Heft 55/2006 | Die Westarbeit des MfS | Seite 10 - 15

Thomas Wegener Friis

Die Militärspionage der NVA in Dänemark

Im Sommer 1952, vier Jahre vor der offiziellen Gründung einer ostdeutschen Armee, traf sich der ehemalige sowjetische Partisan Karl Linke in Berlin-Karlshorst mit dem Stabschef der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, Generaloberst Sergej Schtemenko. Linke hatte den Auftrag, einen ostdeutschen militärischen Nachrichtendienst aufzubauen. Dieser Prozess wurde damals von der sowjetischen Militärbehörde genau kontrolliert und gesteuert. Diesem Zweck diente auch Linkes Absprache mit dem hohen Vertreter der Roten Armee, der bei dieser Gelegenheit das Operationsgebiet des sich im Aufbau befindlichen Dienstes festlegte. Erwartungsgemäß sollte im Mittelpunkt der zukünftigen DDR-Militärspionage die Bundesrepublik stehen. Aber schon zu diesem frühen Zeitpunkt stand fest, dass der militärische Nachrichtendienst der DDR auch außerhalb Deutschlands operieren sollte.
Zu den vorgesehenen Schwerpunktländern zählte unter anderem das benachbarte Dänemark.1 Eine besondere fachliche Kompetenz für diese Aufgabe besaßen in der DDR die ehemaligen politischen Flüchtlinge, die sich seit 1933 in Skandinavien aufgehalten hatten und in Dänemark auch im Widerstand gegen Hitler aktiv gewesen waren. Aus ihren Reihen wurde Richard Rösner berufen, die nachrichtendienstliche Arbeit in Dänemark zu organisieren. Andere ehemalige Emigranten unterstützten ihn, indem sie Hinweise auf geeignete skandinavische Werbungspersonen gaben.2
Obwohl Dänemark sich von Anfang an im Visier des militärischen Nachrichtendienstes der DDR befand, spielte das kleine Land für ihn lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle, insbesondere, weil sich die dänischen Streitkräfte, ebenso wie die der beiden deutschen Staaten, noch im Aufbau befanden. Für die DDR stellte Dänemark deswegen keine ernsthafte militärische Bedrohung dar. Da die spätere Volksmarine in den fünfziger Jahren vornehmlich mit defensiven Aufgaben betraut war, war Dänemark für die DDR allein auch kein Angriffsziel. Aus diesen beiden Gründen hielt sich das Interesse der Nachrichtendienstler der Nationalen Volksarmee (NVA) in diesem Jahrzehnt noch in Grenzen. Dies sollte sich jedoch ändern.
1958 ergriff die SED die außenpolitische Initiative gegenüber den nordischen Ländern, indem sie im Bezirk Rostock erstmals die jährlich stattfindenden so genannten Ostseewochen veranstaltete. Unter der Losung »Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein« versuchten die Machthaber der DDR ihr Image in den kapitalistischen Staaten Skandinaviens zu verbessern und den Weg für die politische Anerkennung der DDR zu ebnen. Während die Partei und die Massenorganisationen gegenüber den anreisenden Dänen den Friedenswillen der DDR und der sozialistischen Ostseeländer bekundeten, wuchs das Interesse des militärischen Nachrichtendienstes für Dänemark. Dies führte unter anderem zu einem erhöhten Werbungsdruck Richtung Norden auf den Dienst, der aber gerade eine seiner schlimmsten Krisen durchlebte, weil sein stellvertretender Chef die Seite gewechselt hatte. Der gestiegene Anwerbungsbedarf führte dazu, dass der Nachrichtendienst eine Stellenanzeige in einer dänischen Tageszeitung aufgab, in der Handelsvertreter für die Ostberliner Firma Dr. Remmler gesucht wurden, wobei die Postanschrift nach einer Westberliner Adresse aussah. Die jobsuchenden Dänen – am liebsten mit eigenen Auto und Büro – sollten dann als mögliche Werbepersonen die Karteien des Dienstes aufstocken.3 Diese Methode war jedoch für die gegnerischen Abwehrdienste relativ leicht zu durchschauen. Dass man sie trotzdem benutzte, zeigt, wie schwer es dem DDR-Militärgeheimdienst fiel, in Dänemark Fuß zu fassen.
