Heft 55/2006 | Die Westarbeit des MfS | Seite 16 - 22
Thomas Wegener Friis
Das dänische "Rosenholz"
Seit geraumer Zeit ist die Aktion »Rosenholz« auch in Dänemark ein gängiger Begriff. Hinter der Aktionsbezeichnung verbirgt sich die Rückführung von Kopien der Karteikarten der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR aus den USA nach Deutschland. Auf noch ungeklärten Wegen war es dem amerikanischen Geheimdienst CIA während der friedlichen Revolution in der DDR gelungen, sich diese Karteien, die unter anderem auch die Identitäten der Agenten der HV A in der DDR und im Westen preisgeben, anzueignen. Das Wissen über die umfassenden Netzwerke der MfS-Spionageabteilung stellte einen kaum zu überschätzenden operativen Wert dar. Mit diesen Informationen konnte die CIA unter anderem der Gefahr vorbeugen, dass die IM der HV A durch andere Geheimdienste übernommen wurden. Außerdem verfügte die CIA damit auf dem internationalen Nachrichtenmarkt über ein gutes Tauschobjekt.
Die Karteikarten bildeten eine wichtige Grundlage für Ermittlungsverfahren und Gerichtsprozesse gegen ehemalige West-IM. In den USA erhielten einige Ex-Agenten daraufhin sehr hohe Haftstrafen. Die deutschen Behörden konnten die Karteien seit 1993 nutzen und enttarnten so mit amerikanischer Hilfe die IM der HV A in Westdeutschland.
Aber auch die dänische Abwehr PET (Politiets Efterretningstjeneste, Nachrichtendienst der Polizei) erhielt in den neunziger Jahren ein Stück des amerikanischen Kuchens. Ihr dienten die Informationen aus den USA als Ausgangspunkt für Ermittlungen, die aber aus verschiedenen Gründen begrenzt blieben. Unter anderem, weil die Amerikaner nicht sonderlich begeistert davon waren, dass die Geschichte über ihren nachrichtendienstlichen Schatz aus der ehemaligen DDR bekannt würde. Obwohl es sich heute kaum noch um eines der größten Geheimnisse der westlichen Welt handelt, betreibt die CIA zum Teil immer noch eine Politik von »neither confirm nor deny« – weder bestätigen noch dementieren.
Die Ermittlungen der dänischen Polizei führten bis heute zu Verfahren gegen zwei Agenten wegen Spionage für die DDR. Darunter befand sich nur ein IM der HV A, nämlich der IM »Lenz«. Das Ermittlungsverfahren gegen »Lenz« musste im Jahr 2000 jedoch wegen Verjährung eingestellt werden. Im anderen Fall ging es um einen verliebten dänischen Zöllner, der zu vier Monaten Haft verurteilt wurde und außerdem seine Arbeit verlor, weil er Dienstgeheimnisse an die MfS-Hauptabteilung VI weitergegeben hatte. Das Urteil stützte sich auf MfS-Akten aus dem Archivbestand der deutschen Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU).
Die Informationen aus den USA sowie andere Ermittlungsdaten aus der Zeit nach 1990 wurden bei der PET in der so genannten »Stasi-Akte« zusammengefasst. Sie sind heute im PET-Archiv zugänglich. Es enthält beispielsweise auch Informationen über einige agenturische Mitarbeiter des DDR-Militärgeheimdienstes (»Verwaltung Aufklärung« bzw. »Bereich Aufklärung«) und über die IM »Ines« und »Lissabon«, die zwar identifiziert, jedoch keiner Diensteinheit des MfS zugeordnet worden sind. Hinzu kommen einige Fälle aus dem Archiv der BStU.
Im Zentrum der »Stasi-Akte« der PET stehen die 18 IM der HV A, die durch die dänisch-amerikanische Zusammenarbeit enttarnt wurden, sowie zwei IM, deren Identität nicht eindeutig festgestellt werden konnte. Es gibt in dem Material jedoch eindeutige Lücken, so fehlen unter anderem eine dänische Agentin der HV A-Abteilung XI und die Agenten der HV A-Abteilung XII »Solist« und »Peter«, die zumindest in den siebziger Jahren tätig waren.
