Enkel in Westberliner Surf-Shops, um die neuesten Entwicklungen des internationalen Marktes zu ergattern.34 So fanden Surfbretter, aber auch Einzelzubehör und Infor­mationsmaterial aus westlichen Windsurfing-Zeitschriften bei DDR-Surfern reißenden Absatz.35

So erfinderisch und vielgestaltig die Eigenbau-Welt der Brettsegler auch war – sie schützte sie nicht vor dem unweigerlichen organisatorischen Zugriff durch den Sport­apparat. Der Segler-Verband (BDS) streckte vereinnahmend seine Hand nach den Windsurfern aus,36 wobei streng darauf geachtet wurde, dass "dass die Brettsegler sich nicht zu einem selbständigen Bestandteil des BDS entwickeln."37

Der Bund Deutscher Segler hoffte, die dynamische Entwicklung des Windsurfing als Zugpferd für die eigene Mitgliederwerbung nutzen zu können. Die Mitgliedschaft bot den Brettseglern uneingeschränkten Zugang zum Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb (ÜTW),38 Ver­sicherungsschutz und Vereinsleben. Dieser Zugang war allerdings auch schon alles, was die Windsurfer an dieser organisatorischen Anbindung interessierte. Sie galten als "aufmüpfig"39 und waren anfangs keine gern gesehenen Neulinge in den Segelsektionen der Betriebssportgemein­schaften.40 Die Berührungsängste wurden durch das unterschiedliche Selbstverständnis beider Sportdisziplinen hervorgerufen: Das Segeln war geprägt durch ein traditionelles Regelwerk, das Brettsegeln dagegen durch die betonte Offenheit und "Lockerheit". Die Windsurfer waren zwar am Regattabetrieb interessiert, hatten ansonsten jedoch kein Interesse, feste Strukturen aufzubauen. Man wollte diesen Sport frei von allen Zwängen betreiben. Die traditionellen Sportstrukturen der Segler und das damit verbundene Engagement (Vereinsleben, Übungsleiter- und Schieds­rich­ter­tätigkeit, Wettkampforganisation, Funktio­närs­posten) waren für die Mehrzahl der Brettsegler ein Graus.

Doch versuchte der Verband, mit weiteren bürokratischen Hürden die Windsurfer einzuengen: Seit dem Mauer­bau 1961 existierten verschärfte Restriktionen für die Wassersportmöglichkeiten auf den Gewässern und Seegewässern der DDR, die nun auch für das Segelbrett Anwendung fanden. Die Fahrbereiche an den Wasserstraßen für Brettsegler wurden zwischen 1975 und 1989 sukzessive verkleinert. Um dieser Einschränkung zu entgehen, verlangte der Gesetzgeber  "eine Zusatzprüfung für das Brettsegeln nachweisen zu können."41 Am ÜTW des Verbandes durften die Brettsegler ohne diese Qualifikation nicht teilnehmen.42 Dies bedeutete, dass freizeitsport­liches und wettkampforientiertes Brettsegeln auf Wasserwegen der Binnen- und Berufsschifffahrt nur über den Weg dieser Prüfung möglich war. Hieran knüpfte der BDS verbandsegoistische Interessen. Durch die so genannte "Grundausbildung für Bürger, die keiner Segelsektion des BDS der DDR angehören", wollte der Verband einerseits den zahlenmäßigen Umfang der Anhänger dieser neuen Sportart erfassen. Andererseits sollte der Versuch unternommen werden, diese Maßnahme "zur gezielten Mitglie­derwerbung zu nutzen".43

Ambivalent war auch die Reaktion des BDS auf die Eigenbauaktivitäten. Der Verband befand sich in dem Dilemma, systemkonform agieren zu müssen und dabei gleichzeitig den Interessen nicht nur seiner Verbandsmitglieder, sondern aller Segelsportinteressierten gerecht werden zu wollen. Durch die informellen Kontakte, auch ins westliche Ausland, die sich bei der Beschaffung von Bauplänen und Material zwangsläufig ergaben, war der BDS in seiner Stellung als sozialistischer Sportverband anfechtbar. Deshalb versuchte er den "Hobbybastlern" eigene Angebote (z.B. Bauanleitungen von Brettern und Zubehör) zu unterbreiten, um damit als Bindeglied zwischen staatlicher Wirtschaft und bürgerlichem Eigenenga­gement regulierend wirken zu können.44