Der zunehmende Informationsbedarf hatte vor allem zwei Ursachen: erstens die Integration der DDR in die Kriegsvorbereitungen der Sowjetunion und des Warschauer Paktes im Ostseeraum, zweitens die wachsende westdeutsch-dänische militärische Zusammenarbeit in dieser Region, die sich ab 1961 in dem gemeinsamen NATO-Kommando Ostseeeingänge – COMBALTAP (Commander Allied Forces Baltic Approaches) – institutionalisierte. War Dänemark bisher ein Land, in dem der militärische Nachrichtendienst eher beiläufig tätig war, so entwickelte es sich ab diesem Zeitpunkt zu einem festen Bestandteil des Hauptoperationsfeldes des DDR-Militärgeheimdienstes.4

Die DDR, Dänemark und der Krieg
Seit Beginn der sechziger Jahre wurde deutlich, dass die Streitkräfte der DDR aktiver an den Kriegsvorbereitungen des Warschauer Pakts mitwirkten. Das fand seinen Ausdruck unter anderem darin, dass die DDR 1963 zum ersten Mal das Großmanöver »Quartett« der Vereinten Streitkräfte der sozialistischen Staaten leitete. Im Ostseeraum wurde die wachsende Bedeutung der DDR daran deutlich, dass die Volksmarine als dritte Flotte, neben der Kriegsflotte Polens und der Baltischen Rotbannerflotte der Sowjetunion, zur Vereinten Ostseeflotte gehörte.5
Die sowjetische Militärdoktrin war während des Kalten Krieges die längste Zeit – auch offiziell – offensiv. Das bedeutete für Dänemark, dass das Land bei einem Kriegsausbruch unmittelbar von Truppen des Warschauer Pakts besetzt werden sollte.6 Dies nicht zuletzt deshalb, weil die schnelle Inbesitznahme der Ostseeein- und -ausgänge von »operativ-strategischer, wenn nicht gar strategischer Bedeutung« war, wie es der langjährige DDR-Flottenchef Wilhelm Ehm formulierte.7 Die Rolle, die der DDR bei diesem Unternehmen zugedacht war, blieb lange Jahre hindurch relativ begrenzt. Die Hauptverantwortung für die Besetzung Dänemarks sollte den sowjetischen und polnischen Truppen obliegen, während sich die DDR nur daran beteiligen sollte, die süddänischen Inseln Lolland und Falster zu erobern. Zur See sollte der Volksmarine jedoch die wichtige Aufgabe zukommen, die Seeherrschaft in der westlichen Ostsee zu erringen, die bei militärischen Operationen gegen Dänemark entscheidend war. Für die Streitkräfte der DDR, Polens und der Sowjetunion war es jedoch trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit im Ostseeraum eine komplizierte Aufgabe, eine Seelandeoperation auf den dänischen Inseln durchzuführen. Eine Antwort auf diese Herausforderung sollte darin bestehen, im Ernstfall reichlich von Massenvernichtungswaffen Gebrauch zu machen. Eine andere Antwort (die keineswegs die erste ausschloss) war, sich schon zu Friedenszeiten zuverlässige Informationen über den Gegner zu sichern.
Der militärische Nachrichtendienst der DDR war an zwei verschiedenen Arten von Information interessiert: Zum einen ging es ihm um Hintergrundinformationen, etwa Angaben über Umfang, Ausrüstung, Zusammensetzung und Dislozierung der Streitkräfte; zum anderen interessierte er sich für die augenblickliche Lage und die aktuellen Handlungen der gegnerischen Streitkräfte, das so genannte »Order of Battle«. Die letztgenannten Informationen wären in der Übergangsphase vom Frieden in einen Krisen- oder Kriegszustand von unmittelbarer Bedeutung gewesen. Es ist naheliegend, dass es für die NVA in einer solchen Phase wichtig gewesen wäre, einen Überblick über die NATO-Streitkräfte zu haben. Das galt besonders für die »Erstrangobjekte«, NATO-Einheiten, die schnellstmöglich ausgeschaltet werden sollten. Hierzu zählten unter anderem die dänischen U-Boote und Funkmessstationen, die bereits im Vorfeld eines Krieges ausgeschaltet werden sollten.8 Welche Dimension die Informationsgewinnung über das »Order of battle« hatte, lässt sich zum Beispiel für das Jahr 1976 benennen. In diesem Jahr hatte sich die DDR gegenüber den polnischen und sowjetischen Partnern verpflichtet, ein Areal von 38.400 Quadratkilometern in der westlichen Ostsee zu kontrollieren, in dem sich etwa sechshundert NATO-Objekte und seefahrende Einheiten befanden.9
Was die Hintergrundinformationen anbelangte, so war der Ausgangspunkt Anfang der sechziger Jahre für den DDR-Militärgeheimdienst, der sich seit dieser Zeit »Verwaltung Aufklärung« nannte, nicht optimal. Er verfügte zwar über Basisinformation über die dänische Armee, Luftwaffe und Marine. Doch die Analytiker der Aufklärung vermissten die wirklich geheimen Informationen.10 Aber die Lage verbesserte sich. So erhielten sie 1965 unter anderem dokumentarische Belege darüber, welche NATO-Verstärkungen Dänemark zu Hilfe eilen und wo im Lande sie voraussichtlich eingesetzt werden sollten.11 Hinzu kam, dass die »Verwaltung Aufklärung« im Laufe der Jahre beachtliche Erfahrungen bei der Analyse von Handlungen der gegnerischen Streitkräfte sammelte. Diese Erfahrungen waren nicht zuletzt für die Beurteilung des Normalbildes von Bedeutung.