Die Rosenholz-IM
Die zwanzig »Rosenholz«-IM sind nur ein Teil des Agentennetzes der HV A in Dänemark. Aus anderen Quellen ist bereits eine Reihe weiterer IM bekannt. Die »Rosenholz«-IM vermitteln jedoch einen Eindruck davon, welchen Umfang das HV A-Netzwerk mindesten gehabt haben musste. Bei ihnen handelt es sich aber nur um dänische Bürger. Bürger anderer Staaten, wie etwa der DDR-Bürger »Roland Schulz« (MfS-Registriernummer: XV/5695/83), der in Dänemark als »Objektquelle« (O-Quelle, ein Spion, der direkt in dem auszuspionierenden Objekt tätig ist) für die HV A-Abteilung VI tätig war, sind nicht erfasst.1
Die dänischen IM verteilen sich auf folgende Abteilungen der HV A:
[Bei den Ziffern in der Klammer handelt es sich um die Registriernummer (Reg.-Nr.), unter der der jeweilige IM beim MfS erfasst war. Die Reg.-Nr. ist heute für die Forschung ein wichtiges Merkmal, um IM-Vorgänge zu identifizieren]
HV A-Abteilung II (Spionage in Parteien, Organisationen und Kirchen in der BRD[!]):
– IM »Rita« (XV/1711/69)
HV A-Abteilung III (Spionage aus »legal abgedeckten Residenturen«, z.B. Botschaften):
– IM »Käfer« (XV/598/83)
HV A-Abteilung IV (Militärische Aufklärung, insbesondere BRD):
– IM »Lars« (XV/1557/87)
HV A-Abteilung VI (Aufklärung des »operativen Reiseverkehrs«):
– IM »Elch« (XV/1571/85)
HV A-Abteilung X (»aktive Maßnahmen«, Desinformation):
– IM »Ole« (XV/699/86)
HV A-Abteilung XI (Aufklärung Nordamerika und US-Einrichtungen):
– IM »Nord« (XV/3976/81)
HV A-Abteilung XII (Aufklärung NATO und Europäische Gemeinschaft):
– IM »Nixe« (XV/2481/81)
– IM »Lenz« (XV/6991/75)
– IM »Nelly« (XV/2738/79)
– IM »Hubig« (XV/123/78)
– IM »Filius«/«Hansen« (XV/7731/60)
– IM »Elan« (XV/1713/72)
– IM »Lerche« (XV/1714/72)
– IM »Thor« (XV/2315/70)
– IM »Stoppel« (XV/5618/84)
– IM »Bende« (XV/5618/84)
– IM »Axel« (XV/4295/81)
HV A-Abteilung XIII (Spionage im Bereich von Grundlagenforschung):
– IM »Gast« (XIII/733/72, auch XV/733/72)
– IM »Hagen« (XV/8413/81)
HV A-Abteilung XIV (Spionage im Bereich Elektronik, Optik, EDV):
– IM »Nielsson« (auch »Nielson«) (XV/6413/82)
Die IM verteilten sich über ein breites Spektrum von HV A-Abteilungen. Die Häufung bei der HV A-Abteilung XII (NATO, EG) ergibt sich aus dem Umstand, dass das Dänemark-Referat der HV A unter Oberstleutnant Heinz Becker dieser Abteilung unterstand. Man kann davon ausgehen, dass die Dänemark-Experten in der HV A-Abteilung XII auch bei Anwerbungen oder Schleusungen beteiligt waren, die andere HV A-Abteilungen durchführten. Außerdem gibt es Beispiele wie den IM »Solist«, der von den Offizieren der HV A-Abteilung XII geworben wurde, aber später an die Abteilung X der HV A übergeben wurde.
Das Profil der »Rosenholz«-IM
Bei dem IM »Solist« handelte es sich um den in Dänemark bekannten Vietnam-Aktivisten Otto Sand. In seinem Bekanntheitsgrad unterscheidet er sich von den »Rosenholz«-IM, von denen nur der IM »Elan« als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens bezeichnet werden kann; auch »Elan« war ein politisch links stehender Aktivist.2 Die übrigen 19 IM gingen ihrem mehr oder weniger normalen und unauffälligen bürgerlichen Leben nach. Das bedeutete auch, dass sie der dänischen Abwehr vor Auswertung der »Rosenholz«-Daten im wesentlichen unbekannt waren. Als dänische Normalbürger ohne nennenswerte Kontakte in sozialistische Länder oder zu deren Botschaften fielen sie wenig auf. Das zeigt, wie sicher das illegale Netzwerk der HV A war, nachdem es erst einmal aufgebaut war. Anders verhielt es sich bei den polnischen und sowjetischen Geheimdiensten, die die Arbeit mit ihren Agenten viel stärker aus den »legalen Residenturen« ihrer Botschaften heraus organisierten, was eine allgemein bekannte Methode war und der dänischen Abwehr einen Ansatzpunkt bot, Agenten zu enttarnen. Von den »Rosenholz«-IM war lediglich der IM »Käfer«, ein politischer Journalist, von dem HV A-Residenten Bernd Petschick an der DDR-Botschaft angeworben worden. Diese Anwerbung deutet auf eine beginnende Normalisierung der »legalen Residentur« in Kopenhagen hin. Da die DDR lange Zeit nicht diplomatisch anerkannt war, war die HV A in den siebziger Jahren noch nicht gewohnt, mit »legalen Residenturen« zu arbeiten. Die elektronische Datenbank der HV A, die SIRA-Datenbank, belegt diesen Trend: Die »legale Residentur« der HV A in Kopenhagen war in den Jahren 1973 bis 1979 deutlich unproduktiver als in den achtziger Jahren.3
Ein weiterer Grund für die Unauffälligkeit der HV A-IM war die »Geduld« des ostdeutschen Geheimdienstes. Das wird am Fall des IM »Lenz« deutlich. Er wurde als 18-jähriger in der DDR von den Führungsoffizieren seiner Mutter angeworben, die ebenfalls für die HVA aktiv war.4 Der Fall »Lenz« erregte in Dänemark großes Aufsehen, weil der IM eine Zeit lang als Praktikant im dänischen Außenministerium arbeitete und Dokumente zur dänischen Außenpolitik an die HV A lieferte. Interessanterweise war das jedoch nicht das Kernstück seiner Agententätigkeit. »Lenz« galt bei der HV A zehn Jahre lang, auch während seiner Zeit im Außenministerium, nur als »Perspektiv-IM«. Erst als er 1985 zur Europäischen Kommission wechselte, hatte er offenbar ein lohnendes geheimdienstliches Ziel erreicht.5 In den zehn »Lehrjahren« seiner Agentenkarriere berichtete »Lenz« zuerst aus der dänischen KP und später aus dem Außenministerium. Als er in Brüssel ankam, beherrschte er das Agentenhandwerk bereits und wusste solche Fehler zu vermeiden, die ihn in den Blick westlicher Abwehrdienste hätten bringen können.