Die erste offizielle Surf-Regatta fand 1975 in Waren/Müritz statt.45 Dem ersten deutsch-deutschen Windsurfing-Treffen am Müggelsee in Berlin hingegen lag informelles Sportengagement zugrunde. Durch "Mundpropaganda" hatte sich der Termin bei Westberliner Windsurfern herumgesprochen, so dass sich Ost- und Westberliner Surfer teils mit und ohne Surfbrett am Müggelsee trafen. Normalerweise oblag die Organisation des innerdeutschen Sportverkehrs dem DTSB und bedurfte deshalb einer besonderen Genehmigung. So erstaunt es nicht, dass dieses Aufsehen erregende Treffen auf Missfallen bei Volkspolizei und dem Ministerium für Staatssicherheit stieß. Die Ostberliner Organisatoren des wilden Windsurfing-Treffens wurden in die Berliner MfS-Dienststelle beordert und befragt.46

Zwischen 1977 und 1980 entwickelte sich ein  nationales Wettkampfsystem. 1982 resümierte Eberhard Re­schwamm, dass republikweit insgesamt 60 bezirksoffene bzw. DDR-offene Regatten mit nicht weniger als 279 Wettfahrten organisiert worden waren.47 Die Regattabeteiligung betrug nach Angaben des "Segelsport" 1984 zwischen 60 bis 90 Teilnehmer pro Veranstaltung.48 Als Brettsegel-Zentren galten die Bezirke Rostock, Berlin und Leipzig. Diese stellten die meisten Medaillengewinner bei den nationalen Titelkämpfen.

Doch hatte sich in der Zwischenzeit der internationale Trend längst in Richtung Funsport weiterentwickelt. Seit längerer Zeit war ein breites Spektrum an Fun- und Race­boards in verschiedenen Formen der Freizeit- und Re­gattabetätigung zugelassen. Auch in der DDR wuchs rasch eine "Funsportszene", deren Anhängerschaft sowohl aus Nichtorganisierten als auch aus Gruppen der im BDS verankerten Brettsegler bestand. In ihr fanden sich die unterschiedlichsten Personen, von "Aussteigern" bis zu gesellschaftlich Etablierten, wieder. Außerhalb jeglicher Verbandsstrukturen betrieben sie in Eigenregie ihren Sport. Diese Funboard-Brettsegler trafen sich spontan in den besten zugänglichen Surf-Revieren der DDR.

Offizielle Funboardangebote von Seiten des Verbandes wurden nicht in Erwägung gezogen. Der Verband ging keinen Schritt von seiner "Bootsklassenpolitik" ab und betrachtete das Brettsegeln ausschließlich im seit 1978 vorgeschriebenen Delta-Format als  angebracht. Der internationale Trend im Funboardbereich wurde vom Verband glatt ignoriert – doch erhielt der BDS hierfür sehr bald die Quittung.

Während der Verband noch unter dem Motto "Brett­segeln – ein Sport, der individuelles Können, aber nicht unbedingt Individualisten verlangt"49 versuchte, dem "Heer der wilden Segler" einen Mitgliedsausweis des BDS schmackhaft zu machen, wurde sein Monopol bereits von ganz anderer Seite in Frage gestellt.  

Denn seit Beginn der 1980er Jahre entstand eine für den DDR-Sport unverhoffte und absolut neuartige Form des Sportangebots: kommerzielle Surfschulen und Verleihe. In Berlin, Potsdam, Brandenburg-Kirchmöser (Bezirk Pots­dam), Cottbus und in Gallentin (Kreis Wismar-Land, Bezirk Schwerin) wurden private Surfschulen gegründet.50

Eine der Surfschulen erregte die Aufmerksamkeit des DTSB-Präsidenten Manfred Ewald und des Leiters des Staatssekretariats für Körperkultur und Sport, Günter Erbach: Im Fall der Surfschule Karl Schnitzlers (Neffe Karl Eduard von Schnitzlers)51 im Kreis Wismar-Land nahm Ewald 1986 erstmalig überrascht Notiz von den Problemen des Brettsegelns. Die Existenz privater Sportanbieter außerhalb des DTSB, die von den lokalen staatlichen Ämtern für Erholungswesen genehmigt wurden, ließen Ewald hellhörig werden. Um die Belange des Brettse­gelns, ob organisiert oder nicht, sollte sich der Verband kümmern. Der DTSB-Präsident monierte, "dass das Brett­segeln Teil unseres Bundes Deutscher Segler sein muss".52 Wenige Tage später, im Oktober 1986, verfügte das Amt für Erholungswesen die Auflösung des Gewerbebetriebes. Schnitzler, durch einen Brand in seiner Surf­schule zusätzlich geschädigt, sah als Ausweg nur die "Republikflucht". 53