BALTAP und die »Bonner Militaristen«
Der andere Hauptgrund für das wachsende Interesse des militärischen Nachrichtdienstes der DDR um 1960 für Dänemark war, wie schon erwähnt, die Errichtung des NATO-Kommandos BALTAP. Sie erfolgte im Rahmen des Aufbaus der westdeutschen Marine. Durch die intensivierte Zusammenarbeit von Westdeutschen und Dänen wurde die dänische Verteidigung gestärkt. Somit schied ein militärisches Szenario aus, das bislang für möglich gehalten worden war, nämlich der kampflose Rückzug westlicher Truppen aus Dänemark. Allerdings war das neue NATO-Kommando in Dänemark nicht unbedingt populär. Schon die Frage der westdeutschen Wiederbewaffnung war schwierig genug gewesen. Noch problematischer wurde es, als die westdeutschen Truppen an den NATO-Übungen teilnahmen und im gemeinsamen Kommando außerdem das größte Kontingent stellten. Die westdeutschen Soldaten auf dänischem Boden weckten bei vielen Dänen unangenehme Erinnerungen an die Besatzung 1940 bis 1945. Das führte zu Protesten in der Bevölkerung. Unter anderem waren es die dänischen Kommunisten, die es verstanden, geschickt mit den Ängsten der Bevölkerung zu spielen. Die Regierungspolitiker mussten dem Rechnung tragen. Eine Reaktion auf die dänischen Besorgnisse bestand darin, dass BALTAP nicht dem von Westdeutschland geprägten zentraleuropäischen Kommando zugeteilt wurde, sondern dem Kommando Nordeuropa im norwegischen Kolsås. Außerdem waren dänische Offiziere im gemeinsamen Kommando überproportional vertreten, damit nicht behauptet werden konnte, das Kommando stelle eine schleichende Übernahme der dänischen Streitkräften durch deutsche Offiziere dar.12
Doch nicht nur die dänische Öffentlichkeit wurde durch die westdeutsche Wiederaufrüstung und die BALTAP-Zusammenarbeit aufgeschreckt. In Ostberlin agitierte die SED kräftig gegen diese Entwicklung. Die anti-westdeutsche Argumentation bildete ein wesentliches Element bei den Ostseewochen. So erschien zur Ostseewoche 1960 zum Beispiel das Buch »Haie in der Ostsee«. Es »entlarvte« auf gut 280 Seiten »Dokumentation« den »(west)deutschen Militarismus«, indem es kundgab: »Das Wesen der strategischen Konzeption der deutschen Militaristen für den Ostseeraum besteht darin, die westliche Ostsee mit ihren Meerengen, dem Sund, dem großen und dem kleinen Belt, dem Kattegatt und Skagerrak, der Halbinsel Jütland und Schleswig-Holstein mit seinen Häfen, Stützpunkten und Befestigungen als Ausgangsbasis für den Angriff vorzubereiten«.13 Das Buch stellte die direkte und ungebrochene Kontinuität vom Hitler-Reich zur Bundesrepublik dar und griff auf eine für die DDR-Propaganda typische Weise den Kapitalismus und den Westen an. Die DDR dagegen wurde als Friedensstaat gepriesen.
Interessanterweise wurde das Bild von der Bonner Regierung als einem aggressiven und destabilisierenden Faktor im Ostseeraum von der SED nicht nur in der Öffentlichkeit gepflegt. Vielmehr warnten die Verteidigungsminister Willi Stoph und später Heinz Hoffmann auch die Partei- und Staatsführung vor den sich abzeichnenden Gefahren nördlich der DDR. Der Hintergrund dafür war eine Koppelung der systemimmanenten Paranoia der Kommunisten mit den militärgeografischen Verhältnissen in Dänemark. Über letztere war der DDR-Militärgeheimdienst gut im Bilde. Bereits in den fünfziger Jahren hatte er einige grundlegende Informationen zusammengetragen. So lagen beispielsweise schon Analysen der dänischen Seehäfen und Flugplätze vor. Dabei fiel den Analytikern auf, dass Dänemark über eine solche Menge derartiger Einrichtungen verfügte, dass das Land sie gar nicht alle nutzen konnte: »Im Zusammenhang mit den verstärkten Kriegsvorbereitungen der NATO im Ostseeraum spielt der Ausbau von Stützpunkten vor allem von Marinebasen in Dänemark für die strategischen Konzeptionen der NATO eine grosse Rolle. Durch die grosse Anzahl der Buchten, Meerengen, geringen Entfernungen zwischen den einzelnen dänischen Inseln sowie die grosse Anzahl gut ausgebauter Häfen in der Ostsee wird der Einsatz von Kleinkampfschiffen begünstigt. Durch ein Zusammenwirken der dänischen und westdeutschen Flottenverbände ist ein Sperren und Offenhalten der Belt- und Sundzone möglich, und darüber hinaus können diese Einheiten operative Seelandungen an der Küste der DDR durchführen… Die Aufnahmekapazität dieser Häfen ist weit grösser als der z.Z. vorhandene Schiffsbestand der dänischen Marine«.14
Dass ausgerechnet die Westdeutschen das dänische Potential ausnutzen sollten, war für die SED-Führung ungeheuerlich. Die Bundesrepublik galt den ostdeutschen Kommunisten als Hauptfeind in der internationalen Klassenauseinsetzung, und die Regierung Adenauer wurde häufig als semifaschistisches und revanchistisches Nachfolgeregime Hitlers bezeichnet. Genau so stellte Willi Stoph 1959 gegenüber Walter Ulbricht die drohende Gefahr angesichts der sich anbahnenden westdeutsch-dänischen Zusammenarbeit dar: Er behauptete, die Westdeutschen würden ihre Position im Ostseeraum ausbauen und dazu nutzen, um eine Invasion gegen die DDR einzuleiten. Das bestätigte Heinz Hoffmann zwei Jahre später in einer Analyse der Übung »Hold Fast« aus dem Jahre 1960, wonach die Truppen des kommenden BALTAP-Kommandos Landgangsübungen und Besatzungsmaßnahmen geprobt hätten.15