Die »Geduld« der HV A, also das langfristige Denken und Planen bei der Gewinnung neuer Agenten, war vermutlich auch der Grund für ihr Interesse an Personen aus dem Umfeld der IM. Beispielsweise waren unter der Registriernummer des IM »Nord« neben dem Agenten auch seine nächsten Familienangehörigen aufgeführt. Im Fall »Lenz« waren neben dem IM und seiner Mutter, die gleichfalls Agentin war, auch seine Freundin als Kontaktperson kategorisiert, und außerdem waren drei Personen aus dem weiteren Umfeld mit auf dem Vorgang registriert. Die letzteren drei scheinen als möglicher Kern für den weiteren Ausbau des existierenden IM-Netzes vorgesehen gewesen zu sein. Denn alle drei hatten aus geheimdienstlicher Perspektive interessante Möglichkeiten; der eine durch seine Position an einer größeren Ausbildungsstätte, der andere durch seine Tätigkeit in der dänischen Zentraladministration und durch seine Kontakte in sozialistische Länder und der dritte durch seine gesellschaftliche Position und eine aussichtsreiche politische Karriere. Schon während des Verfahrens gegen »Lenz« wurde die dritte hier erwähnte Person, Erik Boel, in der Presse verdächtigt, geheimdienstliche Kontakte in die DDR gehabt zu haben. Dieser Verdacht war von besondere Brisanz, weil Erik Boel nach dem Ende des Kalten Krieges zum Internationalen Sekretär der regierenden Sozialdemokratie aufstieg.6 Doch die Medien konnten lediglich zeigen, dass er im Visier der HV A war. Nachweise für eine versuchte Anwerbung oder gar eine Agententätigkeit blieben sie schuldig. Obwohl strafrechtlich unbelastet, wurde Boel damit vermutlich zu einer politischen Belastung für die Sozialdemokratie und ihren Koalitionspartner »Det Radikale Venstre«, welcher zu diesem Zeitpunkt wegen seiner früheren politischen Kontakte in die DDR in der Kritik stand.7 Boel verschwand aus dem Zentrum der dänischen Politik und landete auf einem politischen Abstellgleis, der dänischen Pro-Europa-Bewegung.
Es ist kennzeichnend für die oberflächliche Berichterstattung der Presse, dass sie sich nur auf Boels Zeit im Außenministerium konzentrierte, wo er Anfang der achtziger Jahre zusammen mit dem IM »Lenz« beschäftigt war. Angeblich sei damals das Interesse der HV A an dänischen außenpolitischen Geheimnissen geweckt worden.8 Die HV A hat Boel jedoch erst 1984 auf einer Karteikarte erfasst, als er gerade aus dem Ministerium ausschied und sich intensiv Fragen der Atompolitik der Sozialdemokratie zu widmen begann, was den Grundstein für seine spätere Karriere als außenpolitischer Experte legte.9 Es sieht deshalb eher danach aus, dass die HV A-Offiziere auch in diesem Fall mehr die großen perspektivischen Möglichkeiten im Blick hatten als den bescheidenen unmittelbaren Nutzen, den ein einfacher Beamter im Außenministerium bringen konnte. Welche konkreten Schritte die HV A in seinem Fall unternahm, ist bei der schlechten Aktenlage nicht nachvollziehbar.
Die Langzeitplanung der HV A und die Unauffälligkeit ihrer IM sind nicht nur interessante Aspekte bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte und des Kalten Krieges. Sie können vielmehr auch ein wichtiger Denkansatz sowohl für die heutige Auslandsspionage als auch für die Spionageabwehr und die Antiterrorbereitschaft sein.