Die formale Zuordnung der Brettsegler zu den weniger geförderten Sportarten  implizierte Beschränkungen im internationalen Wettkampfverkehr. International teilten die Windsurfer der DDR das gleiche Schicksal wie die anderen Sport-II-Disziplinen. Die Teilnahme an internationalen Meisterschaften (offene nationale Meisterschaften, EM, WM oder Olympische Spiele) blieb ihnen verwehrt.  Aufgrund der Reisebeschränkungen durften die Regattasportler ausschließlich in sozialistischen Ländern ihr Können unter Beweis stellen. Doch sogar hier kam es zuweilen zu Verboten durch den Präsidenten des BDS, Herbert Fechner. So bei der 1980 in Ungarn (Balaton) durchgeführten Windglider-Weltmeisterschaft. Wer es wa­gen sollte, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, dem wurde eine lebenslange Startsperre angedroht. Wie wirksam diese Drohung war, belegt die Tatsache, dass von den 40 angereisten DDR-Brettseglern niemand an den Start ging.54 Teilweise starteten Brettsegler im Ausland unter falschem Namen, um zu Hause keine Schwierigkeiten zu bekommen.55

Weitere sicherheitspolitische Einschränkungen waren durch das 1961, nach dem Mauerbau, erheblich verschärfte Grenzregime der DDR vorgegeben, das in der "Anordnung über die Ordnung in den Grenzgebieten und den Territorialgewässern der DDR"  fixiert war. Betroffen waren hier die Ostsee als natürliche Grenze zur Bundesrepublik und nach Skandinavien und die Wasserwege, die im Grenzbereich zur Bundesrepublik und Westberlin lagen. Aber auch für die Grenzflüsse nach Polen ergingen gesonderte Bestimmungen. Um die Staatsgrenze nach außen und nach innen "zu sichern", wurden erhebliche Einschränkungen verfügt, die ein Sporttreiben im Seegebiet für die normalen Segler fast gänzlich unmöglich machten.56

Auch für die Brettsegler  gab es keine Möglichkeit, auf der so begehrten Ostsee zu surfen, wie es im Nachbarland Polen oder unter Sonderregelungen den Club-Seglern gestattet war. Denn Entfernungen zwischen dem Darß und Dänemark (ca. 35 km) konnten bei guter Wetterlage in 90 Minuten überbrückt werden. Der "Präzedenzfall" der ersten Brettsegel-Bestenermittlung 1977 an der Ostseeküste legte die "Republikflucht" - Phobie der staatlichen Grenzsicherungsorgane offen. Die Organisatoren der Hoch­schul­sportgemeinschaft der  Ingenieurhochschule für Seefahrt suchten die Bedenken der Grenzer zu zerstreuen, indem sie versicherten, dass die Brettsegler jederzeit mit dem Radar erfasst werden könnten. Die Genehmigung für diese Regatta wurde daraufhin tatsächlich analog zu den bisherigen traditionellen Segelregatten erteilt.57 Die Organisatoren erhielten dennoch Auflagen, die alle sicherheitspolitischen Ängste des Staates widerspiegelten:

  • die Surfbretter durften nicht auf dem Auto gelagert werden,
  • die Bewachung der Surfbretter während des Wettkampfes musste sicher gestellt werden,
  • die Surfbretter mussten nach dem Wettkampf mit in die Unterkunft genommen und dort "sicher" gestellt wer­den.Die offizielle Begründung für diese Maßnahmen war der mögliche Diebstahl und damit verbunden eine Hilfestellung zur Republikflucht.58

Nach dem Wettkampf wollten es die Grenztruppen dann doch noch genauer wissen: Sie forderten einen empirischen Nachweis der angeblich garantierten Radarerfassung.59 Das Ergebnis war für den Brettsegelsport verheerend. Eine 100%ige Sichtung auf dem Radar konnte nicht nachgewiesen werden. Die Austragung der Meisterschaften fand künftig ausschließlich auf den großen Bin­nenseen und Boddengebieten der DDR statt.

Nach der Maueröffnung, am 2. Dezember 1989 fand die erste offizielle deutsch-deutsche Regatta auf dem Wann­see statt. Bei winterlichen Temperaturen hatte der Westberliner Verband Teilnehmer aus Ost und West eingeladen. Von den 25 Aktiven gingen 13 aus Ostberlin an den Start und nutzten das Treffen für einen ersten freien Erfahrungsaustausch.60 Mit der Abschaffung des Befähigungsnachweises im März 1990 verlor der BDS mit seinem Brettsegel-Ausbildungsmonopol ein staatliches Privileg. Segler und Brettsegler konnten sich nun in Ausbildungseinrichtungen außerhalb der Sportverbände be­schu­len lassen. Damit war der Weg zu privaten Surf­schulen offiziell geebnet.