Die Invasion der Bundeswehr und der NATO im Ostseeraum blieb bekanntlich aus, und die Warnungen davor wurden eingestellt. Der alarmistische Grundtenor, der hier zum Ausdruck kam, zog sich jedoch weiterhin wie ein roter Faden durch die Analysen der Situation im Ostseeraum. Man ging aus ideologischen Gründen von einem Worst-Case-Szenario aus und interpretierte auf dieser Basis alle Aktionen der dänisch-westdeutschen Gegner im westlichen Ostseeraum. In diesem Rahmen galten die westlichen Verteidigungsmaßnahmen im dänischen Raum abwechselnd als Beweis für die »aggressive Vorwärtsstrategie« oder für die »offensive Verteidigung« der NATO.16 Konkret kamen die Ängste bei größeren NATO-Übungen zum Ausdruck, die als potentielle Vorbereitungen eines NATO-Angriffs angesehen wurden. Hierbei spielte die Spionage in Dänemark sogar eine deeskalierende Rolle. So genannte Marschaufklärer, also ausgesandte Agenten, waren am Nordseehafen Esbjerg stationiert, wo sie feststellen konnten, welche britischen Truppen – einige der vorgesehenen Verstärkungskräfte – ankamen. Dahinter stand die Überlegung, dass die NATO wahrscheinlich keinen Krieg beginnen würde, ohne genügend Kräfte an den wichtigen Ostseeausgängen zusammengezogen zu haben. Kamen die Briten deshalb nicht vollzählig oder nicht voll ausgerüstet in Dänemark an, brauchte man nicht  zu befürchten, dass der Kalte Krieg dieses Mal in einen heißen umschlagen würde.17

Mittel und Methoden der Aufklärung
Um den Spionageschwerpunkt »Dänemark« – oder besser: »Ostseeausgänge« – bearbeiten zu können, bediente sich die »Verwaltung Aufklärung« verschiedener Werkzeuge. Obwohl weitaus kleiner als die bekanntere Auslandsspionageabteilung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), die Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), verfügte der militärische Nachrichtendienst über mehr und unterschiedlichere Möglichkeiten, um seinen Auftrag umzusetzen. Dabei war sein Auftrag spezifischer als der des MfS-»Schwesterdienstes«. Die »Verwaltung Aufklärung« der NVA nutzte nicht nur Agenten und »legale Residenturen« an den DDR-Botschaften (in Dänemark ab 1973), sondern auch die funktechnische und die Truppenaufklärung.
Die beiden letztgenannten Aufklärungsarten können bei der Bewertung der nachrichtendienstlichen Tätigkeit der NVA gegen Dänemark kaum überschätzt werden. Für ihren Einsatz gab es ausgezeichnete Möglichkeiten, zum einen wegen der räumlichen Nähe Dänemarks zur DDR, zum anderen, weil die DDR im Hinblick auf eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung im Ostseeraum schon immer einen Schwerpunkt auf ihre Marine gelegt hatte.
 Die DDR-Funkaufklärung erfasste das gesamte dänische Staatsgebiet. Somit konnte sie die Funkkommunikation zwischen einzelnen NATO-Einheiten und -Stäben sowie die funkgetragene Telekommunikation, den so genannten Richtfunk, der damals vor allem den Televerkehr zwischen den dänischen Landesteilen umfasste, abfangen. Von der Funkaufklärung liegt unter anderem die abgehörte Kommunikation des kodierten NATO-Netzes »Ace High« in den Akten der »Verwaltung Aufklärung« vor.18
Selbstverständlich betrieben auch die Bundesrepublik und Dänemark Funkaufklärung, was ihnen ebenso wie der DDR die Möglichkeit bot, aus dem jeweils feindlichen Lager wertvolle Informationen zu gewinnen, ohne dabei ein großes Risiko einzugehen oder ein aufwändiges Agenten-Netz aufbauen zu müssen. Mit gewissen Abstrichen galt das auch für die Truppenaufklärung. 1964 wurden die Aufklärungsabteilungen der einzelnen Teilstreitkräfte der »Verwaltung Aufklärung« untergeordnet. Für die DDR-Aufklärung gegen Dänemark hatte die Marineaufklärung eine besonders große Bedeutung. In der Ostsee begegneten sich Schiffe der NATO und des Warschauer Pakts täglich. Man war deshalb in der Lage, die gegnerischen Streitkräfte entweder durch Sichtkontakt oder durch Funkmesstechnik zu überwachen. Auch das Küstenvorfeld des Gegners konnte problemlos überwacht werden. Die Verantwortung für die feste Überwachung der NATO-Aktivitäten in diesem Raum teilten sich die DDR, Polen und die UdSSR, wobei die UdSSR die Hauptverantwortung für das Gebiet an den nördlichen Ostseeausgängen trug, Polen für das Gebiet östlich von Bornholm und die DDR für den Raum dazwischen.19 Durch ein Netz von Vorpostenschiffen sowie Landanlagen der Volksmarine und der Grenztruppen wurden die Bewegungen der NATO sowie Dritter laufend im Auge behalten. Die Volksmarine und die »Verwaltung Aufklärung« bekamen dadurch nicht nur Lagebilder (Order of battle) von den Aktivitäten der NATO, sondern auch einen guten Überblick über deren Übungen und wahrscheinliche Handlungen. Durch optische Aufklärung und Aufnahmen bekamen sie auch Hinweise auf technische Verbesserungen der Ausrüstung von NATO-Einheiten.