Die kleine Truppe der Dänen aus den amerikanischen DDR-Akten weist einige besondere Merkmale auf, die Rückschlüsse auf die geheimdienstliche Arbeit der DDR in Dänemark zulassen. Das gilt unter anderem für die Frage, aus welchen Motiven heraus sich die angehenden IM bereit fanden, mit dem DDR-Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Bei 70 Prozent der dänischen »Rosenholz«-IM waren es ideologische Motive, bei 15 Prozent materielle Motive, bei fünf Prozent vermerkte die HV A »persönliche Zuneigung zur Bezugsperson« als Motiv, was indes nichts mit amourösen Angeboten zu tun hatte, sondern auf freundschaftliche oder bekanntschaftliche Verbindungen des IM-Kandidaten zu einer HV A-Bezugsperson verwies. Bei weiteren fünf Prozent fand die Anwerbung unter »fremder Flagge« statt, der DDR-Hintergrund blieb also verborgen, und bei den restlichen fünf Prozent notierte die HV A in den »Rosenholz«-Unterlagen kein Motiv. Der hohe Anteil an IM, die aus politisch-ideologischer Überzeugung zu spionieren begannen, ist auch von den bundesdeutschen West-IM der HV A bekannt. Dieses Motiv bedeutete nicht unbedingt eine Zustimmung zur Politik der DDR. Vielmehr umfasste das ideologische Motiv in der Begrifflichkeit der HV A eine große Spannbreite. Da gab es Agenten wie »Nelly« oder »Elan«, die als Kommunisten im wesentlichen mit ihren DDR-Führungsoffizieren politisch übereinstimmten. Bei anderen, wie dem IM »Elch«, bildete der Widerstand gegen die Europäische Gemeinschaft (EG) die politische Motivation, die die HV A zum Ausgangspunkt seiner Anwerbung machte. »Elch« ist auch deshalb interessant, weil er Mitglied der Freundschaftgesellschaften Dänemark-DDR und Dänemark-Sowjetunion war und damit eigentlich wie die Kommunisten im Blickfeld der westlichen Dienste stand.10 Dies scheint die HV A jedoch nicht abgeschreckt zu haben. Allerdings trat »Elch« nach seiner Anwerbung aus den beiden Gesellschaften aus. Vom militärischen Nachrichtendienst der DDR ist bekannt, dass seine Offiziere in den achtziger Jahren gehalten waren, die Freundschaftsgesellschaften und die kommunistischen Parteien für ihre Zwecke zu nutzen.11 Die Agenten mit materiellen Motive waren im Falle Dänemarks ausschließlich in der Wirtschaftsspionage aktiv, also in einem Spezialbereich. Zu berücksichtigen ist, dass es sich hier um sehr vereinfachte Zuordnungen von Motiven zum Zeitpunkt der Anwerbung handelt. Im Einzelfall findet man oft ein ganzes Bündel an Motiven, die sich im Laufe der Zeit zudem ändern konnten. Von den West-IM in der Bundesrepublik weiß man, dass etliche nach einigen Jahren ihre politischen Motivation verloren.
Das Durchschnittalter der Rosenholz-IM zum Zeitpunkt ihrer Anwerbung war mit 37 Jahren überraschend hoch. Bei den West-IM der HV A in der Bundesrepublik lag es bei 32 Jahren. Allerdings kann diese Altersangabe auch täuschen. So wurde »Nelly« erst 1979 als IM registriert;12 zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch schon seit Jahren für die HV A tätig. Ob das relativ hohe Anwerbealter repräsentativ für das Agentennetz der HV A in Dänemark oder Skandinavien ist oder dem Auswahlprozess in den amerikanischen Archiven geschuldet, lässt sich nicht sagen.
Einsatzrichtungen
Die »Rosenholz«-IM betrieben entweder politische oder wirtschaftliche Spionage, oder sie hatten »operativ unterstützende« Aufgaben. Kein IM aus dieser Gruppe war auf militärische Ziele angesetzt. Anders verhielt es sich bei dem IM »Lissabon« und seiner deutschen Frau, IM »Ines«. Sie wurden der dänischen Abwehr jedoch nicht aus den amerikanischen Informationen bekannt, weshalb sie nicht zu den »Rosenholz«-IM gerechnet werden. Sie waren aber zur gleichen Zeit aktiv. Der Däne »Lissabon« gehörte der dänischen Luftwaffe an und wohnte längere Zeit in der Bundesrepublik, wo 1983 die Zusammenarbeit mit dem MfS etabliert wurde, die er bis zum politischen Zusammenbruch der DDR fortführte. »Lissabon« lieferte Informationen über Einzelpersonen, Flugplätze und Kommunikationsanlagen in Westdeutschland und Dänemark.13
Die drei IM des »Sektors Wissenschaft und Technik« der HV A unterschieden sich von den anderen IM. Ihr wesentliches gemeinsames Merkmal war, dass sie von Geldgier getrieben waren, als sie sich für ihre Agententätigkeit entschieden. Sie waren zu diesem Zeitpunkt alle schon durch ökonomische Interessen mit der DDR verbunden. »Gast« hatte sich um einen Job in Ostberlin beworben, »Hagen« unterhielt seit Mitte der siebziger Jahre Handelsbeziehungen in die DDR, und »Nielsson« war in Geschäfte rund um die Firma »Allimex« verwickelt.14 »Allimex« tätigte schon seit Jahren zweifelhafte Geschäfte unter anderem mit der DDR, der UdSSR und der Tschechoslowakei. Die Firma lieferte mikroelektronische Embargo-Waren und Spezialtechnik. Sie verkaufte zum Beispiel Krawatten mit eingebauten Mikrofonen und eingebauter Überwachungstechnik, deren Empfänger in der DDR leicht zu erraten waren.15 Die HV A nutzte »Nielsson« nicht nur, um das westliche Hochtechnologie-Embargo zu durchbrechen. Diese Operationen liefen schon vor seiner Anwerbung als IM. Vielmehr war »Nielsson«, ebenso wie »Hagen«, auch als Werber eingesetzt. Außerdem berichteten beide IM aus ihrem Berufsleben. »Hagen« lieferte von 1981 bis 1989 mindesten 88 Berichte und Dokumente an die HV A.16 Dabei ging es vor allem um die Herstellung von Gummi und Keilriemen, mit deren Produktion »Hagen« beschäftigt war. »Nielsson« dagegen liefert zwischen 1983 bis 1989 62 verschiedene Posten an seine Ostberliner Führungsoffiziere, und zwar sowohl Embargogüter als auch Informationen aus dem Bereich der Mikroelektronik. Über den Wert einiger seiner Informationen vermerkte die HV A, sie seien von »hoher militärischer und volkswirtschaftlicher Bedeutung«.17