Die letzten DDR-Meisterschaften im Brettsegeln fanden in Rerik/Salzhaff im Sommer 1990 statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Surf-Szene in der DDR komplett verändert. Trotz der neuen Sportbootanordnung, die ein Windsurfen auf den Meergewässern ermöglichte, war ein Auflösen der DDR-Windsurf-Szene nicht mehr zu verhindern. Ein großer Teil der DDR-Surfer nutzte die neuen Reisemöglichkeiten zur Erkundung von ehemals verbotenen Surfgebieten. Andere siedelten in die Bundesrepublik über.61

Einige DDR-Surfer suchten indes neue Formen der Organisation. Im Frühjahr 1990 wurde unter Vorsitz von Rainer Hermes der Verband Deutscher Surfer der DDR (VDS) gegründet. Dazu wurde auch der Verbandsvorsitzende des westdeutschen VDS eingeladen. Im Schwange der deutsch-deutschen Euphorie hatten die ostdeutschen Surfer das Ziel, schnellstmöglich einen Beitritt zum West-Verband zu erlangen. Nach dem Zusammentreffen der DDR-Surfer mit Sportfunktionären aus dem Westen trat jedoch Ernüchterung ein, da ihnen lediglich eine Prüfung des Beitritts in Aussicht gestellt wurde. Das zurückhaltende Auftreten der westdeutschen Sportfunktionäre konnte die DDR-Surfer nicht überzeugen. Deshalb entschlossen sie sich, von weiteren Beitrittsbemühungen Abstand zu nehmen.  Die organisierten DDR-Surfer blieben dem BDS treu, der dann 1991 als Verband dem Deutschen Segler-Verband beitrat.

Fazit
Das Neue Forum kritisierte Anfang Dezember 1989 den Missbrauch des Sports zu politische Zwecken und die Disproportionen der staatlichen Zuwendungen: "Der Sport der DDR – ein gigantisches Dekorationsstück der Partei und Regierung – hat seine Wurzeln nicht im Volk. Die Notwendigkeit, das Sein der DDR durch den Schein olympischer Medaillen aufzupolieren, verlangte die vorrangige leistungssportliche Förderung olympischer Disziplinen."62 Auch ZK-Abteilungsleiter Rudi Hellmann bezeichnete in der Wendezeit die Trennung von Sport I und Sport II als "großen Fehler" und "eine Verletzung der Demokratie", während Manfred Ewald unbeirrt an der politischen Notwendigkeit festhielt.63

Aufgrund der rigiden Zweiteilung waren seit Ende der 1960er Jahre ganze Sportarten an ihrer freien Entfaltung gehindert worden.  Der Nachwuchs wurde weiterhin mit Hilfe der "Einheitlichen Sichtung und Auswahl" zielsicher dem Sport I zugeführt. Allerdings stellte sich die beabsichtige planmäßige Aufzucht von Spitzensportlern zu keinem Zeitpunkt als perfekt heraus, das System hatte Lücken. Unsicherheit machte sich breit, als seit Mitte der 1970er Jahre junge Sport-Enthusiasten amerikanische Trend­sport­arten importierten. Das Aufkommen der Trendsportarten war ein Modernisierungsschub, der den Staat unerwartet herausforderte. Einerseits suchte der DTSB von dieser neuen Entwicklung zu profitieren und gewährte ihr Nischen, andererseits griffen die üblichen ideologischen und sicherheitspolitischen Vorsichtsmaßnahmen. Und die Bedenken waren, aus SED-Perspektive, sogar begründet, da der neue Trendsport tatsächlich Folgewirkungen (private Surfschulen) zeitigte, die das etablierte System weiter auszuhöhlen drohten. Auch die Weigerung vieler Brettsegler, ein funktionierender Bestandteil des DTSB-Sportgefüges zu werden, wirkte irritierend: Einfach das Brett nehmen und lossurfen, ohne Kollektiv, Funktionäre und Registrierung, ein solches Sportverständnis war im linientreuen Kanon der DDR nicht vorgesehen.

Als das Ende der DDR kam, waren es allerdings nicht die misstrauisch beäugten Trendsportler, die hierzu maßgeblich beitrugen. Und ebenso wenig vermochte der hochgezüchtete Sport I in den entscheidenden Herbsttagen das zu tun, wozu er ausersehen war, nämlich das Ansehen des Staates nach innen und außen zu stärken. Der Leistungssport der DDR, der stets eine dominante Rolle im Gesell­schaftsleben gespielt hatte und der zum Nachteil anderer Bereiche stets übermäßig subventioniert worden war – dieser Sport stand beim geräuschvollen Zusammenbruch des SED-Staates sehr still im Abseits.

Zu Dr. Jutta Braun siehe die biographischen Anmerkungen auf Seite 37.
René Wiese (geb. 1968), Studium von Geschichte, Sport und Erziehungswissenschaften an der FU Berlin; nach Abschluss des Ersten Staatsexamens 1999 Projektmitar­beiter am Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam; zeitgleich Absolvierung des Referendariats; laufende Promotion zur Geschichte der Kinder- und Jugendsportschulen der DDR; Stipendiat der "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur"; Veröffentlichungen zur DDR-Sportgeschichte (u.a. KJS, Fußball, Trendsport, Erziehung im Sport).