Legalisten und Kundschafter
In welchem Umfang die »Verwaltung Aufklärung« Agenten einsetzte, lässt sich momentan noch nicht vollständig einschätzen. Denn im Gegensatz zum MfS hatte der Nachrichtendienst der NVA bis zur Wiedervereinigung im Oktober 1990 Zeit, um seine personenbezogenen Akten zu vernichten. Der Hauptteil seiner »operativen« Arbeit lässt sich jedoch mit Hilfe der MfS-Akten, wenn auch mühsam, rekonstruieren. Denn die für die Überwachung der NVA zuständige MfS-Hauptabteilung I hatte wesentliche Teile der »Verwaltung Aufklärung« durch IM unterwandert. Ein letztes Bollwerk gegen die Aufarbeitung dieser Aktivitäten bildet heute nur noch die schwerfällige Praxis der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU). Obwohl man die operative Arbeit der »Verwaltung Aufklärung« daher nicht vollständig darstellen kann, lässt das vorliegende Material doch manche Schlüsse zu.
Die »Verwaltung Aufklärung« operierte sowohl mit illegalen Agenten (Spionen) als auch mit einer »legalen Residentur« an der DDR-Botschaft in Kopenhagen, wobei die Spione die deutlich wichtigere Rolle spielten. Denn die DDR konnte erst seit den frühen siebziger Jahren Botschaften in westlichen Ländern eröffnen, die »Verwaltung Aufklärung« ihre Offiziere also erst seit dieser Zeit unter dem Deckmantel diplomatischer Vertretungen im Westen einsetzen. In einigen Fällen fungierten ihre Offiziere als offizielle Militärattachés, in anderen Fällen agierten sie unter einer zivilen Tarnung. In Dänemark musste sich der DDR-Militärgeheimdienst mit letzterem begnügen. Zwar bemühte sich die ostdeutsche Seite mehrmals darum, einen Militärattaché akkreditiert zu bekommen. Doch die dänische Regierung lehnte das, wie die meisten anderen westlichen Regierungen, ab. Auch die dänische Abwehr war wenig begeistert. Sie hatte schon mit den polnischen und sowjetischen Militärattachés genug zu tun und brauchte nicht weitere Diplomaten, die bei ihrer Tätigkeit und Reiseaktivität ganz offensichtlich geheimdienstliche Ziele verfolgten.20
Mit dem Aufbau des neuen, »legalen« Zweigs betrat die »Verwaltung Aufklärung« unbekanntes Terrain. Allein schon geeignete zuverlässige Mitarbeiter für die Residentur zu finden war schwer genug, weshalb der Apparat nicht von Anfang an auf vollen Touren lief. In Kopenhagen war die Residentur wegen Personalmangels Mitte der achtziger Jahre ungenügend besetzt. Danach waren die drei Legalisten »Helmut«, »Heller« und »Herring« in der politischen und der handelspolitischen Abteilung der DDR-Botschaft eingesetzt.21
Ebenso wie die HV A hatte die »Verwaltung Aufklärung« sich von Anfang an mit der diplomatischen Nicht-Anerkennung der DDR im Westen arrangiert und ihre Kräfte deshalb in den Aufbau eines illegalen Agentennetzwerkes investiert. Die IM der DDR-Geheimdienste agierten auch nach Eröffnung der DDR-Botschaft in Kopenhagen weiterhin unabhängig von dieser – im Gegensatz etwa zu den Spionen des KGB. Das war gewiss für einige Zeit ein Vorteil für die DDR, weil solche Agenten für die westlichen Sicherheitsdienste nur in seltenen Fällen aufzuspüren waren. Andererseits war es mühsamer, diesen Apparat zu betreiben und zu erneuern. Deshalb spornte die Leitung des DDR-Militärgeheimdienstes ihre Legalisten seit Beginn der achtziger Jahre an, die Botschaftsposition besser auszunutzen. Dabei lobte der Chef der »Verwaltung Aufklärung« seine Leute dafür, dass sie in den ersten Jahren gute Analysen gebracht hätten. Sie müssten sich nun aber auch bemühen, Werbungen vorzunehmen, um an geheime Informationen zu gelangen.22
Unterlagen des MfS aus dem Jahr 1986 belegen, dass es den »legalen Residenturen«, unter anderem in New York, Brüssel, Den Haag und London, gelungen war, Agenten anzuwerben.23 In Dänemark war das, zumindest zu diesem Zeitpunkt, nicht der Fall. Dies fiel mit einer generellen Anwerbungskrise der Verwaltung Aufklärung in den Hauptzielländern zusammen, zu denen Dänemark gerechnet wurde.24