Mehrere der übrigen Agenten hatten operativ unterstützende Funktionen. Das galt unter anderem für IM »Rita«, die als »Sicherungs-IM« (SIM) die Agententätigkeit ihres deutschen Mannes unterstützte, der als IM »Akker« in der Bonner SPD für die HV A aktiv war, und für IM »Axel«, der für die HV A-Abteilung XII eine »konspirative Wohnung« betrieb.18
Eine größere Anzahl der IM war entweder direkt im politischen Bereich angesiedelt oder befand sich in Positionen, wo sie auch politische Informationen beschaffen konnten. Auf die dänische Staatsverwaltung waren überraschenderweise relativ wenig IM angesetzt. Dieser Eindruck ist womöglich wiederum der unvollständigen Aktenüberlieferung aus Amerika geschuldet. Es kann aber auch sein, dass die DDR nur begrenztes Interesse an den inneren Angelegenheiten der dänischen Verwaltung hatte. Dies mag die dänischen Beamten und vor allem die Diplomaten enttäuschen, aber es ist nicht ganz abwegig. Der Fall »Lenz« zeigte, dass die HV A den begabten Perspektiv-IM nicht im dänischen Außenministerium behielt, sondern ihn in die EG steuerte. Die kritische Frage ist durchaus angebracht, welche wichtigen Informationen die HV A etwa aus dem dänischen Außenministerium überhaupt holen konnte, die sie nicht schon von ihren Quellen in Bonn oder Brüssel bekam. Außerdem beobachtete die legale Residentur in Kopenhagen die Entwicklung aus nächster Nähe. Und schließlich muss man bedenken, dass die Verwaltung in Kopenhagen nicht die Drehscheibe des Kalten Krieges war.
Das politische Leben in Dänemark scheint dagegen interessanter gewesen zu sein. Hier waren die DDR-Botschaft und ihre Nachrichtendienstler ebenso gegenwärtig wie eine Reihe von IM. Dabei verfolgte die HV A die gleichen Interessen wie die Außenpolitik der DDR und der anderen sozialistischen Länder im allgemeinen. Im Rahmen der friedlichen Koexistenz sollten normale zwischenstaatlichen Beziehungen unterhalten werden, aber zugleich wurde versucht, politische Prozesse im Westen zu beeinflussen. Aus ideologischer Perspektive bildete die Unterstützung des internationalen Klassenkampfes einen wichtigen Teil dieser Politik. Doch wurde dieser Klassenkampf im Westen weniger zwischen Klassen ausgetragen als vielmehr innerhalb der Arbeiterbewegung. In Dänemark gab es ein breites Spektrum an Arbeiterparteien, am wichtigsten waren dabei die Kommunistische und die Sozialdemokratische Partei. Dazwischen war die Sozialistische Volkspartei angesiedelt, die von der DDR lange Zeit als »Larsen-Partei« beschimpft wurde, weil ihr Gründer Axel Larsen einst die KP verlassen hatte; seine Verbindung zur CIA wurde erst später bekannt. Links von der KP existierten mehrere maoistische und trotzkistische Gruppen. Ausgetragen wurde der Kampf unter diesen so genannten Arbeiterparteien in den sozialen Bewegungen wie den Gewerkschaften und der Friedensbewegung.
Die DDR und die UdSSR waren wichtige Akteure in diesem Kampf. Die DDR engagierte sich sehr früh. Teils weil deutsche Sozialisten traditionell gute Verbindungen in den nordischen Raum besaßen, teils weil die SED von der UdSSR beauftragt war, besondere Verantwortung für die Zusammenarbeit mit der KP Dänemarks und den anderen nordischen KP zu übernehmen.19 Diese Verhältnisse spiegeln sich auch im Netz der dänischen Rosenholz-IM wider. Nur ein IM war auf der rechten Seite des politischen Spektrum platziert, nämlich der IM »Käfer«, der in einer parteinahen liberal-konservativen Mediengesellschaft beschäftigt war.20 Dagegen waren die Splittergruppen links der dänischen KP reichlich mit IM eingedeckt: die IM »Elan«, »Hubig« und »Thor« waren in dieser Richtung eingesetzt. Außerdem verfügte die HV A im linken Spektrum noch über die IM »Solist« und »Lerche«.21 Aus der dänischen KP konnten zeitweise »Lenz« und seine Mutter »Nelly« berichten; für »Lenz« waren es mit seine ersten Aufträge.22 Der Bedarf an Agenten in der KP war aber nicht allzu groß, weil die dänische KP sehr eng und loyal mit der SED und der KPdSU zusammenarbeitete und aus Ostberliner Perspektive die einzige zuverlässige progressive Kraft im Lande darstellte. Für die östlichen Geheimdienste war die dänische KP allenfalls als potenzielles Rekrutierungsfeld für neue Agenten von Bedeutung, doch es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, auf diesen Aspekt näher einzugehen. Wichtig zu wissen ist aber, dass es in Dänemark keinen »Radikalenerlass« wie in Westdeutschland gab, der Aktivisten aus dem kommunistischen Spektrum eine Karriere im Staatsdienst verbaute. In Westdeutschland vermied es das MfS aus diesem Grund, Mitglieder der kommunistischen Partei als Agenten zu werben, zumal man auch davon ausging, dass sie sich schon im Visier des Verfassungsschutzes befanden.