1     Zeitzeugengespräch Eberhard Reschwamm, Rostock, 02.08.2002.
2     SED/ZK/Westabteilung: "Sportpolitische Argumentation für die weitere Vorbereitung unserer Olympiakader auf die Olympischen Spiele 1972 in Sapporo und München". SAPMO DY 30/IVA2/1002/14.
3     "Grundlinie der Entwicklung des Leistungssports in der DDR bis 1980", 19.3.1969. SAPMO DY 30/JIV2/3/159; abgedr. als Dokument 54. in: Teichler, Hans Joachim: Die Sportbeschlüsse des Politbüros. Eine Studie zum Verhältnis von SED und Sport mit einem Gesamtverzeichnis und einer Dokumentation ausgewählter Beschlüsse. Köln 2002, S. 561-568; "Die weitere Entwicklung des Leistungssports bis zu den Olympischen Spielen 1972" (1969) SAPMO DY 30/JIV/2/2/1223, abgedr. als Dokument III/4, in: Spitzer, Giselher/Teichler, Hans Joachim/Reinartz, Klaus: Schlüsseldokumente zum DDR-Sport. Ein sporthistorischer Überblick in Originalquellen. Aachen 1998, S. 154-174.
4     Grundlinie der Entwicklung des Leistungssports in der DDR bis 1980, in: Teichler, Sportbeschlüsse, S. 567.
5     Reinartz, Klaus: Die Zweiteilung des DDR-Sports auf Beschluss der SED, in: Teichler, Hans Joachim/Reinartz, Klaus (Hrsg.): Das Leistungssportsystem der DDR in den 80er Jahren und im Prozess der Wende. Schorndorf 1999, S. 55-85 und Reinartz, Klaus/Spitzer, Giselher: Verborgener Strukturwandel durch Medaillenfixierung. Vom Versuch der Hegemonie in der gesamtdeutschen Mannschaft zur Hegemonie im Weltsport, in: Spitzer/ Teichler/Reinartz, Schlüsseldokumente, S. 131-139.
6     "Einer möglichen Medaille im Wasserball stehen 79 Medaillenmöglichkeiten im   Schwimmsport gegenüber; in den Berliner Leistungszentren werden jedoch bis 18.00 Uhr nur 70% der Wasserfläche für das Schwimmtraining genutzt, während bisher etwa 30% dem Wasserball zur Verfügung gestellt werden." DTSB/Büro des Präsidiums, Referat auf der 10. Bundesvorstandssitzung des DTSB. SAPMO DY 12/6005.
7     Reinartz, Zweiteilung, S.73.
8     Berndt, Ivo: Basketball in der DDR. Eine Sport-II-Sportart im Wandel der Zeit. Projektstudie Univ. Potsdam, 2000, S.10; Wonneberger, Günther: Die Auswirkungen des Leistungssportbeschlusses von 1969 auf den Basketballsport in Leipzig – Erinnerungen eines Zeitzeugen, in: Spitzer, Giselher/Braun, Harald (Hrsg.): Der geteilte deutsche Sport. Tagung der dvs-Sektion Sportgeschichte vom 24.-26.März 1995 in Potsdam. Köln 1997, S. 155-158.
9     SED/ZK/Büro Schabowski, Agitationssitzung vom 16.12.1982. SAPMO, DY 30/IV2/ 2.040/12.
10     Seminarplan für den Komplex "Nachwuchsleistungssport" vom März 1971, in: SAPMO BA DY 30/IVA2/18/3. Lickfers, Torsten: Talentauslese und -förderung in der DDR. Entstehung und Entwicklung der "Einheitlichen Sichtung und Auswahl" (ESA. Univ. Potsdam, Berlin 2003, S.15.
11     Politbürobeschluss über "Die Weiterentwicklung des Leistungssports der DDR bis 1988 und die Vorbereitung der olympischen Sommer- und Winterspiele 1976, vom 27.3.1973. BA SAPMO DY 30 JIV 2/2 1440.
12     Untersuchungen erfolgten in der 1. Klasse besonders für Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen und Wasserspringen, also Sportarten mit relativ frühem Hochleistungsalter. In der 4. Klasse erfolgte sie für alle anderen besonders geförderten Sportarten und als Nachsichtung für die in der 1. Klasse überprüften Sportarten
13     Lickfers, Talentauslese, S. 42.
14     Ausgehend davon, dass nur 2,5% der Kinder über 190 cm groß wurden, erwartete die DDR ein rechnerisches Potential von 2.301 Sportlern. Im Vergleich dazu wurden für die BRD 7.578, die USA 39.753 und für die UdSSR 57.345 Personen dieser Mindestgröße errechnet. Vgl. DHfK Sek. II, FG Eignung und Auswahl: Vorschläge zur Vervollkommnung des 1.Auswahlschrittes der ESA für TZ unter der besonderen Bedingung der Sichtung für geburtenschwache Jahrgänge, vom 18.11.1983. BA SAPMO DY 12/1282.