Anstatt auf Werbungen konzentrierten sich die Militäraufklärer an der DDR-Botschaft vor allem auf die Auswertung frei zugänglicher Informationen und auf die Abschöpfung von Amtspersonen. Letzteres gelang in Dänemark gut.25 Möglicherweise profitierten sie von jener nationale Eigenart, die ein KGB-Resident den Dänen zuschrieb: Sie sprächen gern und viel und machten sich dabei wichtig.26 Mit ihrem lockeren Mundwerk eigneten sich die Dänen zwar hervorragend als Abschöpfkontakte, aber die gleiche Eigenschaft machte sie ungeeignet für dauerhafte konspirative Verbindungen zu den Geheimdiensten sozialistischer Länder.
Die Beobachtungen der dänischen Abwehr bestätigen, dass die Legalisten der »Verwaltung Aufklärung« in Dänemark kaum offensiv agierten. Nach ihren Erkenntnissen entfalteten die DDR-Geheimdienste aus der Botschaft in Kopenhagen heraus weitaus weniger Aktivitäten als die beiden anderen Hauptgegner der Dänen, die Russen und die Polen.27 Dass sie dennoch in der Lage waren, Informationen zu beschaffen, zeigt zum Beispiel eine Analyse des Offiziers »Heller« aus dem Jahr 1989 über die militärische Infrastruktur in Dänemark. Er stützte sich dabei vor allem auf Veröffentlichungen aus dem dänischen Verkehrsministerium.28
Die Residentur an der Botschaft diente auch anderen Zwecken. Der für Dänemark wichtige Führungsoffizier Fregattenkapitän Geicke, der für mehrere Agenten in Dänemark zuständig war, nutzte sie als Ausgangspunkt für eine Aufklärungsreise. 1985 absolvierte er dort unter dem Namen Jürgen Müller als »wissenschaftlicher Mitarbeiter« ein Praktikum, in dessen Rahmen er unter anderem Kontakte zum sicherheits- und abrüstungspolitischen Ausschuss des dänischen Parlaments unterhielt, der eine Art sicherheitspolitische Expertenkommission war, und er führte Dienstreisen im Lande durch.29

Marschaufklärer und Objektbeobachter
Einige Jahre nach Auflösung der DDR tauchte beim militärischen Nachrichtendienst Dänemarks (Forsvarets Efterretningstjeneste, FE) plötzlich eine Kiste auf. Sie enthielt systematische Fotoaufnahmen von einem Großteil der dänischen Küstenregion, vor allem von Seeland, den Inseln und der jütländischen Westküste.30 Es handelte sich überwiegend um Aufnahmen aus verschiedenen Blickrichtungen, deren Winkel auf Karten gekennzeichnet waren. Den in Alben gesammelten Fotos sind Beschreibungen der Landschaft beigefügt, die die Ausgangswege vom Strand sowie Merkmale in der Landschaft näher erläutern. Im Kriegsfall wären das nützliche Hinweise gewesen, da Beschilderungen möglicherweise entfernt worden wären und die Landschaft durch die Kriegsführung geprägt gewesen wäre.
Diese Fotoaufnahmen hatte der militärische Nachrichtendienst der DDR in der Zeit von 1978 bis Ende November 1989 angefertigt, also auch noch nach dem politischen Umbruch in der DDR. Diese Jahre waren insofern sehr interessant, weil sie von verschiedenen Umwälzungen in der militärischen Planung des Warschauer Pakts geprägt waren. Zum einen wurde die Volksrepublik Polen durch ihre inneren politischen Unruhen plötzlich zu einem unzuverlässigen Bündnispartner, zum anderen sah sich die Sowjetunion von der verstärkten westlichen Rüstung in die Enge getrieben, und 1987 gab sie ihre offensive Militärdoktrin auf. Beide Entwicklungen hatten Konsequenzen für die militärische Lage im Ostseeraum und dadurch auch für die Militäraufklärung. Das Aufklärungsmaterial trägt dazu bei, diese Entwicklungen zu deuten, und bietet teilweise Überraschendes. Es belegt nämlich nicht die Annahme, dass das Militär des Warschauer Pakts der Doktrinänderung Gorbatschows folgte, sondern weist eher in die entgegengesetzte Richtung. Hätten die Streitkräfte ihre Planung völlig auf Defensive umgestellt, wäre beispielsweise die Aufklärung von Invasionsstränden auf den dänischen Inseln überflüssig gewesen. Doch gerade sie waren Gegenstand der Fotoaufnahmen, ebenso auch Gebiete in Jütland. Die Streitkräfte der DDR hatten hier früher keine große Rolle gespielt, denn für diese Regionen sollten Polen und die Sowjetunion verantwortlich sein. Die Aufklärungsaktivitäten der DDR in diesem Raum könnten in diesem Zusammenhang darauf hindeuten, dass die NVA bei den so genannten Küstenfrontoperationen Aufgaben von den polnischen Streitkräften übernommen hatte. Das würde insgesamt eine offensive Erweiterung der Aufgaben der NVA auf dem dänischen Territorium bedeuten statt einer Einschränkung.