Das Interesse für die kleineren Parteien und Splittergruppen im linken politischen Spektrum mag überraschen. Nicht zuletzt deshalb, weil ihr realpolitischer Einfluss ausgesprochen klein war. Doch dies zeigt, dass die Ideologie eine tragende Rolle in der Außenpolitik der sozialistischen Länder spielte. Aus dieser Perspektive waren die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Linksparteien ein ausgesprochen wichtiges Feld. Das kommt auch in einem Bericht der HV A aus dem Jahre 1976 über die maoistischen Gruppen in Europa zum Ausdruck, in dem behauptet wurde: »Den westeuropäischen maoistischen Organisationen ist von der Kommunistischen Partei Chinas die Aufgabe gestellt worden, die offizielle chinesische Außenpolitik zu unterstützen, die kommunistischen Parteien ihrer Länder zu unterwandern, zu zersetzen und auf den Pekinger Kurs festzulegen.«23 Nach dieser Analyse überrascht es weniger, dass die HV A sich bemühte, in die maoistischen Bewegungen einzudringen. Dass der Kampf um die »Herzen und Köpfe« der westeuropäischen Revolutionäre außerordentlich wichtig war, brachte der Leiter der Internationalen Abteilung bei der KPdSU, Boris Ponomarjow, 1977 in einer Rede vor Spitzenvertreter aus den kommunistischen Länder pointiert zum Ausdruck. Er beschrieb damals die Bedrohung, die angeblich von abweichenden Tendenzen in der kommunistischen Bewegung wie den Maoisten ausging, folgendermaßen: »Seit den Zeiten des Trotzkismus hat es eine solche Lage nicht gegeben«.24 Hinzu kam außerdem die Annahme der HV A, dass »eine ganze Anzahl der Organisationen aktive Verbindungen zu imperialistischen Geheimdiensten unterhält«.25 In dieser Frage lag die HV A wohl nicht ganz falsch. Wie Untersuchungen in verschiedenen westlichen Länder gezeigt haben, waren die westlichen Geheimdienste genauso wie die HV A am Kampf um die Arbeiterbewegung beteiligt. Diese stellte vermutlich einen der wichtigsten Kampfplätze der Geheimdienste in Ost und West dar. Ein bekanntes Beispiel für das Engagement der westlichen Dienste ist aus Holland bekannt, wo sich der dortige Geheimdienst maßgeblich an der Gründung der maoistischen Partei beteiligte.26 In Dänemark kam dieser Kampf der geheimen Apparate zum Beispiel bei einer Zersetzungsaktion der semiprivaten Geheimdienstorganisation »Die Firma« zum Ausdruck, die sich in den fünfziger Jahren mit konspirativen Mitteln für die Spaltung der dänischen KP einsetzte, was schließlich unter dem Eindruck der sowjetischen Invasion in Ungarn auch gelang.27
Es gibt eine auffallende Lücke in »Rosenholz«. Aus der Perspektive des Kampfes um die Arbeiterbewegung ist es verwunderlich, dass es keine HV A-Agenten in der sozialdemokratischen Partei gab. Die Sozialdemokraten waren die dominierende Kraft in der dänische Arbeiterbewegung, selbst wenn sie nicht immer die politische Tagesordnung bestimmten. Dies konnte auch den kleineren Parteien gelingen – unter anderem in der Friedenfrage und der Friedensbewegung. Die große Sozialdemokratie war das politische Haupthindernis der Kommunisten, und von daher war sie auch von Interesse für die DDR. Das zeigen sowohl die Akten der SED und des legalen außenpolitischen Apparats der DDR wie auch die SIRA-Daten zur Residentur an der Botschaft in Kopenhagen. Ob es der HV A nicht gelang, in die Sozialdemokratie einzudringen, und gegebenenfalls warum, weiß man nicht. An mangelnder Motivation lag es bestimmt nicht. Dafür spielte die dänische Sozialdemokratie in der dänischen Arbeiterbewegung, in der dänischen Politik, als Rekrutierungsort der Führungselite und als Partner anderer europäischer Parteien eine zu große Rolle. Um diese Frage zufriedenstellend beantworten zu können, müssten die HV A-Akten in den Archiven der CIA konsultiert werden. Sie sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt für Dänemark nicht zugänglich, weil sie aus operativen Gründen von den Informationsfreiheitsgesetzen ausgenommen sind.28
Wenn man die SIRA-Teildatenbanken 11-14 der HV A nach dänischen Bezügen auswertet, so stellt man fest, dass die HV A in Dänemark keine Top-Quellen sitzen hatte, die viele Informationen geliefert hätten. Allzu große Überraschungen sind daher nicht zu erwarten. Andererseits dokumentiert die SIRA-Datenbank der HV A im wesentlichen nur das, was Agenten an Informationen beschafften. Ihre sonstigen Aktivitäten, beispielsweise als Werber oder als Einflussagent, finden in dieser Datenbank kaum einen Niederschlag. Wie die Betrachtung der dänischen Rosenholz-IM gezeigt hat, war das dänischen Agentennetz der HV A insgesamt weniger mit der klassischen politischen Spionage beschäftigt.