15     Teichler, Hans Joachim: Nachwuchsleistungsport, in: Teichler/Reinartz, Leistungssportsystem, S. 116-131; S.123.
16     Tonbandmitschnitt der Rede von Klaus Eichler bei der Tagung des DTSB am 7.11.1989 in Kleinmachnow. BA SAPMO DY 12 (vorl. Bündel 1124) A 12241/12242.
17     Ewald, Manfred: Ich war der Sport. Berlin 1994, S.74.
18     Lickfers, Talentauslese, S. 60.
19     Hartmann, Goldkinder, S. 116.
20     Margot Honecker an Egon Krenz, 27.3.1987: Zu den Problemen der Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungssports im Schulalter in der DDR". BA SAPMO DY 30/IV2/2.039/250. Zit. nach Teichler, Leistungssportsystem, S. 173.
21     Bei den Spielsportarten, vor allem Handball- und Volleyball, wurden nicht die gewünschten Kaderzahlen erreicht.
22     "Der Fußball-Trainer aus Jena leistet sich Träume, weil er Realist ist." FAZ, 18.9.1986. Der Fußball besaß eine Sonderrolle im DDR-Sport: Aufgrund seiner hohen Popularität genoss er zwar eine besondere Förderung, wurde jedoch gerade bei der Nachwuchssichtung gegenüber den medaillenträchtigen olympischen Sportarten vernachlässigt.
23    Vgl. Austermühle, Theo: Konflikte und Konfliktlösungen im Sport, in: Hinsching, Jochen (Hrsg.): Alltagssport in der DDR. Aachen 1998, S. 135-157.
24    Vgl. Lehnert, Martin: Der angloamerikanische Einfluss auf die Sprache in der DDR, in: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften der DDR – Gesellschaftswissenschaften (1986), Nr. 6/G, S. 8-88; S. 22ff.
25    Lehnert behauptet, dass die Aerobic-Welle von 1983 weder direkt aus den USA noch indirekt über die Bundesrepublik die DDR erreicht habe. Vgl. ebd., S. 22. In diesem Punkt kann Lehnert nicht zugestimmt werden, da mit der Popgymnastik ab den 1980er Jahren eindeutig Formen der Aerobic (z.B. Fernsehsendung Medizin nach Noten) aufgegriffen wurden.
26    Die Bezeichnung des Ausdauerdreikampfes wurde von der Basis erfunden, um in der Anfangszeit bei den zentralen DTSB-Organen kein Aufsehen zu erregen und ohne restriktive Maßnahmen Triathlonwettkämpfe organisieren zu können. Vgl. Ehrler, Wilfried: Triathlon in der DDR. Breitensport unter Modernisierungsdruck, in: Hinsching, Alltagssport, S. 259-271, S. 262.
27     Offiziell bemühte man die Argumentation der Soziolinguisten. Lehnert, Einfluss, S. 53. Diese forderten, sich allgemeinverständlich auszudrücken und unnötige Fremdwörter zu vermeiden, wenn entsprechende deutsche Wörter zur Verfügung standen. In der SU wurde hingegen die Bezeichnung "Windsurfing" direkt ins Russische übernommen. Ebd, S. 24.
28    Lamprecht, Markus/Stamm, Hanspeter: Vom avantgardistischen Lebensstil zur Massenfreizeit. Eine Analyse des Entwicklungsmusters von Trendsportarten, in: Sportwissenschaft (1998), H. 3-4, S. 370-387; S. 375.
29     Erfunden wurde dieser Sport an der kalifornischen Küste gegen Ende der 1960er Jahre vom Flugzeugkonstrukteur Jim Drake. Der Name entwickelte sich in Ableitung vom Surfen (Wellenreiten) zur Bezeichnung "Windsurfing". Damit wurde eine ungezwungene Lebensweise assoziiert, die mit "Flower-Power", spezieller Kleidung, Musik und Haarmode, aber auch dem Genussmittel- und Drogenkonsum der Jugendlichen einherging. Vgl. Stanciu, Ulrich: Geniestreich. So erfand Jim Drake das Windsurfen, in: Surf (1982), H. 5, S. 78-79.
30    Hinter der Mauer – Surfen auf den Gewässern im Osten, in: Müller, Klaus: Festschrift. 50 Jahre Berliner-Segler-Verband 1949-1999. Berlin 2000, S. 95-98; S. 95.