Die Agenten, die das Dokumentationsmaterial für die »Verwaltung Aufklärung« zusammengetragen haben könnten, waren zum Beispiel »Ephraim«, »Emilia«, »Epper«, »Entry«, »Edgar«, »Etienne«, »Eugen«, »Erpel«, »Apache« oder »Eduard«, für die unter anderem der oben genannte Fregattenkapitän Geicke zuständig war.31 Denn bei ihnen handelte es sich um Agenten aus den achtziger Jahren, die den Kategorien »Marschaufklärer« und »Objektbeobachter« angehörten, die in Dänemark tätig waren.
Die Marschaufklärer waren Agenten, die gezielt nach Dänemark geschickt wurden, um abgegrenzte Aufgaben zu erledigen. Das konnte die oben beschriebene Überwachung des Hafens von Esbjerg sein, oder es konnte sich wie im Falle des Ost-Berliner Ehepaares »Ephraim« und »Emilia« darum handeln, bei Reisen durch Jütland Kasernen und Küstengebiete aufzuklären.32 Die Objektbeobachter hingegen waren fest stationiert. Sie wohnten in der Regel in der Nähe wichtiger Militärobjekte, wie dem BALTAP-Hauptquartier oder dem Flugplatz in Karup.33 Aus dieser Position konnten sie die Objekte unter laufender Kontrolle halten und insbesondere Veränderungen in der Gefechtsbereitschaft bemerken, die auf erhöhte militärische Spannungen deuten könnten.
Die Marschaufklärer und Objektbeobachter konnten eingesetzt werden, um die Entwicklung am Boden zeitgleich zu verfolgen und Angaben aus anderen Quellen zu bestätigen. DDR-Agenten in wichtigen Positionen im dänischen Militär konnten jedoch bis heute nicht festgestellt werden. Lücken im Wissen der »Verwaltung Aufklärung« bestärken die Annahme, dass es solche nicht gab.34 Aber das bedeutete nicht, dass der militärische Nachrichtendienst nicht über interne oder vertrauliche Informationen über die Verteidigung im Norden verfügte. Hierfür brauchte er aber nicht unbedingt Quellen in Dänemark, sondern konnte seine Informationen aus der NATO beziehen oder von Dänemarks nächstem Partner, der Bundesrepublik.

Dr. Thomas Wegener Friis, geb. 1975, ist Historiker und Netzwerkkoordinator des neu gegründeten Zentrums für das Studium des Kalten Krieges (Center for Koldkrigsstudier) an der Süddänischen Universität in Odense, Dänemark.

1     Senator für Inneres Berlin. Östliche Untergrundarbeit gegen Westberlin. Berlin (West) 1959, S. 11.
2     Michael F. Scholz, Skandinavische Erfahrungen erwünscht? Stuttgart 2001, S. 251.Ders.: »Remigranten und Spionage«. In: Deutschland Archiv 33(2000)5, S. 737-749. Ders.: »De tidligere Skandinaviens-emigranter og de østtysk-skandinaviske relationer 1945-54«. Thomas Wegener Friis/Andreas Linderoth (red), DDR & Norden. Odense 2005, S. 49-78.
3     BStU, MfS, AVA 5367/75. Abt. A III: »Zur Aufgabe einer Annonce in einer franz., einer belgischen und einer dänischen Zeitung.«, 18.9.1957.
4     Thomas Wegener Friis, Den usynlige front. DDR’s militære spionage i Danmark under den kolde krig. Kopenhagen 2005, S. 289.
5     Fritz Minow, »Führung, Gefechtsbereitschaft und Mobilmachung der Seestreitkräfte«, In: Friedrich Elchlepp u.a. (Hg.), Volksmarine der DDR. Berlin 2000, S. 96.
6     Carl-Axel Gemzell, »DDR och Norden – den militära dimensionen«. Thomas Wegener Friis/Andreas Linderoth (Hrsg.), DDR & Norden. Odense 2005, S. 79-112. Danmark under den Kolde Krig, Bd. 4. Kopenhagen 2005, S. 47ff.
7     Bundesarchiv-Militärarchiv (BMA): DVM 10/37779: »Die Aufgaben der Seestreitkräfte zur Unterstützung der Küstenfront bei ihren Kampfhandlungen in der Jütländischen und Norddeutsch-Niederländischen Operationsrichtung im Rahmen der ersten Angriffsoperation«. September 1967.