Sorgen um den Nachwuchs
In seinen Erinnerungen beschreibt der ehemalige Chef der HV A, Generaloberst Werner Großmann, wie sich die Auslandsaufklärung in den achtziger Jahren zunehmend Sorgen um den Agenten-Nachwuchs machte.29 Die HV A hatte diesbezüglich ihren Zenit durchschritten, das Agentennetz begann zu altern. Unter anderem war es die neokonservative Grundstimmung in Westeuropa, die es erschwerte, neue Agenten zu gewinnen. Da die HV A bevorzugt auf ideologischer Grundlage Werbungen durchführte, spürte sie, dass die Revolutionsbegeisterung der siebziger Jahre abebbte und die Jugend für Vertreter des real existierenden Sozialismus weniger ansprechbar war. Hinzu kam, dass die DDR immer weniger als alternatives, sozialistisches Gesellschaftsmodell angesehen wurde. Ökonomische Krisenerscheinungen, ökologische Probleme und die Vergreisung der SED machten die DDR weniger attraktiv für linksorientierte junge Menschen im Westen.
Angesichts der Tatsache, dass bislang auch dänische IM zumeist aufgrund einer politisch-ideologischen Überzeugung gewonnen wurden, muss diese Sorge auch die zuständigen HV A-Offiziere umgetrieben haben. Wie schon erwähnt, bestand die Stärke des dänischen IM-Netzes darin, dass es fast nicht zu enttarnen war. Als Problem erwies sich, dass das Netz laufend gepflegt und erneuert werden musste, um dauerhaft existent und stabil zu bleiben. In Dänemark hatte sich die HV A jedoch bemüht, eine Nachwuchs-Krise abzuwenden. So waren mehrere IM aufgrund ihrer Position in der Lage, Informationen zu beschaffen, auf deren Basis insbesonders junge Perspektiv-IM gewonnen werden konnten. Ein beträchtlicher Teil der IM konzentrierte sich auf die Jugend und auf die Ausbildungsstätten. Hier konnten sie zwar auch andere Informationen beschaffen oder Funktionen erfüllen, aber der Zugang zur Jugend schien von besonderer Bedeutung zu sein.
Besonders wichtig waren offenbar die Universitäten und Hochschulen. Die IM »Nixe« und »Nord« waren auf die Universität Aarhus, der IM »Hubig« zeitweise auf die Universität Roskilde und die IM »Thor« und »Bende« auf die Universität in Kopenhagen angesetzt.30 Damit war die HV A nur an zwei kleineren Universitäten in der Provinz nicht vertreten. Ferner verfügten sie noch über den IM »Elch«, dessen Ziele die Universitäten und Studentenwohnheime waren, den IM »Filius«, der auf Studenten- und Jugendorganisationen angesetzt, und den IM »Ole«, der im Schulsektor tätig war.31 Als Werber unter der Jugend war IM »Lars« eingesetzt. Neben ihm verfügte die HV A auch über die Werber »Stoppel«, »Hagen« und »Nielsson«.32
Auf diese Weise schien die HV A auf jeden Fall in Dänemark für die Zukunft gut vorbereitet gewesen zu sein. Wäre die DDR nicht zugrunde gegangen, wären die Grundlagen für neue Agenten-Netze gelegt gewesen. Wie der Fall »Lenz« zeigt, fasste der ostdeutsche Geheimdienst frühzeitig Personen ins Auge, die potentiell interessant erschienen. Auch der militärische Nachrichtendienst der DDR versuchte in den achtziger Jahren seine Position in Dänemark auszubauen, aber ohne wesentliche Erfolge.33 Der Versuch des militärischen Nachrichtendienstes, den Werber »Veran« nach Dänemark einzuschleusen, misslang, da er in Dänemark nicht unmittelbar Fuß fassen konnte und stattdessen in der Bundesrepublik eingesetzt werden musste.34
Auch die HV A schleuste geschulte IM zur Unterstützung ihrer Operationen in Dänemark ein. Diese Aktivitäten hatten jedoch Ende der siebziger Jahre wegen der erfolgreichen Aktion »Anmeldung« der westlichen Spionageabwehr einen Rückschlag erlitten; ein IM wurde damals enttarnt und verhaftet.35 Daraufhin entdeckte die dänische Abwehr noch weitere IM, die sich unter falscher Identität im Land aufgehalten hatten. Als sie enttarnt wurden, hatten sie Dänemark aber schon verlassen.36 Wie der Fall »Roland Schulz« zeigt, war die HV A spätesten 1983 wieder bereit, ihre Operationen in Dänemark durch DDR-IM zu verstärken.37 Die Methode bei den Schleusungen von »Roland Schulz« und »Veran« war jedoch eine andere als die in den siebziger Jahren angewandte. Hatte die HV A ihre eingeschleusten IM früher vor allem mit gefälschen westdeutschen Identitäten ausgestattet, schickte sie ihre IM in den Achtzigern unter ihren Klarnamen ins Land. Das war auch bei einer ostdeutschen Frau der Fall, die sich selbst Anfang der achtziger Jahre enttarnte. Sie war eingeschleust worden, »um die Friedensbewegung in Odense und Kopenhagen zu unterwandern«.38
In welchem Umfang IM nach Dänemark eingeschleust wurden oder DDR-IM der HVA einreisten, muss mit Hilfe der in Deutschland befindlichen »Rosenholz«-Unterlagen geklärt werden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Bestände kann wichtige und interessante Hinweise auf die konspirative Logistik und die Apparate der Aufklärung geben. Nie zuvor gab es die Möglichkeit, so systematisch wissenschaftliche Analyse auf diesen Gebiet durchzuführen. Falls die Akten der BStU für die Forschung unkomplizierter zugänglich wären, könnten einzigartige Einblicke in die Mechanismen des nachrichtendienstlichen Metiers erarbeitet werden.