31    Zeitzeugengespräch Joachim und Sybille Längert, Berlin, 10.04. 2001. Im Folgenden werden Zeitzeugengespräche bei wiederholter Nennung so zitiert: Zeitzeugengespräch Name, Datumsangabe (z.B. Zeitzeugengespräch Längert, 2001).
32    Friemel, Gerd: Berliner Auftakt der Windsurfer, in: Segelsport (1975), H. 12, S. 6-7; Czerwonka, Ulrich: Balance-Segler Typ Yptron, in: Segelsport (1976), H. 2, S. 14.
33     Zeitzeugengespräch Steffen Kinzl, Berlin, 27.03.2001.
34     Vgl. Fabritius, Dieter: Surf-Szene Berlin. West-Side-Story, in: Surf (1983), H. 11, S. 64-68; S. 68.
35     Diesbezüglich sind ähnliche Tendenzen wie im alpinen Skisport erkennbar, wo mit dem ’69er Leistungssportbeschluss eine Sportart aus der DDR-Leistungssportlandschaft und damit auch das Sportgerät (Alpinski) aus den staatlich geleiteten Produktionsprogrammen verschwand. Vgl. Austermühle: Konflikte, S. 135-159; S. 142f. Beim Brettsegeln war dagegen die mangelhafte Qualität und die unzureichende Produktpalette an Surfbrettern von entscheidender Bedeutung. Besonders im westdeutschen Windsurfing-Magazin Surf wurden Kontakte zwischen Ost- und Westdeutschen Windsurfern vermittelt. Vgl. Leserbrief (Thomas W., Niederburgwitz): Selbstbau drüben, in: Surf (1984), H. 8, S. 10 und Leserbrief (Klaus B., Limbach-Oberfronau): Surf nach drüben, in: Surf (1984), H. 11, S. 14.
36    Vgl. Friemel, Gerd: Berliner Auftakt der Windsurfer, in: Segelsport (1975), H. 12, S. 6-7.
37     Schröter, Karlheinz: In der Spitze gewachsen – in der Breite stabil. Gedanken und Anmerkungen zur Auswertung der Saison 1982 im Regattasport der nationalen Bootsklassen/Vorschläge zur weiteren Verbesserung werden bereits diskutiert, in: Segelsport (1983), H. 3, S. 4-6; S. 5.
38     Auf den Wasserstraßen mit Fahrzeugverkehr schränkte der Staat die freie Sportausübung ein. Nur den Sportverbänden mit ihrem ÜTW waren Sonderregelungen eingeräumt worden.
39     "Wilde Horde" war ebenfalls ein gern genannter Ausdruck für die Brettsegler in der DDR. Zeitzeugengespräch Längert, 2001.
40     Heyden, Günter: Quantitativer Aufschwung wurde von qualitativem Leistungssprung begleitet. Das Sportjahr 1979 der Brettartisten in der Rückblende, in: Segelsport (1979), H. 11, S. 10.
41     §3/Abs.16 der Anordnung Nr. 2 über den Verkehr mit Sportbooten – Sportbootanordnung (SBAO) – vom 15.05.1979 (Sonderdruck Nr. 730/1), S. 1f.
42    Neben der Zusatzprüfung Brettsegeln waren bei der Anmeldung zu einer Regatta die Registrierung des Brettes sowie die Mitgliedschaft im DTSB oder der GST (1979 bestand zusätzlich die Möglichkeit der Mitgliedschaft im ADMV-Wasserski) verpflichtend. Zusätzlich waren später eine sportärztliche Untersuchung und ein Schwimmbefähigungsnachweis zu erbringen. Vgl. Heyden, Günter: Brettsegeln. Berlin 1979, S. 59 und Ders., Brettsegeln. Berlin 1982, S. 64.
43    Nolte, Joachim: Lehrgänge sind kein Hobby. Auszug aus dem Beschluss des Präsidiums des BDS der DDR über die Grundausbildung im Segeln vom 2. Juni 1977, in: Segelsport (1977), H. 12, S. 12-13; S. 12.
44     Dies betraf auch die Bekleidung. Heyden gibt in seinem methodischen Lehrbuch Brettsegeln Tipps, wie man aus handelsüblichen Taucheranzügen, gut sitzende Surfbekleidung herstellen kann. Vgl. Heyden, Brettsegeln, S. 14. Vgl. Nolte, ABC, S. 106.
45     Veranstalter war der Privatmann Wolfgang Dreier; Zeitzeugengespräch Reschwamm, 2002. Die erste Berliner Regatta fand auf dem Krüpelsee bei Senzig statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Gerd Friemel beim MC Neptun Berlin. Vgl. das Kapitel: Hinter der Mauer – Surfen auf den Gewässern im Osten, in: Müller, Festschrift, S. 95-98; S. 95.
46     Zeitzeugengespräch Längert, 2001. Aufgrund des Einfuhrverbotes von Surfbrettern war es einigen Westberliner Windsurfern nicht gelungen, ihre Windsurf-Ausrüstung mit nach Ost-Berlin zu schmuggeln. Trotzdem fand ein Austausch privater und sportlicher Erfahrungen zwischen den Sportlern aus Ost und West statt.