8     Bundesarchiv-Militärarchiv: DVM 10/51319: »Kurzinformation: Zur Entwicklung der Streitkräfte des NATO-Kommandos Ostseeausgänge und zum Einsatz der NATO-Seestreitkräfte in der Ostsee. Schlussfolgerungen für die Organisation der Aufklärung«. August 1988.
9     Bundesarchiv-Militärarchiv: DVM 10/37104: CA der VM Vortrag: »Die Aufklärungskräfte und -mittel der Volksmarine, Organisation und Führung der Aufklärung im Frieden und im Krieg«. 29.9.1976.
10     Thomas Wegener Friis, Den usynlige front. DDR’s militære spionage i Danmark under den kolde krig, a.a.O., S. 101.
11     BMA: DVW 1/25780: »Bericht über die NATO-Alarmkonzentrierungsräume der NATO-Landstreitkräfte Zentraleuropa und des NATO-Kommandos Ostseeausgänge«. September 1965.
12     Siehe Thorsten Borring Olesen, Poul Villaume, I blokopdelingens tegn. DUH 1945-1972. Kopenhagen 2005, S. 323ff.
13     Haie in der Ostsee, Dokumentation zur aggressiven Politik des deutschen Militarismus im Ostseeraum. Rostock 1960, Seite 97.
14     BMA: DVW 1/25821: »Bericht über die Marinestützpunkte, Versorgungs- und Küstenbefestigungsanlagen sowie den Kontroll- und Warnungsdienst der dänischen Seestreitkräfte«. 1.11.1960.
15     Thomas Wegener Friis, Den usynlige front. DDR’s militære spionage i Danmark under den kolde krig, a.a.O., S. 64ff. Thomas Wegener Friis, Den nye Nabo. DDRs forhold til Danmark 1949-1960. Kopenhagen 2000, S. 111ff.
16     Thomas Wegener Friis, Den usynlige front. DDR’s militære spionage i Danmark under den kolde krig, a.a.O., S. 293.
17     Thomas Wegener Friis, »H.C: Andersen gør et drømmende forsovet indtryk«. Arbejderhistorie. Nr. 1/2005, S. 14.
18     Thomas Wegener Friis, »DDR’s militære efterretningstjeneste og Danmark«. Friis/Linderoth (Hrsg.), DDR & Norden. Odense 2005, S. 164.  
19     BMA: DVW1/25729: »Grenzen der Begleitzone der VM, der Aufklärungszone und Aufklärungsgebiete.« 1973.
20     PET’s arkiv: DIIS-samlingen Nr. 227. »Betragtning vedrørende modtagelse af østtysk militærattache.« 20.5.1975. Udenrigsministeriets arkiv: 5.D.182.a »Eventuel udveksling af militærattacheer mellem Danmark og DDR«. 27.4.1983.
21     Die Zusammensetzung der legalen Residentur des militärischen Nachrichtendiensts der DDR in Kopenhagen vor Mitte 1985 ist immer noch ungenügend beleuchtet.
22     BMA: DVW1/44072: »Militärattachétagung: CA: Die Ergebnisse und weiteren Aufgaben in der operativen Arbeit und Informationsbeschaffung im Auslandsapparat unter offizieller Deckung«. 2.4.1979.
23     BStU, MfS, HA I, 2145: »Von Legalisten bearbeitete/geführte AM und weitere Kontaktarbeit (KP/AK)«. 1986.
24     BStU, MfS, Sekretariat Neiber, 183: »Auskunftsbericht zum Bereich Aufklärung des MfNV«. 9.9.1988.
25     Interview mit »Heller« am 22.3.2003.
26     Boris Grigorjev, Skandinavija s tjernogo khoda, Moskau 2002, S. 71-72, 91-92.
27 Danmark under den Kolde Krig Bd. 2. Kopenhagen 2005, S. 456ff. Danmark under den Kolde Krig Bd. 3. Kopenhagen 2005, S. 412ff.
28     FE’s Arkiv: Østtysk Terrænrekognonsceringsmateriale Bd. X. Peer Henrik Hansen, DDR og den danske trussel i nord. www.historie-nu.dk 2005, S. 1-15.
29     PET’s arkiv: DIIS-samlingen Nr. 153: Fall Geicke.
30     FE’s arkiv: Østtysk terrænrekognonsceringsmateriale. Bd. I-IX. Peer Henrik Hansen, DDR og den danske trussel i nord. www.historie-nu.dk 2005, S. 1-15.
31     PET’s arkiv: DIIS-samlingen Nr. 153: Fall Geicke.
32     PET’s arkiv: DIIS-samlingen Nr. 153: Fall Geicke. DIIS-Samlingen Nr. 262. Referat.
33     Thomas Wegener Friis, »DDR’s militære efterretningstjeneste og Danmark«. Friis/Linderoth (Hrsg.), DDR & Norden. Odense 2005, S. 237.
34     Ebenda, S. 296.