1 Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Berlin 1998, S. 215.
2 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 215: Fall »Elan«.
3 Danmark under den Kolde Krig Bd.2. Kopenhagen 2005, S. 458ff; Danmark under den Kolde Krig Bd.3. Kopenhagen 2005. S. 412ff.
4 Lars Halskov, »Den dobbelte mand«. In: Politiken, April 2004.
5 Werner Grossmann, Den sidste spionchef, Middelfart 2004. S.126. PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 261: »Lenz«.
6 »Lenz-sagen breder sig til S-toppen«. In: Ekstra Bladet, 18.9.2000.
7 Siehe unter anderem Folketingets forhandlinger, 18.11.1998.
8 »PET-chefen lukker munden på S-topmand«. In: Ekstra Bladet. 3.1.2000.
9 PET’s arkiv: DIIS-Samligen Nr. 261: Fall »Lenz«. Erik Boel, Socialdemokratiets atomvåbenpolitik 1945-88. København 1988.
10 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 157: Fall »Elch«.
11 Thomas Wegener Friis, Den usynlige front. DDR’s militære spionage i Danmark under den Kolde Krig. Kopenhagen 2005, S. 238.
12 BStU: MfS, HV A/MD/6, SIRA-TDB 21, Reg.-Nr. XV/2738/79, Vorgang »Nelly«.
13 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 231: Fall »Madrid«.
14 PET: DIIS-Samlingen: DIIS-Samlingen Nr. 261: »Hagen«, »Gast«, »Nielsson«.
15 PET: DIIS-Samlingen Nr. 254: Fall Allimex. BStU: MfS, HA XVIII, 11850.
16 BStU: MfS, HV A/MD/2-3, SIRA-TDB 11-12, Reg.-Nr. XV/8413/81, Vorgang »Hagen«.
17 BStU: MfS, HV A/MD/2-3, SIRA-TDB 11-12, Reg.-Nr. XV/6413/82, Vorgang »Niels[s]on«.
18 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 261: Fall »Rita« und »Axel«.
19 RGANI: F.89, op. 38., d. 33, 11.1. Sitzungsprotokoll des Präsidiums des ZK No.186, 3.2.1956.
20 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 211: »Käfer«.
21 PET’s arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 151, 215, 217, 261. Danmark under den Kolde Krig Bd.2. Kopenhagen 2005, S. 456.
22 BStU: MfS, HV A/MD/3, SIRA-TDB 12, Reg.-Nr. XV/6991/75, Vorgang »Lenz«.
23 BStU: MfS, HV A 124, Bl. 216-220: »Information über Aktivitäten und Struktur maoistischer Organisationen in Westeuropa«. 15.5.1976
24 BA-SAPMO: DY30/IV 2/2.035/22: »Niederschrift über ein internes Treffen der für internationale und ideologische Fragen verantwortlichen Sekretäre der Zentralkomitees der KPdSU, BKP, PVAP, SED, USAP, KPC am 1. März 1977«.
25 BStU: MfS, HV A 124, Bl. 216-220. »Information über Aktivitäten und Struktur maoistischer Organisationen in Westeuropa«. 15.5.1976.
26 Frits Hoekstra, In Dienst van de BVD. Amsterdam 2004, S. 164ff.
27 Siehe Peer Henrik Hansen, Firmaets største bedrift. Den hemmelige krig mod de danske kommunister. Kopenhagen 2005.
28 Briefwechsel CIA-Verfasser, Juli 2006.
29 Werner Grossmann, Den sidste spionchef. Middelfart 2004, S. 97.
30 PET: DIIS-Samlingen Nr. 151, 217, 247, 261.
31 PET: DIIS-Samlingen Nr. 261, 262.
32 PET: DIIS-Samlingen Nr. 261 Fall »Stoppel« und »Nielsson«.
33 BStU: MfS, HA I, 2145: »Auswertungsbericht zur Komplexkontrolle in der 2. Verwaltung.« 12.2.1989.
34 »H.C. Andersen gør et drømmende forsovet indtryk«. In: Arbejderhistorie Nr. 1/2005, S. 1-17.
35 Werner Grossmann, Den sidste spionchef. Middelfart 2004. S.125.
36 Danmark under den Kolde Krig. Bd.3. Kopenhagen 2005. S. 412. PET’s Arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 141. Bericht 1981.
37 PET’s Arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 253: »Roland Schulz«.
38 PET’s Arkiv: DIIS-Samlingen Nr. 142: Bericht 1982.