47     Vgl. Reschwamm, Eberhard: Spitzenstellung der Berliner. Rückblick auf die Brettsegelsaison 1982/Besondere Aufmerksamkeit gilt der Kinder- und Jugendarbeit/Im männlichen Jugendbereich hervorragender Nachwuchs vorhanden, in: Segelsport (1983), H. 3, S. 6.
48     Vgl. Fechner, Herbert: Die neuen Ziele sind abgesteckt. Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht des Präsidiums auf dem VII. Verbandstag, in: Segelsport (1984), H. 5, S. 3-7; S. 4.
49    Fischer, Heidi: Neue Ideen und neue Impulse sind gefragt, in: Segelsport (1986), H. 1, S. 4.
50     Erbach an Ewald, 21.11.1986, betr. Surfschule Schnitzler. BAB DR 5/1618;  Zeitzeugengespräch Schmidt, 2001;
51     Karl Eduard von Schnitzler war Autor und Moderator der Fernsehsendung Der schwarze Kanal. Vgl. Müller-Enbergs, Helmut/Wielgohs, Jan/Hoffmann, Dieter (Hrsg.): Wer war wer in der DDR? Ein biographisches Lexikon. Bonn 2001, S. 757.
52    Ewald an Erbach, 29.09.1986, betr. Surfschule Schnitzler. BAB DR 5/1638.
53     Am 02.12.1986 belegt eine handschriftliche Aktennotiz die Republikflucht für den 23.11.1986. Ewald an Erbach, 29.09.1986, betr. Surfschule Schnitzler. BAB DR 5/1638.
54     Vgl. Kloos, Gerd: Ost-Politik. Windglider-Weltmeisterschaften auf dem Plattensee in Ungarn, in: Surf (1980), H. 11, S. 28-32; S. 30. Als offizielle Begründung des Verbandes führte Kloos an, dass der Verband erst dann international mitmischen wolle, wenn der Sport olympisch sei. Trotzdem liegt die Vermutung nahe, dass die international angespannte Lage (Moskau-Boykott) für die restriktive Haltung der DDR verantwortlich war.
55     Zeitzeugengespräch Reschwamm, 2002. So geschah es bei den eingangs erwähnten offenen polnischen Meisterschaften.
56     Gesetzliche Grundlage dafür bildeten die "Anordnung über die Ordnung in den Grenzgebieten und den Territorialgewässern der DDR (Grenzordnung)" und die jeweils sukzessive darauf abgestimmte SBAO. Vgl. Anordnung über die Ordnung in den Grenzgebieten und den Territorialgewässern der DDR – Grenzordnung – vom 19.03.1964 (GBl. II, Nr. 34, S. 257ff.). Vgl. Anordnung über die technische Zulassung von Sportbooten und die Erteilung von Befähigungsnachweisen – Sportbootanordnung – vom 06.06.1964 (GBl. II, Nr. 70ff.).
57     Den Regatten der olympischen Bootsklassen wurde in der Regel die Genehmigung erteilt.  Die Brettsegler dieser Hochschule hatten bereits 1976 und 1977 kleine regionale Regatten auf der Ostsee organisiert, so dass anscheinend ein Vertrauensvorschuss vorlag. Zeitzeugengespräch Reschwamm, 2002.
58     Zeitzeugengespräch Längert, 2001. Auch einreisende Westeuropäer durften potenzielle Fluchtgeräte (Surfbretter, Schlauchboote, Taucherausrüstungen) nicht in die DDR einführen, auch wenn sie sie als Eigengebrauch benötigt deklarierten. Vgl. DDR: kein Brett, in: Surf (1981), H. 1, S. 8.
59   Zeitzeugengespräch Reschwamm, 2002.
60     Vgl. Schrader, H.: Im Ziel – Punsch und warme Suppe. Brettsegler aus beiden Teilen Ber­lins trafen sich zur ersten gemeinsamen Regatta auf dem Wannsee, in: Segelsport (1990), H. 1, S. 12.
61     Vgl. Wende in den Westen, in: Surf-Magazin (1989), H. 10, S. 4; Dalibor, Ulf: Fluchtwelle. Funboard-Szene DDR: Im Toprevier ist wieder Platz, in: Surf (1989), H. 12, S. 34-36.
62     Neues Forum Leipzig, 4.12.1989, Dok. 8, in: Spitzer/Teichler/Reinartz, Schlüsseldokumente, S. 328ff.   
63    Unkorrigiertes Wortprotokoll der 15. Tagung des Bundesvorstandes des DTSB am 19./30.11.1989. SAPMO DY 12/12383, Bd.1.

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